Umgang mit Antithrombotika bei Operationen an der Haut vor und nach Publikation der entsprechenden S3‐Leitlinie

Umgang mit Antithrombotika bei Operationen an der Haut vor und nach Publikation der... EinführungImmer häufiger sind Patienten aufgrund verschiedener (Vor‐)Erkrankungen auf die Einnahme antithrombotischer Arzneimittel wie Antikoagulanzien und Thrombozytenaggregationshemmer (ThA) angewiesen. Im perioperativen Management von dermatochirurgischen Patienten stellt der Umgang mit diesen Medikamenten nach wie vor eine Herausforderung dar . In Deutschland nahmen 2010 schätzungsweise eine Million Menschen solch ein Arzneimittel langfristig ein . Gleichzeitig ist bei zunehmender Lebenserwartung und erhöhter UV‐Exposition durch ein verändertes Freizeitverhalten die Inzidenz vieler Formen des Hautkrebses und damit auch die Notwendigkeit von Operationen an der Haut gestiegen . So zeigt sich etwa ein Anstieg der Inzidenz maligner Melanome in Deutschland um das zehnfache seit 1970 .Dabei zeigen sich in der Dermatologie wie auch in anderen Fachrichtungen große Unterschiede im Umgang mit antithrombotischen Mitteln bei chirurgischen Eingriffen . Im Jahre 2012 wurde dieser im Rahmen einer Befragung in dermatologischen Praxen und Kliniken in Deutschland untersucht . Es ließ sich hierbei eine starke Heterogenität in den Vorgehensweisen feststellen, vor allem bei mittelgroßen und großen Operationen. Zum Beispiel gaben 36,3 % (61/168) der befragten niedergelassenen Dermatologen an, eine Therapie mit niedrig dosierter (≤ 100 mg) Acetylsalicylsäure bei großen Exzisionen fortzusetzen, wohingegen 42,9 % berichteten, diese vor dem Eingriff abzusetzen. 63,1 % (41/65) der an einer Klinik tätigen Hautärzte pausierten bei dieser chirurgischen Intervention eine http://www.deepdyve.com/assets/images/DeepDyve-Logo-lg.png Journal Der Deutschen Dermatologischen Gesellschaft Wiley

Umgang mit Antithrombotika bei Operationen an der Haut vor und nach Publikation der entsprechenden S3‐Leitlinie

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Publisher
Wiley
Copyright
© 2018 Deutsche Dermatologische Gesellschaft (DDG). Published by John Wiley & Sons Ltd.
ISSN
1610-0379
eISSN
1610-0387
D.O.I.
10.1111/ddg.13459_g
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Abstract

EinführungImmer häufiger sind Patienten aufgrund verschiedener (Vor‐)Erkrankungen auf die Einnahme antithrombotischer Arzneimittel wie Antikoagulanzien und Thrombozytenaggregationshemmer (ThA) angewiesen. Im perioperativen Management von dermatochirurgischen Patienten stellt der Umgang mit diesen Medikamenten nach wie vor eine Herausforderung dar . In Deutschland nahmen 2010 schätzungsweise eine Million Menschen solch ein Arzneimittel langfristig ein . Gleichzeitig ist bei zunehmender Lebenserwartung und erhöhter UV‐Exposition durch ein verändertes Freizeitverhalten die Inzidenz vieler Formen des Hautkrebses und damit auch die Notwendigkeit von Operationen an der Haut gestiegen . So zeigt sich etwa ein Anstieg der Inzidenz maligner Melanome in Deutschland um das zehnfache seit 1970 .Dabei zeigen sich in der Dermatologie wie auch in anderen Fachrichtungen große Unterschiede im Umgang mit antithrombotischen Mitteln bei chirurgischen Eingriffen . Im Jahre 2012 wurde dieser im Rahmen einer Befragung in dermatologischen Praxen und Kliniken in Deutschland untersucht . Es ließ sich hierbei eine starke Heterogenität in den Vorgehensweisen feststellen, vor allem bei mittelgroßen und großen Operationen. Zum Beispiel gaben 36,3 % (61/168) der befragten niedergelassenen Dermatologen an, eine Therapie mit niedrig dosierter (≤ 100 mg) Acetylsalicylsäure bei großen Exzisionen fortzusetzen, wohingegen 42,9 % berichteten, diese vor dem Eingriff abzusetzen. 63,1 % (41/65) der an einer Klinik tätigen Hautärzte pausierten bei dieser chirurgischen Intervention eine

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Journal Der Deutschen Dermatologischen GesellschaftWiley

Published: Jan 1, 2018

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