Weniger Proktokolektomien dank neuer koloskopischer Technologien?

Weniger Proktokolektomien dank neuer koloskopischer Technologien? journal club Neoplasie – Überwachung bei CED Weniger Proktokolektomien dank neuer koloskopischer Technologien? Fragestellung: Welche Rolle haben aktuelle endoskopische Technologien in der Früherkennung von Neoplasien bei chro- nisch entzündlichen Darmerkrankungen (CED)? Hintergrund: CED sind mit einem erhöhten Risiko für kolorek- tale Neoplasien assoziiert. CED-Patienten werden daher, je nach Risikofaktor, engmaschige Überwachungskoloskopien zur Vor- stufenfrüherkennung empfohlen. In der Vergangenheit waren Kolondysplasien meist wegen eingeschränkter Bildgebungsqua- lität gewöhnlicher Endoskopieverfahren schwierig zu visualisie- ren, weshalb routinemäßig gleichmäßig über das Kolon verteilte Stufenbiopsien entnommen wurden. Da einzelne Dysplasien ein Prädiktor für weitere neoplastische Läsionen sein können, wur- de im Zweifel die totale Proktokolektomie bei einer Neoplasie empfohlen, um keine synchronen Karzinome zu verpassen. Technische Verbesserungen der Koloskopie, wie hochau’ösende HD-Technologie und Chromoendoskopie, haben dazu geführt, dass die meisten Neoplasien heute besser erkennbar sind. Sie ver- 1 Indexläsionen mit zusätzlichen neoplastischen Läsionen, die bei den Kolektomien erkannt wurden. einfachen die Verlaufskontrolle dysplastischer Veränderungen, sodass bei low-grade intestinalen Neoplasien (LGIEN) nicht mehr die absolute Indikation zur Proktokolektomie besteht. Patienten/Methodik: Krugliak et al. untersuchten CED-Patien - ten, bei denen 2005 bis 2014 Neoplasien im Kolon diagnostiziert wurden und eine Resektion erfolgte. In einer retrospektiven Analyse (zwei Patientendatenbanken) wurden alle CED-Patien- ten mit mittels HD-Koloskopie diagnostizierter und http://www.deepdyve.com/assets/images/DeepDyve-Logo-lg.png Gastro-News Springer Journals

Weniger Proktokolektomien dank neuer koloskopischer Technologien?

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Publisher
Springer Medizin
Copyright
Copyright © 2017 by Springer Medizin Verlag GmbH
Subject
Medicine & Public Health; Gastroenterology; Internal Medicine; Hepatology; Colorectal Surgery
ISSN
1869-1005
eISSN
2520-8667
D.O.I.
10.1007/s15036-017-0272-3
Publisher site
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Abstract

journal club Neoplasie – Überwachung bei CED Weniger Proktokolektomien dank neuer koloskopischer Technologien? Fragestellung: Welche Rolle haben aktuelle endoskopische Technologien in der Früherkennung von Neoplasien bei chro- nisch entzündlichen Darmerkrankungen (CED)? Hintergrund: CED sind mit einem erhöhten Risiko für kolorek- tale Neoplasien assoziiert. CED-Patienten werden daher, je nach Risikofaktor, engmaschige Überwachungskoloskopien zur Vor- stufenfrüherkennung empfohlen. In der Vergangenheit waren Kolondysplasien meist wegen eingeschränkter Bildgebungsqua- lität gewöhnlicher Endoskopieverfahren schwierig zu visualisie- ren, weshalb routinemäßig gleichmäßig über das Kolon verteilte Stufenbiopsien entnommen wurden. Da einzelne Dysplasien ein Prädiktor für weitere neoplastische Läsionen sein können, wur- de im Zweifel die totale Proktokolektomie bei einer Neoplasie empfohlen, um keine synchronen Karzinome zu verpassen. Technische Verbesserungen der Koloskopie, wie hochau’ösende HD-Technologie und Chromoendoskopie, haben dazu geführt, dass die meisten Neoplasien heute besser erkennbar sind. Sie ver- 1 Indexläsionen mit zusätzlichen neoplastischen Läsionen, die bei den Kolektomien erkannt wurden. einfachen die Verlaufskontrolle dysplastischer Veränderungen, sodass bei low-grade intestinalen Neoplasien (LGIEN) nicht mehr die absolute Indikation zur Proktokolektomie besteht. Patienten/Methodik: Krugliak et al. untersuchten CED-Patien - ten, bei denen 2005 bis 2014 Neoplasien im Kolon diagnostiziert wurden und eine Resektion erfolgte. In einer retrospektiven Analyse (zwei Patientendatenbanken) wurden alle CED-Patien- ten mit mittels HD-Koloskopie diagnostizierter und

Journal

Gastro-NewsSpringer Journals

Published: Dec 1, 2017

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