Warum bekommen Jungen schlechtere Schulnoten als Mädchen? Ein sozialpsychologischer Erklärungsansatz

Warum bekommen Jungen schlechtere Schulnoten als Mädchen? Ein sozialpsychologischer... Jungen bekommen schlechtere Noten als Mädchen. Damit lassen sich auch die aktuell niedrigeren Bildungszertifikate der Jungen erklären – ein Phänomen, das unter anderem als „boys crisis“ thematisiert wird. In diesem Beitrag wird gezeigt, dass Jungen schon seit mehr als 100 Jahren schlechtere Noten bekommen als Mädchen. Anschließend wird dargestellt, dass die schlechteren Noten der Jungen auf ihre niedrigere Leistungsbereitschaft zurückgeführt werden können. Daran anknüpfend wird die Frage gestellt, warum Jungen eine niedrigere Leistungsbereitschaft als Mädchen zeigen. Der Hauptgrund für ihre geringere Leistungsbereitschaft sind gesellschaftliche geschlechtstypische Kompetenzzuschreibungen, die Jungen in stärkerem Maße als Mädchen glauben lassen, dass sie sich aufgrund ihrer „natürlichen Begabung“ in der Schule weniger stark anstrengen müssen. Des Weiteren weist der vorliegende Beitrag darauf hin, dass diese geschlechtstypischen Kompetenzzuschreibungen ihren Ursprung in der gesellschaftlichen Stellung des Mannes in Relation zur Frau haben. Über die Eltern und andere Sozialisationsagenten wird Jungen eine höhere Kompetenz zugeschrieben. Diese strengen sich in der Folge weniger an und bekommen schlechtere Schulnoten. http://www.deepdyve.com/assets/images/DeepDyve-Logo-lg.png Zeitschrift für Bildungsforschung Springer Journals

Warum bekommen Jungen schlechtere Schulnoten als Mädchen? Ein sozialpsychologischer Erklärungsansatz

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Publisher
VS-Verlag
Copyright
Copyright © 2012 by VS Verlag für Sozialwissenschaften
Subject
Social Sciences; Social Sciences, general
ISSN
2190-6890
eISSN
2190-6904
D.O.I.
10.1007/s35834-012-0026-4
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Abstract

Jungen bekommen schlechtere Noten als Mädchen. Damit lassen sich auch die aktuell niedrigeren Bildungszertifikate der Jungen erklären – ein Phänomen, das unter anderem als „boys crisis“ thematisiert wird. In diesem Beitrag wird gezeigt, dass Jungen schon seit mehr als 100 Jahren schlechtere Noten bekommen als Mädchen. Anschließend wird dargestellt, dass die schlechteren Noten der Jungen auf ihre niedrigere Leistungsbereitschaft zurückgeführt werden können. Daran anknüpfend wird die Frage gestellt, warum Jungen eine niedrigere Leistungsbereitschaft als Mädchen zeigen. Der Hauptgrund für ihre geringere Leistungsbereitschaft sind gesellschaftliche geschlechtstypische Kompetenzzuschreibungen, die Jungen in stärkerem Maße als Mädchen glauben lassen, dass sie sich aufgrund ihrer „natürlichen Begabung“ in der Schule weniger stark anstrengen müssen. Des Weiteren weist der vorliegende Beitrag darauf hin, dass diese geschlechtstypischen Kompetenzzuschreibungen ihren Ursprung in der gesellschaftlichen Stellung des Mannes in Relation zur Frau haben. Über die Eltern und andere Sozialisationsagenten wird Jungen eine höhere Kompetenz zugeschrieben. Diese strengen sich in der Folge weniger an und bekommen schlechtere Schulnoten.

Journal

Zeitschrift für BildungsforschungSpringer Journals

Published: Feb 22, 2012

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