Vom Nutzen der Benutzbarkeit

Vom Nutzen der Benutzbarkeit EDITORIAL Vom Nutzen der Benutzbarkeit „Spielkram“ lautet ein häufig zu hörendes Urteil von Voll- bluttechnikern, wenn es um das Thema Benutzerfreundlich- keit – neudeutsch Usability – geht. Spätestens dann, wenn man in verschiedenen deutschen Städten einmal versucht, die Fahrkartenautomaten der jeweiligen öffentlichen Ver- kehrsbetriebe zu bedienen, wird einem klar, wie wichtig eine intuitiv verständliche Benutzbarkeit sein kann. Wie viele Geschäftsanwendungen sind diese Automaten meist von der technischen Seite aus gedacht – dass der Anwender mit die- ser Perspektive rein gar nichts anfangen kann und auch nicht will, wird dabei verdrängt. Vielleicht hätten sich die Verantwortlichen schon früher mit „Spielkram“ beschäftigen sollen. Im Bereich der Com- puterspiele wird seit Langem vorgemacht, wie man Anwen- der an komplexe Bedienungen heranführt, ohne dass sie ein Chefredakteur Peter Pagel dickes Handbuch lesen müssen. Tutorials, in denen der Spie- ler innerhalb des Programms die Steuerung erlernt, sind bei- spielsweise Standard. „Wir sind ja nicht zum Spaß hier, son- dern zum Arbeiten“, wird mancher entgegnen. Dass Mitar- beiter, die mit Freude an der Arbeit sind, erwiesenermaßen mehr und Besseres leisten, wird nicht berücksichtigt. Es geht dabei weniger darum, ob eine Benutzeroberfläche schön anzusehen ist. Wichtig ist vielmehr, dass eine durchdachte Struktur die Wahrscheinlichkeit von Bedienfehlern mög- lichst gering hält. Das nimmt die Angst vor Fehlern, beschleu- nigt die Arbeit und steigert gleichzeitig die Qualität. Lassen Sie also auch beim Thema User Interface Profis ran – es lohnt sich. Herzliche Grüße, Ihr Peter Pagel WuM 03 . 2010 http://www.deepdyve.com/assets/images/DeepDyve-Logo-lg.png Wirtschaftsinformatik & Management Springer Journals

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Publisher
Gabler Verlag
Copyright
Copyright © 2010 by Springer Fachmedien Wiesbaden
Subject
Economics / Management Science; Business Information Systems
ISSN
1867-5905
eISSN
1867-5913
D.O.I.
10.1007/BF03248251
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Abstract

EDITORIAL Vom Nutzen der Benutzbarkeit „Spielkram“ lautet ein häufig zu hörendes Urteil von Voll- bluttechnikern, wenn es um das Thema Benutzerfreundlich- keit – neudeutsch Usability – geht. Spätestens dann, wenn man in verschiedenen deutschen Städten einmal versucht, die Fahrkartenautomaten der jeweiligen öffentlichen Ver- kehrsbetriebe zu bedienen, wird einem klar, wie wichtig eine intuitiv verständliche Benutzbarkeit sein kann. Wie viele Geschäftsanwendungen sind diese Automaten meist von der technischen Seite aus gedacht – dass der Anwender mit die- ser Perspektive rein gar nichts anfangen kann und auch nicht will, wird dabei verdrängt. Vielleicht hätten sich die Verantwortlichen schon früher mit „Spielkram“ beschäftigen sollen. Im Bereich der Com- puterspiele wird seit Langem vorgemacht, wie man Anwen- der an komplexe Bedienungen heranführt, ohne dass sie ein Chefredakteur Peter Pagel dickes Handbuch lesen müssen. Tutorials, in denen der Spie- ler innerhalb des Programms die Steuerung erlernt, sind bei- spielsweise Standard. „Wir sind ja nicht zum Spaß hier, son- dern zum Arbeiten“, wird mancher entgegnen. Dass Mitar- beiter, die mit Freude an der Arbeit sind, erwiesenermaßen mehr und Besseres leisten, wird nicht berücksichtigt. Es geht dabei weniger darum, ob eine Benutzeroberfläche schön anzusehen ist. Wichtig ist vielmehr, dass eine durchdachte Struktur die Wahrscheinlichkeit von Bedienfehlern mög- lichst gering hält. Das nimmt die Angst vor Fehlern, beschleu- nigt die Arbeit und steigert gleichzeitig die Qualität. Lassen Sie also auch beim Thema User Interface Profis ran – es lohnt sich. Herzliche Grüße, Ihr Peter Pagel WuM 03 . 2010

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Wirtschaftsinformatik & ManagementSpringer Journals

Published: Jul 20, 2012

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