Versorgungssituation gefäßmedizinischer Wunden in Deutschland

Versorgungssituation gefäßmedizinischer Wunden in Deutschland Chronische Wunden stellen in Deutschland mit einer Prävalenz von 0,26 bis 0,64 % entsprechend 400.000 bis 1,8 Mio. Betroffener eine medizinische und sozioökonomische Herausforderung dar. Die überwiegende Anzahl chronischer Wunden sind vaskulärer Genese, einschließlich des diabetischen Fußsyndroms (DFS). Somit ist der Gefäßchirurg im besonderen Maße gefordert, eine professionelle und adäquate Diagnostik und Therapie chronischer Wunden als auch der vaskulären Versorgung durchzuführen. Nach Daten der Barmer GEK erfahren jedoch nur rund 25 % aller Patienten eine gefäßmedizinische Diagnostik. Eine interventionelle oder operative Versorgung findet dadurch nur im unzureichenden Maße statt. Nicht zuletzt ist die fachärztliche Betreuung, die ein wesentliches Qualitätsmerkmal in einer interdisziplinären und interprofessionellen Wundversorgung darstellt und nur in rund der Hälfte aller Behandelten mit chronischen Wunden erfolgt, weiterhin unterrepräsentiert. Maßnahmen zur Qualitätssteigerung, an der die Wundkommission der Deutschen Gesellschaft maßgeblich beteiligt ist, stellen die Teilnahme an den Bundeskonsensuskonferenzen chronischer Wunden, der Deutsche Wundrat und nicht zuletzt die Implementierung des Wundsiegels zur Zertifizierung von Wundzentren mit dem Schwerpunkt einer leitliniengerechten gefäßmedizinischen Therapie und Wundversorgung dar. Im Rahmen der Bundeskonsensuskonferenzen konnte ein minimaler Datensatz erarbeitet werden, der die Parameter Allgemeinstatus, Wundanamnese und -status, diagnostische und therapeutische Parameter sowie Ernährung und Edukation beinhaltet. Diese Standards sollen die qualitätsgesicherte Versorgung in der Praxis unterstützen und zu einer effizienteren Versorgung chronischer Wunden in Deutschland beitragen. http://www.deepdyve.com/assets/images/DeepDyve-Logo-lg.png Gefässchirurgie Springer Journals

Versorgungssituation gefäßmedizinischer Wunden in Deutschland

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Publisher
Springer Medizin
Copyright
Copyright © 2017 by Springer Medizin Verlag GmbH
Subject
Medicine & Public Health; Vascular Surgery
ISSN
0948-7034
eISSN
1434-3932
D.O.I.
10.1007/s00772-017-0326-z
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Abstract

Chronische Wunden stellen in Deutschland mit einer Prävalenz von 0,26 bis 0,64 % entsprechend 400.000 bis 1,8 Mio. Betroffener eine medizinische und sozioökonomische Herausforderung dar. Die überwiegende Anzahl chronischer Wunden sind vaskulärer Genese, einschließlich des diabetischen Fußsyndroms (DFS). Somit ist der Gefäßchirurg im besonderen Maße gefordert, eine professionelle und adäquate Diagnostik und Therapie chronischer Wunden als auch der vaskulären Versorgung durchzuführen. Nach Daten der Barmer GEK erfahren jedoch nur rund 25 % aller Patienten eine gefäßmedizinische Diagnostik. Eine interventionelle oder operative Versorgung findet dadurch nur im unzureichenden Maße statt. Nicht zuletzt ist die fachärztliche Betreuung, die ein wesentliches Qualitätsmerkmal in einer interdisziplinären und interprofessionellen Wundversorgung darstellt und nur in rund der Hälfte aller Behandelten mit chronischen Wunden erfolgt, weiterhin unterrepräsentiert. Maßnahmen zur Qualitätssteigerung, an der die Wundkommission der Deutschen Gesellschaft maßgeblich beteiligt ist, stellen die Teilnahme an den Bundeskonsensuskonferenzen chronischer Wunden, der Deutsche Wundrat und nicht zuletzt die Implementierung des Wundsiegels zur Zertifizierung von Wundzentren mit dem Schwerpunkt einer leitliniengerechten gefäßmedizinischen Therapie und Wundversorgung dar. Im Rahmen der Bundeskonsensuskonferenzen konnte ein minimaler Datensatz erarbeitet werden, der die Parameter Allgemeinstatus, Wundanamnese und -status, diagnostische und therapeutische Parameter sowie Ernährung und Edukation beinhaltet. Diese Standards sollen die qualitätsgesicherte Versorgung in der Praxis unterstützen und zu einer effizienteren Versorgung chronischer Wunden in Deutschland beitragen.

Journal

GefässchirurgieSpringer Journals

Published: Nov 7, 2017

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