Urogenitalsonographie des weiblichen Beckenbodens

Urogenitalsonographie des weiblichen Beckenbodens Die Urogenitalsonographie spielt seit Jahren eine unverzichtbare Rolle in der urogynäkologischen Diagnostik. Vor allem gute Verfügbarkeit, geringe Kosten und hohe Patientinnenakzeptanz haben für ihre zunehmende klinische Verbreitung gesorgt. Der Ultraschall ermöglicht die gleichzeitige Abbildung aller 3 Kompartimente in Ruhe und in der Dynamik. Neben der Darstellung von Urethra, Blase, Zervix, Analkanal und Rektum können auch Symphyse und Levator ani identifiziert werden. Die Positionen der Strukturen können nicht nur qualitativ, sondern auch innerhalb eines Koordinatensystems qualitativ und reproduzierbar dokumentiert werden. Aufgrund der direkten Darstellung alloplastischer Strukturen wie Bänder, Netze und „bulking agents“ eignet sich die Sonographie auch für das postoperative Komplikationsmanagement. Durch die Einführung der 3‑D-Sonographie können der Verlauf der Levatorschlinge und die Fläche des Hiatus genitalis in der Axialebene bestimmt werden. Für die Abklärung einer Harninkontinenz ist der präoperative Ausschluss von Divertikeln und Restharn obligat. Bei Senkungsbeschwerden kann das Tiefertreten aller Kompartimente während des Valsalva-Manövers bildlich festgehalten und quantitativ dokumentiert werden. Gerade im hinteren Kompartiment lassen sich die verschiedenen Formen wie Rektozele, Enterozele oder Intussuszeption unterscheiden. Ein Levatordefekt oder eine pathologische Aufweitung des Hiatus genitalis stellen Risikofaktoren für postoperative Rezidive nach Deszensusoperationen dar. Auch für die Abklärung einer Analinkontinenz eignen sich konventionelle Vaginal- und Abdominalsonden. Mit der exoanalen Technik können Defekte des internen und externen Sphinkterapparates dargestellt werden. http://www.deepdyve.com/assets/images/DeepDyve-Logo-lg.png Der Gynäkologe Springer Journals

Urogenitalsonographie des weiblichen Beckenbodens

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Publisher
Springer Medizin
Copyright
Copyright © 2018 by Springer Medizin Verlag GmbH, ein Teil von Springer Nature
Subject
Medicine & Public Health; Gynecology; Obstetrics/Perinatology/Midwifery; Endocrinology
ISSN
0017-5994
eISSN
1433-0393
D.O.I.
10.1007/s00129-018-4200-1
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Abstract

Die Urogenitalsonographie spielt seit Jahren eine unverzichtbare Rolle in der urogynäkologischen Diagnostik. Vor allem gute Verfügbarkeit, geringe Kosten und hohe Patientinnenakzeptanz haben für ihre zunehmende klinische Verbreitung gesorgt. Der Ultraschall ermöglicht die gleichzeitige Abbildung aller 3 Kompartimente in Ruhe und in der Dynamik. Neben der Darstellung von Urethra, Blase, Zervix, Analkanal und Rektum können auch Symphyse und Levator ani identifiziert werden. Die Positionen der Strukturen können nicht nur qualitativ, sondern auch innerhalb eines Koordinatensystems qualitativ und reproduzierbar dokumentiert werden. Aufgrund der direkten Darstellung alloplastischer Strukturen wie Bänder, Netze und „bulking agents“ eignet sich die Sonographie auch für das postoperative Komplikationsmanagement. Durch die Einführung der 3‑D-Sonographie können der Verlauf der Levatorschlinge und die Fläche des Hiatus genitalis in der Axialebene bestimmt werden. Für die Abklärung einer Harninkontinenz ist der präoperative Ausschluss von Divertikeln und Restharn obligat. Bei Senkungsbeschwerden kann das Tiefertreten aller Kompartimente während des Valsalva-Manövers bildlich festgehalten und quantitativ dokumentiert werden. Gerade im hinteren Kompartiment lassen sich die verschiedenen Formen wie Rektozele, Enterozele oder Intussuszeption unterscheiden. Ein Levatordefekt oder eine pathologische Aufweitung des Hiatus genitalis stellen Risikofaktoren für postoperative Rezidive nach Deszensusoperationen dar. Auch für die Abklärung einer Analinkontinenz eignen sich konventionelle Vaginal- und Abdominalsonden. Mit der exoanalen Technik können Defekte des internen und externen Sphinkterapparates dargestellt werden.

Journal

Der GynäkologeSpringer Journals

Published: Jan 24, 2018

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