Telemedizin in der pädiatrischen Praxis

Telemedizin in der pädiatrischen Praxis Die Digitalisierung der medizinischen Versorgung hat auch für Kinder- und Jugendärzte große Bedeutung. Wissenszuwachs in der klinischen Forschung, frühzeitige Entlassungen aus der stationären Behandlung und der Wunsch des Patienten bzw. seiner Sorgeberechtigten, gerade im Fall chronischer Krankheiten wohnortnah versorgt werden zu können, stellen den Allgemeinpädiater vor Herausforderungen. Im vorliegenden Beitrag wird ein Konzept vorgestellt, das speziell den Bedürfnissen der ambulanten Betreuung, der niederschwelligen Hinzuziehung von Experten, der beschleunigten Diagnosefindung und der Stärkung des Therapiebündnisses zwischen Arzt und Patient Rechnung trägt. Somit kann sich jede Kinder- und Jugendarztpraxis ein digitales Expertennetzwerk einrichten und die Praxisverwaltung durch eine bundeseinheitliche Praxis-App entlasten. Über diese beiden Grundpfeiler lassen sich barrierefrei Therapie-Apps freischalten, mit denen insbesondere Jugendliche und chronisch Kranke ihre Therapie- und Krankheitsdaten an die Praxis senden. Über die vorhandene Technik (Praxis-App auf Smartphone) kann eine Videosprechstunde vereinbart werden, in der der Arzt den Therapie- und Heilungsverlauf mit seinem Patienten abstimmt. Sämtliche virtuellen Unterstützungen erfolgen mit geringem technischen Aufwand (1. Download von PädExpert® für die Praxis, 2. Installation der Praxis-App „Mein Kinder- und Jugendarzt“ auf dem Smartphone des Patienten). Die digitale Technik unterstützt die persönliche Beratung des Allgemeinpädiaters und trägt zur Stärkung des Therapievertrauens bei. Gleichzeitig gewährleistet sie eine Qualitätsverbesserung für die ambulante Versorgung, etwa durch Zurverfügungstellung von leitlinienbasierten Computeralgorithmen und der Expertise virtuell hinzugezogener Spezialisten. http://www.deepdyve.com/assets/images/DeepDyve-Logo-lg.png Monatsschrift Kinderheilkunde Springer Journals

Telemedizin in der pädiatrischen Praxis

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Publisher
Springer Medizin
Copyright
Copyright © 2018 by Springer Medizin Verlag GmbH, ein Teil von Springer Nature
Subject
Medicine & Public Health; Pediatrics; General Practice / Family Medicine
ISSN
0026-9298
eISSN
1433-0474
D.O.I.
10.1007/s00112-018-0477-3
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Abstract

Die Digitalisierung der medizinischen Versorgung hat auch für Kinder- und Jugendärzte große Bedeutung. Wissenszuwachs in der klinischen Forschung, frühzeitige Entlassungen aus der stationären Behandlung und der Wunsch des Patienten bzw. seiner Sorgeberechtigten, gerade im Fall chronischer Krankheiten wohnortnah versorgt werden zu können, stellen den Allgemeinpädiater vor Herausforderungen. Im vorliegenden Beitrag wird ein Konzept vorgestellt, das speziell den Bedürfnissen der ambulanten Betreuung, der niederschwelligen Hinzuziehung von Experten, der beschleunigten Diagnosefindung und der Stärkung des Therapiebündnisses zwischen Arzt und Patient Rechnung trägt. Somit kann sich jede Kinder- und Jugendarztpraxis ein digitales Expertennetzwerk einrichten und die Praxisverwaltung durch eine bundeseinheitliche Praxis-App entlasten. Über diese beiden Grundpfeiler lassen sich barrierefrei Therapie-Apps freischalten, mit denen insbesondere Jugendliche und chronisch Kranke ihre Therapie- und Krankheitsdaten an die Praxis senden. Über die vorhandene Technik (Praxis-App auf Smartphone) kann eine Videosprechstunde vereinbart werden, in der der Arzt den Therapie- und Heilungsverlauf mit seinem Patienten abstimmt. Sämtliche virtuellen Unterstützungen erfolgen mit geringem technischen Aufwand (1. Download von PädExpert® für die Praxis, 2. Installation der Praxis-App „Mein Kinder- und Jugendarzt“ auf dem Smartphone des Patienten). Die digitale Technik unterstützt die persönliche Beratung des Allgemeinpädiaters und trägt zur Stärkung des Therapievertrauens bei. Gleichzeitig gewährleistet sie eine Qualitätsverbesserung für die ambulante Versorgung, etwa durch Zurverfügungstellung von leitlinienbasierten Computeralgorithmen und der Expertise virtuell hinzugezogener Spezialisten.

Journal

Monatsschrift KinderheilkundeSpringer Journals

Published: Apr 6, 2018

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