Tarifeinheitsgesetz

Tarifeinheitsgesetz A K T U E L L ES I N K Ü R Z E Neue Regeln für Einlagen-Verordnung Der GKV-Spitzenverband hat kürzlich eine Neufassung der PG 08 Einlagen beschlos- sen. Dadurch gelten für deren Verordnung einige neue Regelungen. Unverändert dürfen zwei Paar Einlagen pro Kalenderjahr verordnet werden. Die Di - agnosen müssen zudem weiterhin in der Verordnung vermerkt werden. Neu ist, dass für die Verordnungen kom- plett neue Formulierungen festlegt wurden. Sie müssen beherrscht und auf den Verord- nungen vermerkt werden. Beispiel: Wurden vorher Hinweise wie zum Beispiel Kork, Le- der verwendet, ist jetzt häuŽg der Versor- gungszweck anzugeben, zum Beispiel „elas- tische Bettungseinlagen“. Reinhard Deinfelder, Donzdorf, BVOU Einzelheiten und Beispiele für den Praxisalltag für BVOU-Mitglieder unter: www.bvou.net/ Berufsalltag. Verbesserungen bei Reha gefordert Die neue Patientenbeauftragte der Bundes- lung.“ Nach Erkenntnissen des Forschungs- Der Erste Senat des Bundesverfassungs- regierung, Ingrid Fischbach (CDU), will sich instituts IGES genehmigen die Krankenkas- gerichts hat entschieden, dass die Rege- dafür einsetzen, dass Patienten einen An- sen zudem bis zu zwei Drittel aller Reha-An- lungen des Tarifeinheitsgesetzes weit- spruch auf Reha-Leistungen besser als heu- träge erst nach einem Widerspruch. gehend mit dem Grundgesetz vereinbar te durchsetzen können. „Eindeutig ausbau- IGES hat vor kurzem ein Gutachten in Zu- sind. Der Tarifautonomie muss allerdings bis Ende 2018 vom Gesetzgeber besser fähig sind Reha-Empfehlungen des Medizi- sammenarbeit mit dem Sozialrechtler Pro - Rechnung getragen werden. Es fehlten nischen Dienstes der Krankenversicherung fessor Dr. Gerhard Igl vorgelegt. Erstellt wur - „Vorkehrungen dagegen, dass die Belan- bei der Pšegebedürftigkeitsbegutachtung“, de es im Auftrag des Vorgängers von Fisch- ge der Angehörigen einzelner Berufs- sagte sie. „Derzeit bekommen hier nur zwei bach, Karl-Josef Laumann. Die Untersu- gruppen oder Branchen bei der Ver- von 100 Pšegebedürftigen eine Empfeh - chung macht nach dem Urteil des For- drängung bestehender Tarifverträge schungsinstituts aber auch deutlich, dass einseitig vernachlässigt werden“. Krankenkassen den Großteil der Leistungs- Das Tarifeinheitsgesetz regelt Konšikte anträge am Ende genehmigen. Jedoch va - im Zusammenhang mit der Geltung riiere dies für die einzelnen Leistungsberei - mehrerer Tarifverträge in einem Betrieb. che sehr. So bewilligten Kassen mehr als Es sieht vor, dass Tarifverhandlungen 97 % der Anträge auf häusliche Krankenpše- mit der Gewerkschaft zu führen sind, die die meisten Mitglieder hat. Der Marbur- ge und 87 % der mehr als 8,5 Millionen An- ger Bund (MB), der Verfassungsbe- träge auf Hilfsmittel. Hingegen sei lediglich schwerde eingelegt hatte, vertraut dar- 81 % der Anträge auf Vorsorge- oder Reha- auf, auch in Zukunft in vollem Umfang bilitationsmaßnahmen, etwa einer Kur oder seine gewerkschaftlichen Aufgaben stationären Rehabilitationsmaßnahme, ent- wahrnehmen zu können. sprochen worden. red Der MB und die BG-Kliniken hatten sich zuvor zu Tarifverhandlungen getro§en. Es ging um eine Erhöhung der Ärztege- Mehr Informationen: hälter um 5,9 % sowie eine Anhebung Studie „Leistungsbewilligungen und des Nachtzuschlages. red -ablehnungen durch Krankenkassen“ unter : www.iges.com 8 Orthopädie und Unfallchirurgie 2017; 07 (4) © Chaperon/ BMG © pix4U / stock.adobe.com http://www.deepdyve.com/assets/images/DeepDyve-Logo-lg.png Orthopädie und Unfallchirurgie Springer Journals

Tarifeinheitsgesetz

Free
1 page

Loading next page...
1 Page
 
/lp/springer_journal/tarifeinheitsgesetz-eQWgWuG1Bs
Publisher
Springer Medizin
Copyright
Copyright © 2017 by Springer Medizin Verlag GmbH
Subject
Medicine & Public Health; Orthopedics; Traumatic Surgery; Conservative Orthopedics; Surgical Orthopedics
ISSN
2193-5254
eISSN
2193-5262
D.O.I.
10.1007/s41785-017-0184-7
Publisher site
See Article on Publisher Site

Abstract

A K T U E L L ES I N K Ü R Z E Neue Regeln für Einlagen-Verordnung Der GKV-Spitzenverband hat kürzlich eine Neufassung der PG 08 Einlagen beschlos- sen. Dadurch gelten für deren Verordnung einige neue Regelungen. Unverändert dürfen zwei Paar Einlagen pro Kalenderjahr verordnet werden. Die Di - agnosen müssen zudem weiterhin in der Verordnung vermerkt werden. Neu ist, dass für die Verordnungen kom- plett neue Formulierungen festlegt wurden. Sie müssen beherrscht und auf den Verord- nungen vermerkt werden. Beispiel: Wurden vorher Hinweise wie zum Beispiel Kork, Le- der verwendet, ist jetzt häuŽg der Versor- gungszweck anzugeben, zum Beispiel „elas- tische Bettungseinlagen“. Reinhard Deinfelder, Donzdorf, BVOU Einzelheiten und Beispiele für den Praxisalltag für BVOU-Mitglieder unter: www.bvou.net/ Berufsalltag. Verbesserungen bei Reha gefordert Die neue Patientenbeauftragte der Bundes- lung.“ Nach Erkenntnissen des Forschungs- Der Erste Senat des Bundesverfassungs- regierung, Ingrid Fischbach (CDU), will sich instituts IGES genehmigen die Krankenkas- gerichts hat entschieden, dass die Rege- dafür einsetzen, dass Patienten einen An- sen zudem bis zu zwei Drittel aller Reha-An- lungen des Tarifeinheitsgesetzes weit- spruch auf Reha-Leistungen besser als heu- träge erst nach einem Widerspruch. gehend mit dem Grundgesetz vereinbar te durchsetzen können. „Eindeutig ausbau- IGES hat vor kurzem ein Gutachten in Zu- sind. Der Tarifautonomie muss allerdings bis Ende 2018 vom Gesetzgeber besser fähig sind Reha-Empfehlungen des Medizi- sammenarbeit mit dem Sozialrechtler Pro - Rechnung getragen werden. Es fehlten nischen Dienstes der Krankenversicherung fessor Dr. Gerhard Igl vorgelegt. Erstellt wur - „Vorkehrungen dagegen, dass die Belan- bei der Pšegebedürftigkeitsbegutachtung“, de es im Auftrag des Vorgängers von Fisch- ge der Angehörigen einzelner Berufs- sagte sie. „Derzeit bekommen hier nur zwei bach, Karl-Josef Laumann. Die Untersu- gruppen oder Branchen bei der Ver- von 100 Pšegebedürftigen eine Empfeh - chung macht nach dem Urteil des For- drängung bestehender Tarifverträge schungsinstituts aber auch deutlich, dass einseitig vernachlässigt werden“. Krankenkassen den Großteil der Leistungs- Das Tarifeinheitsgesetz regelt Konšikte anträge am Ende genehmigen. Jedoch va - im Zusammenhang mit der Geltung riiere dies für die einzelnen Leistungsberei - mehrerer Tarifverträge in einem Betrieb. che sehr. So bewilligten Kassen mehr als Es sieht vor, dass Tarifverhandlungen 97 % der Anträge auf häusliche Krankenpše- mit der Gewerkschaft zu führen sind, die die meisten Mitglieder hat. Der Marbur- ge und 87 % der mehr als 8,5 Millionen An- ger Bund (MB), der Verfassungsbe- träge auf Hilfsmittel. Hingegen sei lediglich schwerde eingelegt hatte, vertraut dar- 81 % der Anträge auf Vorsorge- oder Reha- auf, auch in Zukunft in vollem Umfang bilitationsmaßnahmen, etwa einer Kur oder seine gewerkschaftlichen Aufgaben stationären Rehabilitationsmaßnahme, ent- wahrnehmen zu können. sprochen worden. red Der MB und die BG-Kliniken hatten sich zuvor zu Tarifverhandlungen getro§en. Es ging um eine Erhöhung der Ärztege- Mehr Informationen: hälter um 5,9 % sowie eine Anhebung Studie „Leistungsbewilligungen und des Nachtzuschlages. red -ablehnungen durch Krankenkassen“ unter : www.iges.com 8 Orthopädie und Unfallchirurgie 2017; 07 (4) © Chaperon/ BMG © pix4U / stock.adobe.com

Journal

Orthopädie und UnfallchirurgieSpringer Journals

Published: Aug 15, 2017

There are no references for this article.

You’re reading a free preview. Subscribe to read the entire article.


DeepDyve is your
personal research library

It’s your single place to instantly
discover and read the research
that matters to you.

Enjoy affordable access to
over 18 million articles from more than
15,000 peer-reviewed journals.

All for just $49/month

Explore the DeepDyve Library

Search

Query the DeepDyve database, plus search all of PubMed and Google Scholar seamlessly

Organize

Save any article or search result from DeepDyve, PubMed, and Google Scholar... all in one place.

Access

Get unlimited, online access to over 18 million full-text articles from more than 15,000 scientific journals.

Your journals are on DeepDyve

Read from thousands of the leading scholarly journals from SpringerNature, Elsevier, Wiley-Blackwell, Oxford University Press and more.

All the latest content is available, no embargo periods.

See the journals in your area

DeepDyve

Freelancer

DeepDyve

Pro

Price

FREE

$49/month
$360/year

Save searches from
Google Scholar,
PubMed

Create lists to
organize your research

Export lists, citations

Read DeepDyve articles

Abstract access only

Unlimited access to over
18 million full-text articles

Print

20 pages / month

PDF Discount

20% off