Tagungsbericht – Medizin in der Dienstleistungsgesellschaft

Tagungsbericht – Medizin in der Dienstleistungsgesellschaft Mitteilungen MedR (2017) 35: 625–627 625 keine bindenden Vorgaben vorsehe, müsse zumindest in pri- mittlungsansatz genutzt werden könnten. Zudem bleibe die vatrechtlich organisierten Einrichtungen eine Beteiligung Patientenakte in jedem Fall verwertbar. des Betriebsrates an der Ausgestaltung von CIRS erfolgen. Den Abschluss bildete der Kommentar von Prof. Dr. Me- Das letzte Panel des Tages, welches der Betrachtung des vis, der einen Einblick in die Rechtslage zum Umgang mit Generalthemas aus haftungs- und berufsrechtlicher Per- Fehlermeldesystemen in den Niederlanden bot. Seit Januar spektive diente, wurde durch Rechtsanwalt Prof. Dr. Karl- 2016 existierten hierzu verpflichtende Basis-Anforderungen Otto Bergmann (Bergmann und Partner Rechtsanwälte, für alle Gesundheitsdienstleister, zu denen auch ein „Vor- Hamm) moderiert. fall-Meldesystem“ gehöre. Nach niederländischem Recht Prof. Dr. Dr. Thomas Ufer (CausaConsilio Rechtsanwälte, werde begrifflich zwischen „Vorf ällen“ und „Kalamitäten“ Hamburg) ging in seinem Vortrag zum Thema „Offenba - unterschieden. Unter den Begriff des Vorfalls könnten alle rung kritischer Ereignisse als Schuldanerkenntnis? Mög- Ereignisse mit einem tatsächlichen oder drohenden Schaden lichkeiten der Abschirmung gegen zivilrechtliche Haftung gefasst werden; Kalamitäten seien dagegen Ereignisse, die und berufsrechtliche Konsequenzen“ zunächst auf die In- sich auf die medizinische Versorgung auswirken könnten formationspflichten nach § 630 c Abs. 2 BGB ein. Im Falle oder zum Tod bzw. zu ernsten Schäden der Gesundheit eines der http://www.deepdyve.com/assets/images/DeepDyve-Logo-lg.png Medizinrecht Springer Journals

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Publisher
Springer Journals
Copyright
Copyright © 2017 by Springer-Verlag GmbH Deutschland
Subject
Law; Medical Law; Medicine/Public Health, general
ISSN
0723-8886
eISSN
1433-8629
D.O.I.
10.1007/s00350-017-4680-3
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Abstract

Mitteilungen MedR (2017) 35: 625–627 625 keine bindenden Vorgaben vorsehe, müsse zumindest in pri- mittlungsansatz genutzt werden könnten. Zudem bleibe die vatrechtlich organisierten Einrichtungen eine Beteiligung Patientenakte in jedem Fall verwertbar. des Betriebsrates an der Ausgestaltung von CIRS erfolgen. Den Abschluss bildete der Kommentar von Prof. Dr. Me- Das letzte Panel des Tages, welches der Betrachtung des vis, der einen Einblick in die Rechtslage zum Umgang mit Generalthemas aus haftungs- und berufsrechtlicher Per- Fehlermeldesystemen in den Niederlanden bot. Seit Januar spektive diente, wurde durch Rechtsanwalt Prof. Dr. Karl- 2016 existierten hierzu verpflichtende Basis-Anforderungen Otto Bergmann (Bergmann und Partner Rechtsanwälte, für alle Gesundheitsdienstleister, zu denen auch ein „Vor- Hamm) moderiert. fall-Meldesystem“ gehöre. Nach niederländischem Recht Prof. Dr. Dr. Thomas Ufer (CausaConsilio Rechtsanwälte, werde begrifflich zwischen „Vorf ällen“ und „Kalamitäten“ Hamburg) ging in seinem Vortrag zum Thema „Offenba - unterschieden. Unter den Begriff des Vorfalls könnten alle rung kritischer Ereignisse als Schuldanerkenntnis? Mög- Ereignisse mit einem tatsächlichen oder drohenden Schaden lichkeiten der Abschirmung gegen zivilrechtliche Haftung gefasst werden; Kalamitäten seien dagegen Ereignisse, die und berufsrechtliche Konsequenzen“ zunächst auf die In- sich auf die medizinische Versorgung auswirken könnten formationspflichten nach § 630 c Abs. 2 BGB ein. Im Falle oder zum Tod bzw. zu ernsten Schäden der Gesundheit eines der

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Published: Aug 19, 2017

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