Steuerung und Autonomie – Bedingungen und Nebenfolgen gelingender Gesundheitsförderung an österreichischen Volksschulen – eine Fallstudie

Steuerung und Autonomie – Bedingungen und Nebenfolgen gelingender Gesundheitsförderung an... Thema des vorliegenden Beitrags sind institutionell-organisatorische Schulreformen wie sie von der schulischen Gesundheitsförderung gerahmt und umgesetzt werden. Es wird gezeigt, dass sich die schulische Gesundheitsförderung stark an managerialen und kontrollierenden Steuerungskonzepten im Bildungssektor orientiert, die selten Akzeptanzprobleme seitens des Lehrkörpers reflektieren und zudem Schulen einen Akteursstatus unterstellen, den österreichische Volksschulen in der Regel nicht genießen. Dass diese Faktoren in produktiver Weise bei der Umsetzung schulischer GF-Programme beachtet werden können und welche unbeabsichtigten Nebenfolgen dies mit sich führt, wird anhand eines empirischen Falles dargestellt – der Implementation eines Gesundheitsförderungsprogramms an drei österreichischen Volksschulen. Es kann gezeigt werden, dass derartige Maßnahmen dann nachhaltig implementiert werden können, wenn sie der für das österreichische Schulsystem typischen bürokratisch-professionellen Doppelsteuerung Rechnung tragen. Die unbeabsichtigte Nebenfolge dieser Implementationspraxis ist jedoch eine Zweck-Mittel-Verschiebung, die dazu führt, dass solche Maßnahmen nicht nur wegen erwartbarer gesundheitsfördernder Effekte implementiert werden, sondern auch, um höheren Schulverwaltungseben gegenüber Reformwillen zu demonstrieren. http://www.deepdyve.com/assets/images/DeepDyve-Logo-lg.png Zeitschrift für Bildungsforschung Springer Journals

Steuerung und Autonomie – Bedingungen und Nebenfolgen gelingender Gesundheitsförderung an österreichischen Volksschulen – eine Fallstudie

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Publisher
Springer Fachmedien Wiesbaden
Copyright
Copyright © 2014 by Springer Fachmedien Wiesbaden
Subject
Social Sciences, general; Demography
ISSN
2190-6890
eISSN
2190-6904
D.O.I.
10.1007/s35834-014-0113-9
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Abstract

Thema des vorliegenden Beitrags sind institutionell-organisatorische Schulreformen wie sie von der schulischen Gesundheitsförderung gerahmt und umgesetzt werden. Es wird gezeigt, dass sich die schulische Gesundheitsförderung stark an managerialen und kontrollierenden Steuerungskonzepten im Bildungssektor orientiert, die selten Akzeptanzprobleme seitens des Lehrkörpers reflektieren und zudem Schulen einen Akteursstatus unterstellen, den österreichische Volksschulen in der Regel nicht genießen. Dass diese Faktoren in produktiver Weise bei der Umsetzung schulischer GF-Programme beachtet werden können und welche unbeabsichtigten Nebenfolgen dies mit sich führt, wird anhand eines empirischen Falles dargestellt – der Implementation eines Gesundheitsförderungsprogramms an drei österreichischen Volksschulen. Es kann gezeigt werden, dass derartige Maßnahmen dann nachhaltig implementiert werden können, wenn sie der für das österreichische Schulsystem typischen bürokratisch-professionellen Doppelsteuerung Rechnung tragen. Die unbeabsichtigte Nebenfolge dieser Implementationspraxis ist jedoch eine Zweck-Mittel-Verschiebung, die dazu führt, dass solche Maßnahmen nicht nur wegen erwartbarer gesundheitsfördernder Effekte implementiert werden, sondern auch, um höheren Schulverwaltungseben gegenüber Reformwillen zu demonstrieren.

Journal

Zeitschrift für BildungsforschungSpringer Journals

Published: Nov 18, 2014

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