Stellungnahme der Autoren zum Kommentar von Prof. Kogel

Stellungnahme der Autoren zum Kommentar von Prof. Kogel Gefässchirurgie (1999) 4:177 BRIEFE AN DIE HERAUSGEBER UND DISKUSSION © Springer-Verlag 1999 H.C. Kogel Textes orthographisch versehentlich men (S. 30, Material und Methodik). von den Autoren fehlerhaft übertra- Bei einer Patientin war die Trunkus- Das Kompressionssyndrom gen. stenose nicht fixiert. Sie wurde auf- Zusammenfassend hätte man sich grund ihres großen Leidensdruckes des Truncus coeliacus eine Erklärung der Gründe für eine nach Ausschluß aller anderen Ursa- Gefässchirurgie (1999) 4:28–33 konservative Behandlung der übrigen chen als „Ultima ratio“ operiert und 11 Patienten gewünscht, oder: “War- wurde der einzige Mißerfolg. Aber um wurden beispielsweise 20% Pati- gerade dies ist ein Indiz dafür, daß Kommentar zur Arbeit von P. Walter, R. Kubale, enten ohne Fixation dennoch ope- die ausgearbeiteten farbduplexsono- riert”. Abgesehen davon, daß inner- graphischen Kriterien eingehalten G. Gross, E. Beraneck halb von 2 Jahren eine erstaunlich werden müssen. Die vorgestellte Arbeit beschäftigt große Anzahl von Patienten mit Ope- Zur Darstellung der Pathologie sich mit dem interessanten Krank- rationskriterien selektioniert werden des Truncus coeliacus ist keine Bild- heitsbild des Kompressionssyndroms konnten, wären einige Erklärungen vorlage aus einem anderen Werk not- des Truncus coeliacus. Hierbei haben zur genauen Indikationsstellung nach wendig, da nur 3 Aortenrohre mit 2 die Autoren Characteristica herausge- klinischen, angiographischen und vor Gefäßabgängen gezeichnet sind. Die arbeitet, die eine Diagnostik mittels allem duplexsonographischen Krite- Anmahnung eines Druckfehlers be- Duplexsonographie ermöglichen. Von rien hilfreich gewesen. darf keines Kommentars. 61 untersuchten Patienten konnten 21 Zum letzten Kritikpunkt des mit ligamentärer Trunkusstenose ge- Kommentators: Literatur funden werden. Die Autoren legen Ein Vergleich der ligamentären Wert darauf zu unterscheiden zwi- Truncusstenose mit einem arterioskle- 1. Vollmar J Rekonstruktive Chirurgie der schen sog. fixierten und nicht fixier- rotischen Verschluß, der langsam un- Arterien, 4. Aufl. Thieme, Stuttgart ten Stenosen (während In- und Exspi- New York, S 378 ter Bildung von Kollateralen erfolgt, ration); 10 Patienten wurden operiert, ist natürlich weder möglich noch zu- H.C. Kogel 11 konservativ behandelt. Aus der Ar- lässig. Die Erklärung der abdominel- Dreifaltigkeits-Hospital, Klosterstraße 31, beit geht leider nicht hervor, welche len Schmerzen ist der sog. „hämody- D-59555 Lippstadt Kriterien für die konservative Be- namische Streß“ – ein Begriff, den handlung bei 11 Patienten bestanden, Müller AF [1] ins Spiel gebracht hat zumal bei diesen in 18% der Fälle ei- –, der durch einen vermehrten Blut- P. Walter ne Fixierung auch in Inspiration fest- entzug beim Essen bzw. postprandial R. Kubale gestellt werden konnte. Andernorts ist aus der A. mesenterica superior über G. Gross nachgewiesen, daß auch bei singulä- Pankreasarkaden zustande kommt. E. Beraneck ren, arteriosklerotisch bedingten Ver- Dieser Entzug ist übrigens auch in der schlüssen des Truncus coeliacus bei Stellungnahme der Autoren zum FCDS nachweisbar! offener A. mesenterica superior und Kommentar von Prof. Kogel Ich möchte Herrn Prof. Kogel für inferior Beschwerden von Patienten seinen Kommentar danken und die nicht beklagt werden. Daher haben In seinem Kommentar zum Kom- Gelegenheit nutzen, darauf hinzu- andere Autoren die perivaskuläre De- pressionssyndrom des Truncus co- weisen, daß die in unserer Arbeit nervierung als mögliche Ursache für eliacus vermißt Herr Kogel eine Er- präoperativ noch geforderte konven- einen chirurgischen Therapieerfolg klärung zur Indikationsstellung nach tionelle Zöliakomesentericographie angeführt. Dies wird jedoch in der klinischen, angiographischen und durch eine Kernspinangiographie er- vorliegenden Arbeit nicht diskutiert. duplexsonographischen Kriterien. setzt werden kann. Sicherlich ist es den Autoren entgan- Diese Kriterien sind sehr exakt im gen, daß die Darstellung der Morpho- Abschnitt „Material und Methodik“ Literatur – allerdings klein gedruckt – be- logie der pathologischen Veränderun- gen des Truncus coeliacus in Abb. 1 schrieben. Für die Einschleusung der 1. Müller AF (1992) Role of duplex nahezu identisch der Abb. 14/12 aus Patienten auf die operative Schiene Doppler ultrasound in the assessment wurde das in Abb. 5 dargestellte dem Werk von J. Vollmar [1] entlie- of patients with postprandial abdomi- hen ist (ein Zitat findet sich nicht). Schema verwendet. Bei den 11 nicht nal pain. GUT 33:460–465 Der erstbeschreibende Autor Harjola operierten Patienten besserten sich die Beschwerden und die Gewichts- P.T. ist im Literaturverzeichnis richtig P. Walter zitiert, wurde jedoch im Beginn des abnahme nach diätetischen Maßnah- Koblenzer Straße 91, D-54516 Wittlich http://www.deepdyve.com/assets/images/DeepDyve-Logo-lg.png Gefässchirurgie Springer Journals

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Publisher
Springer Berlin Heidelberg
Copyright
Copyright © 1999 by Springer-Verlag Berlin Heidelberg
Subject
Medicine & Public Health; Vascular Surgery
ISSN
0948-7034
eISSN
1434-3932
D.O.I.
10.1007/PL00010553
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Abstract

Gefässchirurgie (1999) 4:177 BRIEFE AN DIE HERAUSGEBER UND DISKUSSION © Springer-Verlag 1999 H.C. Kogel Textes orthographisch versehentlich men (S. 30, Material und Methodik). von den Autoren fehlerhaft übertra- Bei einer Patientin war die Trunkus- Das Kompressionssyndrom gen. stenose nicht fixiert. Sie wurde auf- Zusammenfassend hätte man sich grund ihres großen Leidensdruckes des Truncus coeliacus eine Erklärung der Gründe für eine nach Ausschluß aller anderen Ursa- Gefässchirurgie (1999) 4:28–33 konservative Behandlung der übrigen chen als „Ultima ratio“ operiert und 11 Patienten gewünscht, oder: “War- wurde der einzige Mißerfolg. Aber um wurden beispielsweise 20% Pati- gerade dies ist ein Indiz dafür, daß Kommentar zur Arbeit von P. Walter, R. Kubale, enten ohne Fixation dennoch ope- die ausgearbeiteten farbduplexsono- riert”. Abgesehen davon, daß inner- graphischen Kriterien eingehalten G. Gross, E. Beraneck halb von 2 Jahren eine erstaunlich werden müssen. Die vorgestellte Arbeit beschäftigt große Anzahl von Patienten mit Ope- Zur Darstellung der Pathologie sich mit dem interessanten Krank- rationskriterien selektioniert werden des Truncus coeliacus ist keine Bild- heitsbild des Kompressionssyndroms konnten, wären einige Erklärungen vorlage aus einem anderen Werk not- des Truncus coeliacus. Hierbei haben zur genauen Indikationsstellung nach wendig, da nur 3 Aortenrohre mit 2 die Autoren Characteristica herausge- klinischen, angiographischen und vor Gefäßabgängen gezeichnet sind. Die arbeitet, die eine Diagnostik mittels allem duplexsonographischen Krite- Anmahnung eines Druckfehlers be- Duplexsonographie ermöglichen. Von rien hilfreich gewesen. darf keines Kommentars. 61 untersuchten Patienten konnten 21 Zum letzten Kritikpunkt des mit ligamentärer Trunkusstenose ge- Kommentators: Literatur funden werden. Die Autoren legen Ein Vergleich der ligamentären Wert darauf zu unterscheiden zwi- Truncusstenose mit einem arterioskle- 1. Vollmar J Rekonstruktive Chirurgie der schen sog. fixierten und nicht fixier- rotischen Verschluß, der langsam un- Arterien, 4. Aufl. Thieme, Stuttgart ten Stenosen (während In- und Exspi- New York, S 378 ter Bildung von Kollateralen erfolgt, ration); 10 Patienten wurden operiert, ist natürlich weder möglich noch zu- H.C. Kogel 11 konservativ behandelt. Aus der Ar- lässig. Die Erklärung der abdominel- Dreifaltigkeits-Hospital, Klosterstraße 31, beit geht leider nicht hervor, welche len Schmerzen ist der sog. „hämody- D-59555 Lippstadt Kriterien für die konservative Be- namische Streß“ – ein Begriff, den handlung bei 11 Patienten bestanden, Müller AF [1] ins Spiel gebracht hat zumal bei diesen in 18% der Fälle ei- –, der durch einen vermehrten Blut- P. Walter ne Fixierung auch in Inspiration fest- entzug beim Essen bzw. postprandial R. Kubale gestellt werden konnte. Andernorts ist aus der A. mesenterica superior über G. Gross nachgewiesen, daß auch bei singulä- Pankreasarkaden zustande kommt. E. Beraneck ren, arteriosklerotisch bedingten Ver- Dieser Entzug ist übrigens auch in der schlüssen des Truncus coeliacus bei Stellungnahme der Autoren zum FCDS nachweisbar! offener A. mesenterica superior und Kommentar von Prof. Kogel Ich möchte Herrn Prof. Kogel für inferior Beschwerden von Patienten seinen Kommentar danken und die nicht beklagt werden. Daher haben In seinem Kommentar zum Kom- Gelegenheit nutzen, darauf hinzu- andere Autoren die perivaskuläre De- pressionssyndrom des Truncus co- weisen, daß die in unserer Arbeit nervierung als mögliche Ursache für eliacus vermißt Herr Kogel eine Er- präoperativ noch geforderte konven- einen chirurgischen Therapieerfolg klärung zur Indikationsstellung nach tionelle Zöliakomesentericographie angeführt. Dies wird jedoch in der klinischen, angiographischen und durch eine Kernspinangiographie er- vorliegenden Arbeit nicht diskutiert. duplexsonographischen Kriterien. setzt werden kann. Sicherlich ist es den Autoren entgan- Diese Kriterien sind sehr exakt im gen, daß die Darstellung der Morpho- Abschnitt „Material und Methodik“ Literatur – allerdings klein gedruckt – be- logie der pathologischen Veränderun- gen des Truncus coeliacus in Abb. 1 schrieben. Für die Einschleusung der 1. Müller AF (1992) Role of duplex nahezu identisch der Abb. 14/12 aus Patienten auf die operative Schiene Doppler ultrasound in the assessment wurde das in Abb. 5 dargestellte dem Werk von J. Vollmar [1] entlie- of patients with postprandial abdomi- hen ist (ein Zitat findet sich nicht). Schema verwendet. Bei den 11 nicht nal pain. GUT 33:460–465 Der erstbeschreibende Autor Harjola operierten Patienten besserten sich die Beschwerden und die Gewichts- P.T. ist im Literaturverzeichnis richtig P. Walter zitiert, wurde jedoch im Beginn des abnahme nach diätetischen Maßnah- Koblenzer Straße 91, D-54516 Wittlich

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GefässchirurgieSpringer Journals

Published: Aug 1, 1999

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