Software Made in Germany?

Software Made in Germany? Schwerpunkt | Kommentar Ein Mitarbeiter der Personalabteilung eines deutschen Robo- terherstellers erzählte mir, in der Ansehenshierarchie des Un- ternehmens stünden die Maschinenbauer ganz oben. Sie müssten extrem sorgfältig entwerfen und bauen, denn der Rückruf einer größeren Zahl der weltweit ausgelieferten Ge- räte wegen eines fehlerhaften Roboterarms würde das Unter- nehmen in sehr große Schwierigkeiten bringen. Darunter ran- gierten die Elektrotechniker. Bei Beanstandungen könnten diese ja dem Kunden eine modifizierte Platine senden oder Prof. Dr. Peter Mertens nur eine Anweisung, wie eine Verkabelung zu verändern wäre. arbeitet als emeritierter Professor der Am wenigsten geachtet wären die Informatiker, denn sie Wirtschaftsinformatik an der Universität würden auf Kundenbeschwerden einfach antworten: „Wir Erlangen-Nürnberg. Gegenwärtig ist es werden das mit dem nächsten ‚Release‘ durch ein paar verän- sein Hauptprojekt, die Meinungen zu den derte Programmzeilen beheben.“ großen Herausforderungen („Grand Chal- In einem Uhrengeschäft konnte sich der Kunde vor mir lenges)“ an das Fach zu sammeln. nicht zwischen einer japanischen Armbanduhr und dem Fa- brikat eines Herstellers aus der Schweiz entscheiden. Schließ- lich argumentierte der Verkäufer: „Wenn Sie das Schweizer Modell wählen, haben Sie eine Uhr, die es in dieser Form noch nach 20 Jahren geben wird. Die Japaner ändern ihre Modelle in wenigen Jahren http://www.deepdyve.com/assets/images/DeepDyve-Logo-lg.png Wirtschaftsinformatik & Management Springer Journals

Software Made in Germany?

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Publisher
Gabler Verlag
Copyright
Copyright © 2014 by Springer Gabler
Subject
Economics / Management Science; Business Information Systems
ISSN
1867-5905
eISSN
1867-5913
D.O.I.
10.1365/s35764-014-0401-0
Publisher site
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Abstract

Schwerpunkt | Kommentar Ein Mitarbeiter der Personalabteilung eines deutschen Robo- terherstellers erzählte mir, in der Ansehenshierarchie des Un- ternehmens stünden die Maschinenbauer ganz oben. Sie müssten extrem sorgfältig entwerfen und bauen, denn der Rückruf einer größeren Zahl der weltweit ausgelieferten Ge- räte wegen eines fehlerhaften Roboterarms würde das Unter- nehmen in sehr große Schwierigkeiten bringen. Darunter ran- gierten die Elektrotechniker. Bei Beanstandungen könnten diese ja dem Kunden eine modifizierte Platine senden oder Prof. Dr. Peter Mertens nur eine Anweisung, wie eine Verkabelung zu verändern wäre. arbeitet als emeritierter Professor der Am wenigsten geachtet wären die Informatiker, denn sie Wirtschaftsinformatik an der Universität würden auf Kundenbeschwerden einfach antworten: „Wir Erlangen-Nürnberg. Gegenwärtig ist es werden das mit dem nächsten ‚Release‘ durch ein paar verän- sein Hauptprojekt, die Meinungen zu den derte Programmzeilen beheben.“ großen Herausforderungen („Grand Chal- In einem Uhrengeschäft konnte sich der Kunde vor mir lenges)“ an das Fach zu sammeln. nicht zwischen einer japanischen Armbanduhr und dem Fa- brikat eines Herstellers aus der Schweiz entscheiden. Schließ- lich argumentierte der Verkäufer: „Wenn Sie das Schweizer Modell wählen, haben Sie eine Uhr, die es in dieser Form noch nach 20 Jahren geben wird. Die Japaner ändern ihre Modelle in wenigen Jahren

Journal

Wirtschaftsinformatik & ManagementSpringer Journals

Published: Mar 27, 2014

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