Sind Sie sicher?

Sind Sie sicher? EDITORIAL IT-Sicherheit ist eines der Themen, über die in der Tagespres- se am häufigsten geschrieben wird. Meist geht es dann um den Missbrauch vertraulicher Daten oder das Hacken von Bankverbindungen. So leicht wie noch vor wenigen Jahren machen es heute die wenigsten privaten Internetnutzer den Online-Kriminellen – WLAN-Zugänge sind mittlerweile fast flächendeckend verschlüsselt. Gleichzeitig wächst die Er- kenntnis: Absolute Sicherheit gibt es nicht. Jedes System kann prinzipiell geknackt werden. Die Frage ist lediglich, ob der dazu nötige Aufwand den möglichen Nutzen übersteigt. Das gilt genauso für Unternehmen. Hier taucht Sicherheit zunächst als reiner Kostenfaktor auf. Eine erfolgreiche Inves- tition in IT-Sicherheit zeichnet sich ja gerade dadurch aus, dass eben nichts passiert. Man merkt also erst dann etwas, wenn man nicht genug Geld in die Hand genommen hat. Chefredakteur Peter Pagel Noch brisanter wird das Ganze in Verbindung mit dem The- ma Compliance. Wenn aufgrund mangelnder Sicherheits- einrichtungen staatliche Regularien nicht erfüllt werden, kann das im schlimmsten Fall das Aus für ein Unternehmen bedeuten. Investitionen in IT-Sicherheit sind also unverzichtbar – auch in Zeiten, in denen jegliche Geldausgabe infrage gestellt wird. Was aber keinesfalls vergessen werden darf: Sicherheit beschränkt sich nicht auf die richtige Technik. Eines der größten Risiken für Unternehmen geht von den eigenen Mitarbeitern aus. Ist der Datenzugriff innerhalb der Firma allzu großzügig geregelt, darf man sich nicht wundern, wenn demnächst die Konkurrenz mit Insider- Informationen versorgt wird. Klassisch ist beispielsweise der Fall, dass Auszubildende, die ja verschiedene Abtei- lungen im Unternehmen durchlaufen, nach einem Jahr Zugriffsrechte für nahezu jeden Bereich im Unternehmen haben. Also, nicht vergessen: Rechtevergabe ist wichtig – Rechterücknahme aber mindestens genauso … Kommen Sie sicher nach Hause, Ihr Peter Pagel WuM 03 . 2009 http://www.deepdyve.com/assets/images/DeepDyve-Logo-lg.png Wirtschaftsinformatik & Management Springer Journals

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Copyright © 2009 by Springer Fachmedien Wiesbaden
Subject
Economics / Management Science; Business Information Systems
ISSN
1867-5905
eISSN
1867-5913
D.O.I.
10.1007/BF03248194
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Abstract

EDITORIAL IT-Sicherheit ist eines der Themen, über die in der Tagespres- se am häufigsten geschrieben wird. Meist geht es dann um den Missbrauch vertraulicher Daten oder das Hacken von Bankverbindungen. So leicht wie noch vor wenigen Jahren machen es heute die wenigsten privaten Internetnutzer den Online-Kriminellen – WLAN-Zugänge sind mittlerweile fast flächendeckend verschlüsselt. Gleichzeitig wächst die Er- kenntnis: Absolute Sicherheit gibt es nicht. Jedes System kann prinzipiell geknackt werden. Die Frage ist lediglich, ob der dazu nötige Aufwand den möglichen Nutzen übersteigt. Das gilt genauso für Unternehmen. Hier taucht Sicherheit zunächst als reiner Kostenfaktor auf. Eine erfolgreiche Inves- tition in IT-Sicherheit zeichnet sich ja gerade dadurch aus, dass eben nichts passiert. Man merkt also erst dann etwas, wenn man nicht genug Geld in die Hand genommen hat. Chefredakteur Peter Pagel Noch brisanter wird das Ganze in Verbindung mit dem The- ma Compliance. Wenn aufgrund mangelnder Sicherheits- einrichtungen staatliche Regularien nicht erfüllt werden, kann das im schlimmsten Fall das Aus für ein Unternehmen bedeuten. Investitionen in IT-Sicherheit sind also unverzichtbar – auch in Zeiten, in denen jegliche Geldausgabe infrage gestellt wird. Was aber keinesfalls vergessen werden darf: Sicherheit beschränkt sich nicht auf die richtige Technik. Eines der größten Risiken für Unternehmen geht von den eigenen Mitarbeitern aus. Ist der Datenzugriff innerhalb der Firma allzu großzügig geregelt, darf man sich nicht wundern, wenn demnächst die Konkurrenz mit Insider- Informationen versorgt wird. Klassisch ist beispielsweise der Fall, dass Auszubildende, die ja verschiedene Abtei- lungen im Unternehmen durchlaufen, nach einem Jahr Zugriffsrechte für nahezu jeden Bereich im Unternehmen haben. Also, nicht vergessen: Rechtevergabe ist wichtig – Rechterücknahme aber mindestens genauso … Kommen Sie sicher nach Hause, Ihr Peter Pagel WuM 03 . 2009

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Wirtschaftsinformatik & ManagementSpringer Journals

Published: Jul 20, 2012

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