Sekundäre Nervenrekonstruktionen

Sekundäre Nervenrekonstruktionen Bei peripheren Nervenschäden ist aus unterschiedlichen Gründen nicht immer eine primäre Rekonstruktion möglich. Dennoch sollte eine schnellstmögliche Reinnervation der Zielorgane angestrebt werden. Das Zeitfenster für die Rekonstruktion motorischer Zielorgane beträgt 18 Monate, für sensible Zielorgane ca. 3 Jahre. Nach Ablauf von 12 Wochen ohne klinische oder neurophysiologische Reinnervationszeichen unter konservativer Therapie sollten daher operative Revisionen erwogen werden. Im Rahmen sekundärer Rekonstruktionen können kleinere Defektstrecken mit resorbierbaren Conduits oder azellulären Allografts überbrückt werden. Bei größeren Defektstrecken >5 cm bleibt der Goldstandard das autologe Nerveninterponat. Durch handgelenknahe Nerventranspositionen lassen sich die Zielorgane früher erreichen und deren irreversible Degeneration vermeiden. Als Rettungsoperationen für funktionslose Muskelgruppen stehen motorische Ersatzplastiken und funktionelle Muskeltransfers zur Verfügung. http://www.deepdyve.com/assets/images/DeepDyve-Logo-lg.png Trauma und Berufskrankheit Springer Journals

Sekundäre Nervenrekonstruktionen

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Publisher
Springer Medizin
Copyright
Copyright © 2017 by Springer Medizin Verlag Berlin
Subject
Medicine & Public Health; Traumatic Surgery
ISSN
1436-6274
eISSN
1436-6282
D.O.I.
10.1007/s10039-017-0265-7
Publisher site
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Abstract

Bei peripheren Nervenschäden ist aus unterschiedlichen Gründen nicht immer eine primäre Rekonstruktion möglich. Dennoch sollte eine schnellstmögliche Reinnervation der Zielorgane angestrebt werden. Das Zeitfenster für die Rekonstruktion motorischer Zielorgane beträgt 18 Monate, für sensible Zielorgane ca. 3 Jahre. Nach Ablauf von 12 Wochen ohne klinische oder neurophysiologische Reinnervationszeichen unter konservativer Therapie sollten daher operative Revisionen erwogen werden. Im Rahmen sekundärer Rekonstruktionen können kleinere Defektstrecken mit resorbierbaren Conduits oder azellulären Allografts überbrückt werden. Bei größeren Defektstrecken >5 cm bleibt der Goldstandard das autologe Nerveninterponat. Durch handgelenknahe Nerventranspositionen lassen sich die Zielorgane früher erreichen und deren irreversible Degeneration vermeiden. Als Rettungsoperationen für funktionslose Muskelgruppen stehen motorische Ersatzplastiken und funktionelle Muskeltransfers zur Verfügung.

Journal

Trauma und BerufskrankheitSpringer Journals

Published: Jun 2, 2017

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