SegregationundChancengerechtigkeit: EineMehrebenen-Cross-Country-Analyse

SegregationundChancengerechtigkeit: EineMehrebenen-Cross-Country-Analyse Ein wesentlicher Anspruch von inklusiver Bildung ist die Förderung von Chancengerechtigkeit. Jede Form von Segregation steht dem Prozess hin zu einer Schule für alle entgegen. Unter Verwendung der PISA 2012 Daten von 27 europäischen Ländern wird der Frage nachgegangen, ob Länder mit einem geringeren Ausmaß an Segregation auch ein höheres Ausmaß an Chancengerechtigkeit aufweisen. Als Messungen der Segregation auf Systemebene werden der Anteil der in Sonderschulen bzw. -klassen segregierten Schüler/innen mit sonderpädagogischen Förderbedarf (SPF) an der Gesamtheit der Pflichtschüler/innen und ein Index der sozialen Segregation herangezogen. Als Messung der Chancengerechtigkeit wird der Einfluss des Sozialstatus auf die Leistungen (Mathematik und Lesen) verwendet. Die Ergebnisse zeigen, dass die SPF-Segregation und die soziale Segregation auf Systemebene nicht signifikant korreliert sind. Des Weiteren fällt der Einfluss des Sozialstatus auf die Leistungen in Ländern mit einem geringen Segregationsausmaß geringer aus. Anschließende Dreiebenenanalysen zeigen, dass in Ländern mit einer stärkeren sozialen Segregation und einer damit verbundenen höheren Homogenität der zwischenschulische Effekt des Sozialstatus auf die Leistungen (Mathematik) stärker ausfällt, jedoch der innerschulische Effekt schwächer ist. Nach Kontrolle des Grads der äußeren Differenzierung der Länder verschwinden die Effekte der sozialen Segregation weitgehend. Die Implikationen dieser Befunde werden abschließend diskutiert. http://www.deepdyve.com/assets/images/DeepDyve-Logo-lg.png Zeitschrift für Bildungsforschung Springer Journals

SegregationundChancengerechtigkeit: EineMehrebenen-Cross-Country-Analyse

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Publisher
Springer Journals
Copyright
Copyright © 2016 by Springer Fachmedien Wiesbaden
Subject
Social Sciences; Social Sciences, general
ISSN
2190-6890
eISSN
2190-6904
D.O.I.
10.1007/s35834-016-0167-y
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Abstract

Ein wesentlicher Anspruch von inklusiver Bildung ist die Förderung von Chancengerechtigkeit. Jede Form von Segregation steht dem Prozess hin zu einer Schule für alle entgegen. Unter Verwendung der PISA 2012 Daten von 27 europäischen Ländern wird der Frage nachgegangen, ob Länder mit einem geringeren Ausmaß an Segregation auch ein höheres Ausmaß an Chancengerechtigkeit aufweisen. Als Messungen der Segregation auf Systemebene werden der Anteil der in Sonderschulen bzw. -klassen segregierten Schüler/innen mit sonderpädagogischen Förderbedarf (SPF) an der Gesamtheit der Pflichtschüler/innen und ein Index der sozialen Segregation herangezogen. Als Messung der Chancengerechtigkeit wird der Einfluss des Sozialstatus auf die Leistungen (Mathematik und Lesen) verwendet. Die Ergebnisse zeigen, dass die SPF-Segregation und die soziale Segregation auf Systemebene nicht signifikant korreliert sind. Des Weiteren fällt der Einfluss des Sozialstatus auf die Leistungen in Ländern mit einem geringen Segregationsausmaß geringer aus. Anschließende Dreiebenenanalysen zeigen, dass in Ländern mit einer stärkeren sozialen Segregation und einer damit verbundenen höheren Homogenität der zwischenschulische Effekt des Sozialstatus auf die Leistungen (Mathematik) stärker ausfällt, jedoch der innerschulische Effekt schwächer ist. Nach Kontrolle des Grads der äußeren Differenzierung der Länder verschwinden die Effekte der sozialen Segregation weitgehend. Die Implikationen dieser Befunde werden abschließend diskutiert.

Journal

Zeitschrift für BildungsforschungSpringer Journals

Published: Oct 24, 2016

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