Recht so?

Recht so? EDITORIAL Auf juristisch schwieriges Terrain gelangt man als Laie oft unverhofft. Gerade, wenn es um das weite Feld des World- WideWeb geht gibt es unzählige Fallstricke. Entgegen im- mer wieder verbreiteter Falschmeldungen ist das Internet nämlich keineswegs eine rechtsfreie Zone – eher das Gegen- teil ist der Fall. Schnell verstößt man beispielsweise gegen die Persönlich- keitsrechte Dritter oder begeht eine Marken- oder Urheber- rechtsverletzung. Gerade, weil es im Internet vergleichswei- se einfach ist, ein neues Angebot aufzubauen und mit In- halten aus unterschiedlichen Quellen zu füllen, tappt man besonders schnell in rechtliche Fettnäpfchen. Für Unterneh- men kann das im Zweifelsfall richtig teuer werden. Durchaus kompliziert ist auch das Verhältnis zu den eigenen Mitarbeitern. Was darf ich verbieten? Ist es erlaubt, Chefredakteur Peter Pagel E-Mails zu lesen und wenn ja, alle oder nur bestimmte? Kann ich auch zu viel verbieten? Die letzte Frage stellt sich etwa im Zusammenhang mit sozialen Netzwerken – wer sich große Sorgen darum macht, dass seine Mitarbeiter » Entgegen immer wieder verbreiteter Falschmeldungen ist das Internet keineswegs eine rechtsfreie Zone. « eventuell während der Arbeitszeit private Kontakte online pflegen – und deshalb den Zugriff auf solche Services un- tersagt – verhindert ungewollt gleichzeitig die Pflege beruf- licher Kontakte, die ja wiederum im Interesse des Unterneh- mens liegen. Gerade Menschen mit großer Web-2.0-Affi- nität trennen zunehmend kaum noch zwischen beruflich und privat. Verbieten Sie also nicht zu viel – Sie vergraulen sonst die Digital Natives beziehungsweise verhindern, dass diese Eingeborenen des Internets ihr volles Potenzial aus- schöpfen. Alles Gute wünscht, Ihr Peter Pagel WuM 01 . 2010 http://www.deepdyve.com/assets/images/DeepDyve-Logo-lg.png Wirtschaftsinformatik & Management Springer Journals
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Publisher
Gabler Verlag
Copyright
Copyright © 2010 by Springer Fachmedien Wiesbaden
Subject
Economics / Management Science; Business Information Systems
ISSN
1867-5905
eISSN
1867-5913
D.O.I.
10.1007/BF03248222
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Abstract

EDITORIAL Auf juristisch schwieriges Terrain gelangt man als Laie oft unverhofft. Gerade, wenn es um das weite Feld des World- WideWeb geht gibt es unzählige Fallstricke. Entgegen im- mer wieder verbreiteter Falschmeldungen ist das Internet nämlich keineswegs eine rechtsfreie Zone – eher das Gegen- teil ist der Fall. Schnell verstößt man beispielsweise gegen die Persönlich- keitsrechte Dritter oder begeht eine Marken- oder Urheber- rechtsverletzung. Gerade, weil es im Internet vergleichswei- se einfach ist, ein neues Angebot aufzubauen und mit In- halten aus unterschiedlichen Quellen zu füllen, tappt man besonders schnell in rechtliche Fettnäpfchen. Für Unterneh- men kann das im Zweifelsfall richtig teuer werden. Durchaus kompliziert ist auch das Verhältnis zu den eigenen Mitarbeitern. Was darf ich verbieten? Ist es erlaubt, Chefredakteur Peter Pagel E-Mails zu lesen und wenn ja, alle oder nur bestimmte? Kann ich auch zu viel verbieten? Die letzte Frage stellt sich etwa im Zusammenhang mit sozialen Netzwerken – wer sich große Sorgen darum macht, dass seine Mitarbeiter » Entgegen immer wieder verbreiteter Falschmeldungen ist das Internet keineswegs eine rechtsfreie Zone. « eventuell während der Arbeitszeit private Kontakte online pflegen – und deshalb den Zugriff auf solche Services un- tersagt – verhindert ungewollt gleichzeitig die Pflege beruf- licher Kontakte, die ja wiederum im Interesse des Unterneh- mens liegen. Gerade Menschen mit großer Web-2.0-Affi- nität trennen zunehmend kaum noch zwischen beruflich und privat. Verbieten Sie also nicht zu viel – Sie vergraulen sonst die Digital Natives beziehungsweise verhindern, dass diese Eingeborenen des Internets ihr volles Potenzial aus- schöpfen. Alles Gute wünscht, Ihr Peter Pagel WuM 01 . 2010

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Wirtschaftsinformatik & ManagementSpringer Journals

Published: Jul 20, 2012

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