Phytotherapie bei psychiatrischen Erkrankungen

Phytotherapie bei psychiatrischen Erkrankungen Leitthema Nervenarzt 2018 · 89:1009–1013 D. Anheyer · H. Haller · P. Klose · H. Cramer · G. Dobos https://doi.org/10.1007/s00115-018-0539-8 Klinik für Naturheilkunde und Integrative Medizin, Knappschafts-Krankenhaus, Kliniken Essen-Mitte, Online publiziert: 30. Mai 2018 Essen, Deutschland © Springer Medizin Verlag GmbH, ein Teil von Springer Nature 2018 Phytotherapie bei psychiatrischen Erkrankungen Patienten unter Johanniskrauttherapie eine additive Wirkung der Kombination Hintergrund signifikant weniger Nebenwirkungen als vonSafranund Kurkuma. Diesekonnte Nach der Deutschen Gesellschaft für unter Standardantidepressiva [3, 17]. allerdings nicht bestätigt werden. Die Ef- Phytotherapie versteht man unter Phy- fektstärken verschiedener Kurkumado- totherapie „die Heilung, Linderung und sen und Kombinationen mit Safran zeig- Johanniskraut sollte unter Vorbeugung von Krankheiten und Be- ten sich als ähnlich groß. Eine additive fachkundlicher, ärztlicher schwerden durch Arzneipflanzen und Wirkung konnte somit nicht nachgewie- Kontrolle eingenommen werden daraus hergestellten Arzneimitteln [7].“ sen werden [18]. Phytopharmaka sind zumeist zugelas- Eine weitere systematische Über- sene oder registrierte Arzneimittel, die Da es bisher jedoch noch keine Lang- sichtsarbeit konnte randomisierte und unter Berücksichtigung aller arznei- zeituntersuchungen gibt und vielfältige kontrollierte Studien zu antidepressi- mittelrechtlichenVorgabenauf ihre Wechselwirkungen zwischen Johannis- ven Effekten von Lavendel (Lavandula Wirksamkeit, Sicherheit und Qualität krautundanderenPsychopharmaka,An- augustifolia), Kaukasischem Nattern- überprüft wurden. Traditionell ist die tikoagulanzien, Zytostatika und http://www.deepdyve.com/assets/images/DeepDyve-Logo-lg.png Der Nervenarzt Springer Journals

Phytotherapie bei psychiatrischen Erkrankungen

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Publisher
Springer Journals
Copyright
Copyright © 2018 by Springer Medizin Verlag GmbH, ein Teil von Springer Nature
Subject
Medicine & Public Health; Medicine/Public Health, general; Neurology; Neurosurgery; Psychiatry; Psychotherapy
ISSN
0028-2804
eISSN
1433-0407
D.O.I.
10.1007/s00115-018-0539-8
Publisher site
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Abstract

Leitthema Nervenarzt 2018 · 89:1009–1013 D. Anheyer · H. Haller · P. Klose · H. Cramer · G. Dobos https://doi.org/10.1007/s00115-018-0539-8 Klinik für Naturheilkunde und Integrative Medizin, Knappschafts-Krankenhaus, Kliniken Essen-Mitte, Online publiziert: 30. Mai 2018 Essen, Deutschland © Springer Medizin Verlag GmbH, ein Teil von Springer Nature 2018 Phytotherapie bei psychiatrischen Erkrankungen Patienten unter Johanniskrauttherapie eine additive Wirkung der Kombination Hintergrund signifikant weniger Nebenwirkungen als vonSafranund Kurkuma. Diesekonnte Nach der Deutschen Gesellschaft für unter Standardantidepressiva [3, 17]. allerdings nicht bestätigt werden. Die Ef- Phytotherapie versteht man unter Phy- fektstärken verschiedener Kurkumado- totherapie „die Heilung, Linderung und sen und Kombinationen mit Safran zeig- Johanniskraut sollte unter Vorbeugung von Krankheiten und Be- ten sich als ähnlich groß. Eine additive fachkundlicher, ärztlicher schwerden durch Arzneipflanzen und Wirkung konnte somit nicht nachgewie- Kontrolle eingenommen werden daraus hergestellten Arzneimitteln [7].“ sen werden [18]. Phytopharmaka sind zumeist zugelas- Eine weitere systematische Über- sene oder registrierte Arzneimittel, die Da es bisher jedoch noch keine Lang- sichtsarbeit konnte randomisierte und unter Berücksichtigung aller arznei- zeituntersuchungen gibt und vielfältige kontrollierte Studien zu antidepressi- mittelrechtlichenVorgabenauf ihre Wechselwirkungen zwischen Johannis- ven Effekten von Lavendel (Lavandula Wirksamkeit, Sicherheit und Qualität krautundanderenPsychopharmaka,An- augustifolia), Kaukasischem Nattern- überprüft wurden. Traditionell ist die tikoagulanzien, Zytostatika und

Journal

Der NervenarztSpringer Journals

Published: May 30, 2018

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