Neues aus der Presse

Neues aus der Presse gesunde Pflanzen (2017) 69:159–163 DOi 10.1007/s10343-017-0400-1 Mitteilungen Online publiziert: 4. August 2017 © Springer-Verlag gmbH Deutschland 2017 Netzwerke statt Selbstversorgung: Alpen. Diese unterscheiden sich zwar von den Waldorchide- Wiesenorchideen überraschen Bayreuther en durch einen deutlich geringeren Anteil des Kohlenstoff- Forscher isotops 13C. Doch die Wasserstoff- und Stickstoff-isotope 2H und 15n sowie die Stickstoff-Konzentrationen sind bei Das Forschungsteam um Prof. Dr. gerhard gebauer an der den Wiesenorchideen signifikant erhöht. „Diese ergebnisse universität Bayreuth hat erst vor wenigen Jahren entdeckt, haben uns überrascht. in Verbindung mit isotopen-Analysen dass grünblättrige Orchideen, die auf Waldböden unter stark an weiteren Pflanzen erlauben sie den Schluss, dass die mit eingeschränkten lichtverhältnissen leben, mit ihren Wur - Sonnenlicht gut versorgten Orchideen sich dennoch lieber zeln benachbarte Pilze ‚anzapfen‘. So stocken sie den durch mit Pilzen zusammentun, als sich – wie sie es könnten – eigene Photosynthese erzeugten Kohlenstoffvorrat auf und ganz selbständig zu ernähren“, erklärt Prof. gebauer, leiter können ihren Bedarf vollständig decken. Dabei kommt es des labors für isotopen-Biogeochemie. häufig zu Dreierbeziehungen, weil einige der von Orchi- Was veranlasst die Orchideen dazu, die eigenen Photo- deen ‚angezapften‘ Pilzarten ihrerseits in einer Symbiose synthese-Potenziale nicht auszuschöpfen? „Wir vermuten, mit Waldbäumen leben. Die Wissenschaftler können sol- dass http://www.deepdyve.com/assets/images/DeepDyve-Logo-lg.png Gesunde Pflanzen Springer Journals

Neues aus der Presse

Gesunde Pflanzen , Volume 69 (3) – Aug 4, 2017

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Publisher
Springer Berlin Heidelberg
Copyright
Copyright © 2017 by Springer-Verlag GmbH Deutschland
Subject
Life Sciences; Plant Pathology; Agriculture
ISSN
0367-4223
eISSN
1439-0345
D.O.I.
10.1007/s10343-017-0400-1
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Abstract

gesunde Pflanzen (2017) 69:159–163 DOi 10.1007/s10343-017-0400-1 Mitteilungen Online publiziert: 4. August 2017 © Springer-Verlag gmbH Deutschland 2017 Netzwerke statt Selbstversorgung: Alpen. Diese unterscheiden sich zwar von den Waldorchide- Wiesenorchideen überraschen Bayreuther en durch einen deutlich geringeren Anteil des Kohlenstoff- Forscher isotops 13C. Doch die Wasserstoff- und Stickstoff-isotope 2H und 15n sowie die Stickstoff-Konzentrationen sind bei Das Forschungsteam um Prof. Dr. gerhard gebauer an der den Wiesenorchideen signifikant erhöht. „Diese ergebnisse universität Bayreuth hat erst vor wenigen Jahren entdeckt, haben uns überrascht. in Verbindung mit isotopen-Analysen dass grünblättrige Orchideen, die auf Waldböden unter stark an weiteren Pflanzen erlauben sie den Schluss, dass die mit eingeschränkten lichtverhältnissen leben, mit ihren Wur - Sonnenlicht gut versorgten Orchideen sich dennoch lieber zeln benachbarte Pilze ‚anzapfen‘. So stocken sie den durch mit Pilzen zusammentun, als sich – wie sie es könnten – eigene Photosynthese erzeugten Kohlenstoffvorrat auf und ganz selbständig zu ernähren“, erklärt Prof. gebauer, leiter können ihren Bedarf vollständig decken. Dabei kommt es des labors für isotopen-Biogeochemie. häufig zu Dreierbeziehungen, weil einige der von Orchi- Was veranlasst die Orchideen dazu, die eigenen Photo- deen ‚angezapften‘ Pilzarten ihrerseits in einer Symbiose synthese-Potenziale nicht auszuschöpfen? „Wir vermuten, mit Waldbäumen leben. Die Wissenschaftler können sol- dass

Journal

Gesunde PflanzenSpringer Journals

Published: Aug 4, 2017

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