Ministerium will E-Card-App noch dieses Jahr vorstellen

Ministerium will E-Card-App noch dieses Jahr vorstellen AUS D E R PR A X I S VO N HAUSAR Z T ZU HAUSAR Z T Dr. Gerd W. Zimmermann Facharzt für Ministerium will E-Card-App Allgemeinmedizin Kapellenstraße 9 D-65719 Hofheim noch dieses Jahr vorstellen Nach den jüngsten Diskussionen und rium um eine Klarstellung gebeten. Das ihren eigenen Kommunikationsdienst Spekulationen über die Zukun der Haus von Jens Spahn teilte darau�in KV-Connect vor. Damit sollen Daten elektronischen Gesundheitskarte hat die mit, dass die Politik an der Telematik- aus dem Praxisverwaltungs- oder Kran- KBV beim Bundesgesundheitsministe- infrastruktur (TI) festhalte und der Auf - kenhausinformationssystem an Mobil- bau zügig fortgesetzt werden soll. Dies geräte übertragen werden können, und umfasse auch die ‰ächendeckende Ins- zwar von Ende zu Ende verschlüsselt. tallation der Konnektoren in den Pra- xen. Das so entstehende Gesundheits- MMW KOMM E NTAR netz stelle die notwendige Basis für alle Ungewöhnlich konkret wird die KBV bei der wichtigen Digitalisierungsvorhaben im Empfehlung zur Konnektorinstallation im Gesundheitsbereich dar. 2. Halbjahr 2018. Sie berichtet, dass die Ver- Das Ministerium betonte auch, dass handlungen mit dem GKV-Spitzenverband es den Zugang für Versicherte erleich- über die Erstausstattungspauschale für das tern wolle. Bald soll es neben der E-Card 3. und 4. Quartal 2018 noch laufen – und weitere Möglichkeiten geben, sich zu dass eine kurzfristige Einigung nicht mehr identi“zieren – z. B. mit seinem Smart- ausgeschlossen sei. Den Ärzten und Psycho- phone. Versicherte könnten dann auch therapeuten rät die KBV, die notwendigen über eine App an ihre Patientendaten Komponenten für die TI-Anbindung erst zu kommen. Details sollen spätestens nach bestellen, wenn feststeht, dass die Kranken- der Sommerpause vorgestellt werden. kassen die Ausstattung auch im 2. Halbjahr Die KBV sieht solche mobilen Lösun- in voller Höhe “nanzieren. Ansonsten beste- gen ebenfalls positiv und bereitet bereits he die Gefahr, dass man auf einem Teil der Sind die Tage der Plastikkarten bald gezählt? eine Schnittstelle für Mobilgeräte für Kosten sitzenbleibt. Kopien aus der Patientenakte berechnen Im § 630g BGB wird dem Patienten bezogen, vom Patienten unterschrieben orientieren. Dort werden 50 Cent pro Seite ein Recht auf unverzügliche Einsicht in und höchstens einige Monate alt. Darauf (bis DIN A3) für die ersten 50 Kopien oder die Patientenakte eingeräumt. Auch Ko- sollte angesichts der neuen EU-Daten- Ausdrucke in schwarz-weiß, danach 15 Cent pien darf er anfertigen. Von einem Recht schutzgrundverordnung besonders pe- pro Seite genannt. Für Kopien oder Ausdru- auf kostenfreie Vorlage steht dort aber nibel geachtet werden. cke in Farbe können 1 Euro bzw. 50 Cent be- nichts. Vielmehr ist im § 630c BGB mit rechnet werden, für die Überlassung Verweis auf § 811 BGB festgehalten, dass MMW KOMM E NTAR elektronischer Daten 1,50 Euro je Datei, ma- immer derjenige die Kosten tragen muss, Bei der Rechnungsstellung kommt die Nr. 96 ximal aber nur 5 Euro für die in einem Ar- der die Kopien verlangt. GOÄ, die Schreibgebühr von 17 Cent pro Seite, beitsgang überlassenen Dokumente. Meist ist das der Patient selbst, es nicht in Betracht. Sie gilt nur für Gutachten- Sofern man die Unterlagen zuschickt, kön- kann aber auch jemand sein, dem er die- kopien (Nrn. 80 und 85) und Indikationsbe- nen zusätzlich die Portokosten geltend ge- ses Recht übertragen hat, z. B. eine Ver- scheinigungen (Nr. 90). Bei Kopien aus macht werden. Nach einem Urteil des sicherung, Angehörige oder ein Rechts- Behandlungsunterlagen sollte man sich des- Saarländischen Oberlandesgerichts von anwalt. Dann muss eine Entbindung von halb nicht an der GOÄ, sondern am Justiz- 2016 ist es außerdem möglich, einen Vor- der Schweigep‰icht vorliegen – anlass- Vergütungs-Entschädigungs-Gesetz (JVEG) schuss zu verlangen (Az.: 1 U 57/16). 22 MMW Fortschritte der Medizin 2018 . 10 / 160 © Tinpixels / Getty Images / iStock http://www.deepdyve.com/assets/images/DeepDyve-Logo-lg.png MMW - Fortschritte der Medizin Springer Journals

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Publisher
Springer Journals
Copyright
Copyright © 2018 by Springer Medizin Verlag GmbH, ein Teil von Springer Nature
Subject
Medicine & Public Health; General Practice / Family Medicine; Internal Medicine
ISSN
1438-3276
eISSN
1613-3560
D.O.I.
10.1007/s15006-018-0560-7
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Abstract

AUS D E R PR A X I S VO N HAUSAR Z T ZU HAUSAR Z T Dr. Gerd W. Zimmermann Facharzt für Ministerium will E-Card-App Allgemeinmedizin Kapellenstraße 9 D-65719 Hofheim noch dieses Jahr vorstellen Nach den jüngsten Diskussionen und rium um eine Klarstellung gebeten. Das ihren eigenen Kommunikationsdienst Spekulationen über die Zukun der Haus von Jens Spahn teilte darau�in KV-Connect vor. Damit sollen Daten elektronischen Gesundheitskarte hat die mit, dass die Politik an der Telematik- aus dem Praxisverwaltungs- oder Kran- KBV beim Bundesgesundheitsministe- infrastruktur (TI) festhalte und der Auf - kenhausinformationssystem an Mobil- bau zügig fortgesetzt werden soll. Dies geräte übertragen werden können, und umfasse auch die ‰ächendeckende Ins- zwar von Ende zu Ende verschlüsselt. tallation der Konnektoren in den Pra- xen. Das so entstehende Gesundheits- MMW KOMM E NTAR netz stelle die notwendige Basis für alle Ungewöhnlich konkret wird die KBV bei der wichtigen Digitalisierungsvorhaben im Empfehlung zur Konnektorinstallation im Gesundheitsbereich dar. 2. Halbjahr 2018. Sie berichtet, dass die Ver- Das Ministerium betonte auch, dass handlungen mit dem GKV-Spitzenverband es den Zugang für Versicherte erleich- über die Erstausstattungspauschale für das tern wolle. Bald soll es neben der E-Card 3. und 4. Quartal 2018 noch laufen – und weitere Möglichkeiten geben, sich zu dass eine kurzfristige Einigung nicht mehr identi“zieren – z. B. mit seinem Smart- ausgeschlossen sei. Den Ärzten und Psycho- phone. Versicherte könnten dann auch therapeuten rät die KBV, die notwendigen über eine App an ihre Patientendaten Komponenten für die TI-Anbindung erst zu kommen. Details sollen spätestens nach bestellen, wenn feststeht, dass die Kranken- der Sommerpause vorgestellt werden. kassen die Ausstattung auch im 2. Halbjahr Die KBV sieht solche mobilen Lösun- in voller Höhe “nanzieren. Ansonsten beste- gen ebenfalls positiv und bereitet bereits he die Gefahr, dass man auf einem Teil der Sind die Tage der Plastikkarten bald gezählt? eine Schnittstelle für Mobilgeräte für Kosten sitzenbleibt. Kopien aus der Patientenakte berechnen Im § 630g BGB wird dem Patienten bezogen, vom Patienten unterschrieben orientieren. Dort werden 50 Cent pro Seite ein Recht auf unverzügliche Einsicht in und höchstens einige Monate alt. Darauf (bis DIN A3) für die ersten 50 Kopien oder die Patientenakte eingeräumt. Auch Ko- sollte angesichts der neuen EU-Daten- Ausdrucke in schwarz-weiß, danach 15 Cent pien darf er anfertigen. Von einem Recht schutzgrundverordnung besonders pe- pro Seite genannt. Für Kopien oder Ausdru- auf kostenfreie Vorlage steht dort aber nibel geachtet werden. cke in Farbe können 1 Euro bzw. 50 Cent be- nichts. Vielmehr ist im § 630c BGB mit rechnet werden, für die Überlassung Verweis auf § 811 BGB festgehalten, dass MMW KOMM E NTAR elektronischer Daten 1,50 Euro je Datei, ma- immer derjenige die Kosten tragen muss, Bei der Rechnungsstellung kommt die Nr. 96 ximal aber nur 5 Euro für die in einem Ar- der die Kopien verlangt. GOÄ, die Schreibgebühr von 17 Cent pro Seite, beitsgang überlassenen Dokumente. Meist ist das der Patient selbst, es nicht in Betracht. Sie gilt nur für Gutachten- Sofern man die Unterlagen zuschickt, kön- kann aber auch jemand sein, dem er die- kopien (Nrn. 80 und 85) und Indikationsbe- nen zusätzlich die Portokosten geltend ge- ses Recht übertragen hat, z. B. eine Ver- scheinigungen (Nr. 90). Bei Kopien aus macht werden. Nach einem Urteil des sicherung, Angehörige oder ein Rechts- Behandlungsunterlagen sollte man sich des- Saarländischen Oberlandesgerichts von anwalt. Dann muss eine Entbindung von halb nicht an der GOÄ, sondern am Justiz- 2016 ist es außerdem möglich, einen Vor- der Schweigep‰icht vorliegen – anlass- Vergütungs-Entschädigungs-Gesetz (JVEG) schuss zu verlangen (Az.: 1 U 57/16). 22 MMW Fortschritte der Medizin 2018 . 10 / 160 © Tinpixels / Getty Images / iStock

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Published: May 29, 2018

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