Massenproduktion ...

Massenproduktion ... Editorial Für die Massen produzieren Unternehmen seit der industri- ellen Revolution. Dass sich Firmen der Massen bedienen, um zu produzieren, ist ein relativ neues Phänomen. Das Prinzip, Leistungen durch eine große Zahl von Internetnutzern erbrin- gen zu lassen, kennen die meisten durch Wikipedia – die so- genannte „Wisdom of the Crowds“ sorgt dabei dafür, dass ver- gleichsweise hohe Qualität entsteht, obwohl die Einträge nicht wie bei klassischen Lexika grundsätzlich von Experten ver- fasst werden. Peter Pagel Während Wikipedia auf den Idealismus und die Begeiste- Chefredakteur rung Freiwilliger setzt, ist Crowdsourcing im professionellen Umfeld längst ein Geschäft geworden. Das Kunstwort „Crowdsourcing“ setzt sich zusammen aus „Crowd“, also Menschenmenge, und Outsourcing. Crowdsourcing-Anbie- ter stellen Plattformen zur Verfügung, die dazu dienen, einen Bedarf – etwa nach Rechercheleistungen – mit entsprechen- den Angeboten zusammenzubringen. Insbesondere Studen- ten nutzen diese Möglichkeit, sich etwas hinzu zu verdienen, aber auch Freiberufler bessern auf diese Weise ihr Einkom- men auf. Bei der Frage danach, ob es für eine bestimmte Aufgabe sinnvoll ist, diese mittels Crowdsourcing zu lösen, ist ein wichtiger Aspekt die Vertraulichkeit. Wer zum Beispiel den Prototypen einer Software testen möchte, die dem eigenen Unternehmen einen entscheidenden Wettbewerbsvorteil ver- schaffen soll, sollte sich gut überlegen, ob Crowdsourcing da- für das richtige Mittel ist. Da die Crowd in der Regel relativ anonym ist, ist es kaum möglich, sicher auszuschließen, dass die Konkurrenz mitliest. Viele Grüße, Peter Pagel, Chefredakteur Wirtschaftsinformatik & Management 3 | 2013 1 http://www.deepdyve.com/assets/images/DeepDyve-Logo-lg.png Wirtschaftsinformatik & Management Springer Journals

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Publisher
Springer Journals
Copyright
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Subject
Economics / Management Science; Business Information Systems
ISSN
1867-5905
eISSN
1867-5913
D.O.I.
10.1365/s35764-013-0292-5
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Abstract

Editorial Für die Massen produzieren Unternehmen seit der industri- ellen Revolution. Dass sich Firmen der Massen bedienen, um zu produzieren, ist ein relativ neues Phänomen. Das Prinzip, Leistungen durch eine große Zahl von Internetnutzern erbrin- gen zu lassen, kennen die meisten durch Wikipedia – die so- genannte „Wisdom of the Crowds“ sorgt dabei dafür, dass ver- gleichsweise hohe Qualität entsteht, obwohl die Einträge nicht wie bei klassischen Lexika grundsätzlich von Experten ver- fasst werden. Peter Pagel Während Wikipedia auf den Idealismus und die Begeiste- Chefredakteur rung Freiwilliger setzt, ist Crowdsourcing im professionellen Umfeld längst ein Geschäft geworden. Das Kunstwort „Crowdsourcing“ setzt sich zusammen aus „Crowd“, also Menschenmenge, und Outsourcing. Crowdsourcing-Anbie- ter stellen Plattformen zur Verfügung, die dazu dienen, einen Bedarf – etwa nach Rechercheleistungen – mit entsprechen- den Angeboten zusammenzubringen. Insbesondere Studen- ten nutzen diese Möglichkeit, sich etwas hinzu zu verdienen, aber auch Freiberufler bessern auf diese Weise ihr Einkom- men auf. Bei der Frage danach, ob es für eine bestimmte Aufgabe sinnvoll ist, diese mittels Crowdsourcing zu lösen, ist ein wichtiger Aspekt die Vertraulichkeit. Wer zum Beispiel den Prototypen einer Software testen möchte, die dem eigenen Unternehmen einen entscheidenden Wettbewerbsvorteil ver- schaffen soll, sollte sich gut überlegen, ob Crowdsourcing da- für das richtige Mittel ist. Da die Crowd in der Regel relativ anonym ist, ist es kaum möglich, sicher auszuschließen, dass die Konkurrenz mitliest. Viele Grüße, Peter Pagel, Chefredakteur Wirtschaftsinformatik & Management 3 | 2013 1

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Wirtschaftsinformatik & ManagementSpringer Journals

Published: Jul 7, 2013

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