Lesekompetenz und sozioökonomischer Status von Jugendlichen mit Migrationshintergrund: Entwicklungen seit dem Jahr 2000 in Österreich, der Schweiz und Deutschland

Lesekompetenz und sozioökonomischer Status von Jugendlichen mit Migrationshintergrund:... Der vorliegende Beitrag widmet sich den Lesekompetenzen von Jugendlichen mit Migrationshintergrund in Österreich, der Schweiz und Deutschland. Es ist aber nicht nur eine ländervergleichende Perspektive, sondern vor allem auch eine Entwicklungsperspektive, die im Zentrum steht. Haben sich die Lesekompetenzen über einen größeren Zeitraum verändert? Wenn ja, wie und warum? Sind diese Veränderungen Teil von Leistungsveränderungen in der gesamten Schülerpopulation des jeweiligen Landes? Gibt es ähnliche Veränderungen in allen drei Ländern? Und inwiefern trägt der sozioökonomische Hintergrund der Schüler/innen zu diesen Veränderungen bei? Unter Nutzung der Daten von PISA 2000 bis PISA 2012 zeigt sich, dass sich die Lesekompetenzen von Jugendlichen aus Zuwandererfamilien in allen drei Ländern verbessert haben, aber nur in der Schweiz zu einem größeren Anteil durch eine Verbesserung des sozioökonomischen Hintergrunds erklärt werden können. Bemerkenswert ist auch, dass es unter den Schülerinnen und Schülern ohne Migrationshintergrund entweder keine oder geringere Verbesserungen gegeben hat. Dadurch hat sich in allen drei Ländern die Differenz in den Leistungsmittelwerten zwischen Jugendlichen mit und ohne Migrationshintergrund deutlich verkleinert, wenn sie auch nach wie vor vorhanden ist. Bemerkenswert ist, dass in allen drei Ländern die Anteile an Jugendlichen mit Migrationshintergrund deutlich gestiegen sind. Entgegen manchen Befürchtungen sind dabei die Leistungen der Schüler/innen ohne Migrationshintergrund nicht gesunken und die der Schüler/innen mit Migrationshintergrund gleichzeitig deutlich gestiegen. http://www.deepdyve.com/assets/images/DeepDyve-Logo-lg.png Zeitschrift für Bildungsforschung Springer Journals

Lesekompetenz und sozioökonomischer Status von Jugendlichen mit Migrationshintergrund: Entwicklungen seit dem Jahr 2000 in Österreich, der Schweiz und Deutschland

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Publisher
Springer Journals
Copyright
Copyright © 2016 by Springer Fachmedien Wiesbaden
Subject
Social Sciences; Social Sciences, general
ISSN
2190-6890
eISSN
2190-6904
D.O.I.
10.1007/s35834-016-0172-1
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Abstract

Der vorliegende Beitrag widmet sich den Lesekompetenzen von Jugendlichen mit Migrationshintergrund in Österreich, der Schweiz und Deutschland. Es ist aber nicht nur eine ländervergleichende Perspektive, sondern vor allem auch eine Entwicklungsperspektive, die im Zentrum steht. Haben sich die Lesekompetenzen über einen größeren Zeitraum verändert? Wenn ja, wie und warum? Sind diese Veränderungen Teil von Leistungsveränderungen in der gesamten Schülerpopulation des jeweiligen Landes? Gibt es ähnliche Veränderungen in allen drei Ländern? Und inwiefern trägt der sozioökonomische Hintergrund der Schüler/innen zu diesen Veränderungen bei? Unter Nutzung der Daten von PISA 2000 bis PISA 2012 zeigt sich, dass sich die Lesekompetenzen von Jugendlichen aus Zuwandererfamilien in allen drei Ländern verbessert haben, aber nur in der Schweiz zu einem größeren Anteil durch eine Verbesserung des sozioökonomischen Hintergrunds erklärt werden können. Bemerkenswert ist auch, dass es unter den Schülerinnen und Schülern ohne Migrationshintergrund entweder keine oder geringere Verbesserungen gegeben hat. Dadurch hat sich in allen drei Ländern die Differenz in den Leistungsmittelwerten zwischen Jugendlichen mit und ohne Migrationshintergrund deutlich verkleinert, wenn sie auch nach wie vor vorhanden ist. Bemerkenswert ist, dass in allen drei Ländern die Anteile an Jugendlichen mit Migrationshintergrund deutlich gestiegen sind. Entgegen manchen Befürchtungen sind dabei die Leistungen der Schüler/innen ohne Migrationshintergrund nicht gesunken und die der Schüler/innen mit Migrationshintergrund gleichzeitig deutlich gestiegen.

Journal

Zeitschrift für BildungsforschungSpringer Journals

Published: Dec 7, 2016

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