Ökonomische Handlungslogik versus psychologisch-normativer Ansatz zur Erklärung und Messung von Devianz

Ökonomische Handlungslogik versus psychologisch-normativer Ansatz zur Erklärung und Messung von... Um die Ursachen normkonformer Handlungen sowie von Normverstößen zu erörtern, wird im vorliegenden Beitrag das Menschenbild eines eigeninteressierten „Homo Oeconomicus“ in der individualistischen Tradition Humes beschrieben und mit dem Entwurf eines moralisch motivierten „Homo Sociologicus“ in der Tradition Durkheims und Parsons kontrastiert. Gestützt durch eine Reihe von Befragungsstudien wird das empirisch vorliegende normkonforme bzw. deviante Handeln der Akteure gemessen und in das durch die beiden Traditionen aufgespannte Kontinuum einer ökonomisch-instrumentellen versus einer psychologisch-normativen Handlungslogik verortet. Der vorliegende Beitrag argumentiert, dass sowohl situative Handlungsanreize als auch internalisierte psychische Konstrukte bei der Erklärung und der Messung von Devianz relevant sind. Allerdings zeigen die empirischen Befunde auch, dass sich normkonformes Handeln und auch eine validere Messung desselben besser durch situative Handlungsanreize erklären lässt als etwa durch uneigennützige Präferenzen der handelnden Akteure. Schließlich wird der enge Zusammenhang zwischen der empirischen Sozial- und Surveyforschung zu Normabweichungen und dem Problem der sozialen Erwünschtheit aufgezeigt. Auf einer praktischen Ebene werden Datenerhebungsansätze besprochen, die es erlauben, sozial erwünschtes Antwortverhalten zu reduzieren und eine validere Messung von Devianz zu erreichen. http://www.deepdyve.com/assets/images/DeepDyve-Logo-lg.png Soziale Probleme Springer Journals

Ökonomische Handlungslogik versus psychologisch-normativer Ansatz zur Erklärung und Messung von Devianz

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Publisher
Springer Journals
Copyright
Copyright © 2018 by Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH, ein Teil von Springer Nature
Subject
Social Sciences; Sociology, general
ISSN
0939-608X
eISSN
2364-3951
D.O.I.
10.1007/s41059-018-0041-3
Publisher site
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Abstract

Um die Ursachen normkonformer Handlungen sowie von Normverstößen zu erörtern, wird im vorliegenden Beitrag das Menschenbild eines eigeninteressierten „Homo Oeconomicus“ in der individualistischen Tradition Humes beschrieben und mit dem Entwurf eines moralisch motivierten „Homo Sociologicus“ in der Tradition Durkheims und Parsons kontrastiert. Gestützt durch eine Reihe von Befragungsstudien wird das empirisch vorliegende normkonforme bzw. deviante Handeln der Akteure gemessen und in das durch die beiden Traditionen aufgespannte Kontinuum einer ökonomisch-instrumentellen versus einer psychologisch-normativen Handlungslogik verortet. Der vorliegende Beitrag argumentiert, dass sowohl situative Handlungsanreize als auch internalisierte psychische Konstrukte bei der Erklärung und der Messung von Devianz relevant sind. Allerdings zeigen die empirischen Befunde auch, dass sich normkonformes Handeln und auch eine validere Messung desselben besser durch situative Handlungsanreize erklären lässt als etwa durch uneigennützige Präferenzen der handelnden Akteure. Schließlich wird der enge Zusammenhang zwischen der empirischen Sozial- und Surveyforschung zu Normabweichungen und dem Problem der sozialen Erwünschtheit aufgezeigt. Auf einer praktischen Ebene werden Datenerhebungsansätze besprochen, die es erlauben, sozial erwünschtes Antwortverhalten zu reduzieren und eine validere Messung von Devianz zu erreichen.

Journal

Soziale ProblemeSpringer Journals

Published: Jun 5, 2018

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