Kommentar auf Anforderung der Schriftleitung

Kommentar auf Anforderung der Schriftleitung rienhochlagerung wegen schlechter Arterienwandbeschaffenheit Kommentar nicht in Frage kommt. auf Anforderung der Schriftleitung Grundsätzlich sollte in einem Erfahrungsbericht über arterioar- terielle Dialysebehandlung auch ein Wort zu den spezifischen Be- handlungskomplikationen gesagt werden. Diese Patienten ent- W. D. Brittinger, Neckargemünd wickeln während der Dialyse fast regelmäßig mehr oder weniger ausgeprägte Fußschmerzen, die durch Reizung der Endstrombahn Die Arbeit schildert eine Zugangsmöglichkeit zum Blutkreislauf durch das reinfundierte Blut entstehen; leichte Temperaturschwan- Dialysepflichtiger, die prinzipiell aufgrund der zunehmenden Poly- kungen sind dabei ebenso schmerzauslösend wie diverse Substan- morbidität dieser Patienten wachsende Relevanz besitzt. Dabei ist zen, die dem Blut während der extrakorporalen Zirkulation zuge- festzustellen, daß mit Varianten des geschilderten arterioarteriellen fügt worden sind. Stärkere häufig mit petechialen Hautblutungen Anschlußverfahrens bereits seit Jahren anderenorts Erfahrungen ge- einhergehende Schmerzen entsprechen Mikroembolien. Zu diesen sammelt und zur Diskussion gestellt werden. Vor dem Hintergrund regelmäßig auftretenden leichten reversiblen Komplikationen kom - dieser Erfahrungen ist unverständlich, warum die Autoren mit der men relativ häufig schwere Komplikationen hinzu, die das Verfah- Wahl der A. femoralis communis als Bypassarterie einen deutlich ren limitieren, wie etwa die Makroembolie oder das schwere Man- komplikationsträchtigeren Weg beschreiten, als sie dies bei Benut- gelperfusionssyndrom nach Arterien- oder Bypassverschluß. Mit zung der A. femoralis superficialis, deutlich distal des Abgangs der Hilfe des arterioarteriellen Interponates können Dialysepatienten A. profunda femoris, getan hätten. Insgesamt erscheint das Fazit, das mit extremen Behandlungsvoraussetzungen überleben; es sollten die Autoren aus den relativ geringen Erfahrungen ziehen, unreali- dies jedoch diejenigen Patienten sein, die keinerlei Anschlußalter- stisch positiv. So sind etwa die Funktionserwartungen der nach sub- nativen bieten. kutan verlagerten geeigneten A. femoralis superficialis – geeignet bedeutet: ausreichend weitkalibrig und wandelastisch – so unver- hältnismäßig günstiger als die des arterioarteriellen Bypasses an der W. D. Brittinger gleichen Arterie, daß nicht der Eindruck erweckt werden sollte, es Abteilung Innere Medizin/Nephrologie, würde sich um echt alternative Verfahren handeln. Der arterioarte- Fachkrankenhaus Neckargemünd gGmbH, rielle Bypass hat nur dann Einsatzberechtigung, wenn er die alter- Postfach 1132, nativlose Anschlußmöglichkeit darstellt, wenn also auch eine Arte- D-69142 Neckargemünd http://www.deepdyve.com/assets/images/DeepDyve-Logo-lg.png Gefässchirurgie Springer Journals

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Publisher
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Copyright
Copyright © 1998 by Springer-Verlag Berlin Heidelberg
Subject
Medicine & Public Health; Vascular Surgery
ISSN
0948-7034
D.O.I.
10.1007/s007720050048
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Abstract

rienhochlagerung wegen schlechter Arterienwandbeschaffenheit Kommentar nicht in Frage kommt. auf Anforderung der Schriftleitung Grundsätzlich sollte in einem Erfahrungsbericht über arterioar- terielle Dialysebehandlung auch ein Wort zu den spezifischen Be- handlungskomplikationen gesagt werden. Diese Patienten ent- W. D. Brittinger, Neckargemünd wickeln während der Dialyse fast regelmäßig mehr oder weniger ausgeprägte Fußschmerzen, die durch Reizung der Endstrombahn Die Arbeit schildert eine Zugangsmöglichkeit zum Blutkreislauf durch das reinfundierte Blut entstehen; leichte Temperaturschwan- Dialysepflichtiger, die prinzipiell aufgrund der zunehmenden Poly- kungen sind dabei ebenso schmerzauslösend wie diverse Substan- morbidität dieser Patienten wachsende Relevanz besitzt. Dabei ist zen, die dem Blut während der extrakorporalen Zirkulation zuge- festzustellen, daß mit Varianten des geschilderten arterioarteriellen fügt worden sind. Stärkere häufig mit petechialen Hautblutungen Anschlußverfahrens bereits seit Jahren anderenorts Erfahrungen ge- einhergehende Schmerzen entsprechen Mikroembolien. Zu diesen sammelt und zur Diskussion gestellt werden. Vor dem Hintergrund regelmäßig auftretenden leichten reversiblen Komplikationen kom - dieser Erfahrungen ist unverständlich, warum die Autoren mit der men relativ häufig schwere Komplikationen hinzu, die das Verfah- Wahl der A. femoralis communis als Bypassarterie einen deutlich ren limitieren, wie etwa die Makroembolie oder das schwere Man- komplikationsträchtigeren Weg beschreiten, als sie dies bei Benut- gelperfusionssyndrom nach Arterien- oder Bypassverschluß. Mit zung der A. femoralis superficialis, deutlich distal des Abgangs der Hilfe des arterioarteriellen Interponates können Dialysepatienten A. profunda femoris, getan hätten. Insgesamt erscheint das Fazit, das mit extremen Behandlungsvoraussetzungen überleben; es sollten die Autoren aus den relativ geringen Erfahrungen ziehen, unreali- dies jedoch diejenigen Patienten sein, die keinerlei Anschlußalter- stisch positiv. So sind etwa die Funktionserwartungen der nach sub- nativen bieten. kutan verlagerten geeigneten A. femoralis superficialis – geeignet bedeutet: ausreichend weitkalibrig und wandelastisch – so unver- hältnismäßig günstiger als die des arterioarteriellen Bypasses an der W. D. Brittinger gleichen Arterie, daß nicht der Eindruck erweckt werden sollte, es Abteilung Innere Medizin/Nephrologie, würde sich um echt alternative Verfahren handeln. Der arterioarte- Fachkrankenhaus Neckargemünd gGmbH, rielle Bypass hat nur dann Einsatzberechtigung, wenn er die alter- Postfach 1132, nativlose Anschlußmöglichkeit darstellt, wenn also auch eine Arte- D-69142 Neckargemünd

Journal

GefässchirurgieSpringer Journals

Published: Feb 12, 1998

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