Interventionelle Schmerztherapie an der Wirbelsäule

Interventionelle Schmerztherapie an der Wirbelsäule Interventionelle Techniken sind wesentliche Bausteine der Behandlung v8on Schmerzen am Bewegungsapparat, allen voran an der Wirbelsäule. Sie kommen spätestens bei Unwirksamkeit qualifizierter konservativer Therapien im subakuten/prächronischen und chronischen Stadium zum Einsatz. Bei korrekter Indikationsstellung zeichnen sie sich durch eine schnelle, potente und lokal begrenzte Linderung von Beschwerden mit äußerst geringem Nebenwirkungsprofil aus. Die kurz- und mittelfristige Effektivität einer korrekt durchgeführten Intervention ist hinlänglich gut belegt. Somit ist eine effektivere Umsetzung von sofortigen notwendigen aktivierenden physio- oder trainingstherapeutischen Maßnahmen durch eine bessere Funktionalität der Patienten im postinterventionellen Intervall möglich. Ein wesentlicher Bestandteil derartiger Techniken sind die sich daraus ergebenden diagnostischen Aussagen, v. a. bei therapieresistenten oder chronischen Schmerzpatienten, denn Schmerzen an der Wirbelsäule werden oft viel zu früh als sog. unspezifische chronische Kreuzschmerzen abgetan. Diagnostische Blockadetechniken werden an Nozizeptoren der Facettengelenke, Iliosakralgelenke, Spinalnerven und diskoligamentärer Strukturen durchgeführt. Die daraus resultierenden Erkenntnisse sollten bei chronifizierenden Schmerzen in einem multiprofessionellen Gremium diskutiert werden, um die chirurgische Trefferquote zu erhöhen und letzten Endes die Zahl der Patienten mit „failed back surgery syndrome“ zu senken. Aufgrund vieler unterschiedlicher Techniken und eines oft unklaren und uneinheitlichen Indikationsspektrums sollten die internationalen Guidelines eingehalten werden. http://www.deepdyve.com/assets/images/DeepDyve-Logo-lg.png Manuelle Medizin Springer Journals

Interventionelle Schmerztherapie an der Wirbelsäule

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Publisher
Springer Medizin
Copyright
Copyright © 2017 by Springer Medizin Verlag GmbH, ein Teil von Springer Nature
Subject
Medicine & Public Health; Chiropractic Medicine; Orthopedics; Conservative Orthopedics; Rehabilitation; Sports Medicine
ISSN
0025-2514
eISSN
1433-0466
D.O.I.
10.1007/s00337-017-0351-8
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Abstract

Interventionelle Techniken sind wesentliche Bausteine der Behandlung v8on Schmerzen am Bewegungsapparat, allen voran an der Wirbelsäule. Sie kommen spätestens bei Unwirksamkeit qualifizierter konservativer Therapien im subakuten/prächronischen und chronischen Stadium zum Einsatz. Bei korrekter Indikationsstellung zeichnen sie sich durch eine schnelle, potente und lokal begrenzte Linderung von Beschwerden mit äußerst geringem Nebenwirkungsprofil aus. Die kurz- und mittelfristige Effektivität einer korrekt durchgeführten Intervention ist hinlänglich gut belegt. Somit ist eine effektivere Umsetzung von sofortigen notwendigen aktivierenden physio- oder trainingstherapeutischen Maßnahmen durch eine bessere Funktionalität der Patienten im postinterventionellen Intervall möglich. Ein wesentlicher Bestandteil derartiger Techniken sind die sich daraus ergebenden diagnostischen Aussagen, v. a. bei therapieresistenten oder chronischen Schmerzpatienten, denn Schmerzen an der Wirbelsäule werden oft viel zu früh als sog. unspezifische chronische Kreuzschmerzen abgetan. Diagnostische Blockadetechniken werden an Nozizeptoren der Facettengelenke, Iliosakralgelenke, Spinalnerven und diskoligamentärer Strukturen durchgeführt. Die daraus resultierenden Erkenntnisse sollten bei chronifizierenden Schmerzen in einem multiprofessionellen Gremium diskutiert werden, um die chirurgische Trefferquote zu erhöhen und letzten Endes die Zahl der Patienten mit „failed back surgery syndrome“ zu senken. Aufgrund vieler unterschiedlicher Techniken und eines oft unklaren und uneinheitlichen Indikationsspektrums sollten die internationalen Guidelines eingehalten werden.

Journal

Manuelle MedizinSpringer Journals

Published: Dec 11, 2017

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