Hyperlinks — die Verbindung zur Rechtsunsicherheit?

Hyperlinks — die Verbindung zur Rechtsunsicherheit? Schwerpunkt | Artikel Hyperlinks – die Verbindung zur Rechtsunsicherheit? Die Zeiten, in denen Nutzer behaupten wollten, das Internet sei ein „rechtsfreier Raum“, sind lange vorbei. Es hat sich als wesentliches Informations- und Kommuni- kationsmedium und Teil unserer Gesellschaft etabliert. Der Hyperlink ist dabei ein zentrales Element gegenwärtiger Internetnutzung. Wenn auf Internetwebsites mittels Hyperlink auf fremde, rechtswidrige Inhalte verwiesen wird, muss die Frage nach der haftungsrechtlichen Beurteilung gestellt und beantwortet werden. Bevor Juristen eine Beurteilung nach allgemeinen gesetzlichen Vorschriften und Grund- sätzen vornehmen können, muss vorrangig die Anwendbarkeit spezialgesetzlicher Regelungen untersucht werden. Von Christian Kessel 28 Wirtschaftsinformatik & Management 4 | 2013 Schwerpunkt | Artikel Kein deutsches Gesetz enthält ausdrückliche Regelungen für Hyperlinks. Christian Kessel Von der rechtlichen und technischen Einordnung her ließe sich eine Rege- ist Rechtsanwalt und Dozent lung am ehesten im Telemediengesetz (TMG) vermuten. Dass die darin ent- für Medienrecht haltenen, naheliegenden spezialgesetzlichen Regelungen weder Anwendung finden noch Hilfestellung bieten können, soll die nachfolgende, auf einer historischen Herleitung basierende Darstellung zeigen. Die Vergangenheit – TDG/MDStV erster und letzter Fassung Das TMG aktueller Fassung stammt aus dem Jahr 2007. Doch auch schon bevor seine Vorläufer, das Gesetz über die Nutzung von Telediensten (TDG) und der im Wesentlichen inhaltsgleiche http://www.deepdyve.com/assets/images/DeepDyve-Logo-lg.png Wirtschaftsinformatik & Management Springer Journals

Hyperlinks — die Verbindung zur Rechtsunsicherheit?

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Publisher
Gabler Verlag
Copyright
Copyright © 2013 by Springer Gabler
Subject
Economics / Management Science; Business Information Systems
ISSN
1867-5905
eISSN
1867-5913
D.O.I.
10.1365/s35764-013-0320-5
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Abstract

Schwerpunkt | Artikel Hyperlinks – die Verbindung zur Rechtsunsicherheit? Die Zeiten, in denen Nutzer behaupten wollten, das Internet sei ein „rechtsfreier Raum“, sind lange vorbei. Es hat sich als wesentliches Informations- und Kommuni- kationsmedium und Teil unserer Gesellschaft etabliert. Der Hyperlink ist dabei ein zentrales Element gegenwärtiger Internetnutzung. Wenn auf Internetwebsites mittels Hyperlink auf fremde, rechtswidrige Inhalte verwiesen wird, muss die Frage nach der haftungsrechtlichen Beurteilung gestellt und beantwortet werden. Bevor Juristen eine Beurteilung nach allgemeinen gesetzlichen Vorschriften und Grund- sätzen vornehmen können, muss vorrangig die Anwendbarkeit spezialgesetzlicher Regelungen untersucht werden. Von Christian Kessel 28 Wirtschaftsinformatik & Management 4 | 2013 Schwerpunkt | Artikel Kein deutsches Gesetz enthält ausdrückliche Regelungen für Hyperlinks. Christian Kessel Von der rechtlichen und technischen Einordnung her ließe sich eine Rege- ist Rechtsanwalt und Dozent lung am ehesten im Telemediengesetz (TMG) vermuten. Dass die darin ent- für Medienrecht haltenen, naheliegenden spezialgesetzlichen Regelungen weder Anwendung finden noch Hilfestellung bieten können, soll die nachfolgende, auf einer historischen Herleitung basierende Darstellung zeigen. Die Vergangenheit – TDG/MDStV erster und letzter Fassung Das TMG aktueller Fassung stammt aus dem Jahr 2007. Doch auch schon bevor seine Vorläufer, das Gesetz über die Nutzung von Telediensten (TDG) und der im Wesentlichen inhaltsgleiche

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Wirtschaftsinformatik & ManagementSpringer Journals

Published: Aug 16, 2013

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