Gemeinsame Wege: Neurologie und Palliativmedizin

Gemeinsame Wege: Neurologie und Palliativmedizin Brief des Herausgebers psychopraxis. neuropraxis 2018 · 21:83 Peter Kapeller https://doi.org/10.1007/s00739-018-0473-3 Abteilung für Neurologie, Landeskrankenhaus Villach, Villach, Österreich © Springer-Verlag GmbH Austria, ein Teil von Springer Nature 2018 Gemeinsame Wege: Neurologie und Palliativmedizin Liebe Leserin, lieber Leser! heitsspezifisch auch zahlreiche andere der Zeit“ dazu bei, dieses neue Gebiet mit symptomatische Maßnahmen. Ziel ist Fortbildungsinhalten zu erfüllen. Die Schaffung der neuen Ausbildungs- die Verbesserung der Lebensqualität und In diesem Sinne, „there is more to möglichkeiten im Bereich „Spezialisie- der Befindlichkeit der Betroffenen. come ...“! rung in Palliativmedizin“, veröffentlicht durch die Österreichische Ärztekammer Ihr Neurologisch-palliativmedi- am 28.06.2017, ermöglicht nun vielen Peter Kapeller zinische Versorgung erfordert Fachrichtungen den direkten Zugang zu individuelle Lösungsansätze diesem wichtigen Gebiet in der Medizin. Korrespondenzadresse Unter anderem dient auch die Neurolo- Prim. Univ.-Prof. Dr. gie nun als Quellfach für diese Speziali- Die Ausbildungszeit wird 18 Monate be- P. Kapeller sierung. Dies ermöglicht Neurologinnen tragen, ein Rasterzeugnis wurde entwi- Abteilung für Neurologie, und Neurologen, sich hier vertieft aus- ckelt und liegt vor. Für das Fachgebiet Landeskrankenhaus Villach zubilden. Diese Entwicklung entspricht Neurologie können von den 18 Ausbil- Nikolaigasse 43, 9500 Villach, Österreich auch dem internationalen Trend. Neben dungsmonaten 6 Monate aus dem eige- peter.kapeller@kabeg.at den rasch verlaufenden Krankheiten wie nen Fach angerechnet werden. den Hirntumoren oder der amyothro- Interessenkonflikt. P. Kapeller gibt an, dass kein phen Lateralsklerose (ALS) zeigt sich, Entwicklung neuer Interessenkonflikt besteht. dass besonders chronische und progre- Einrichtungen diente neurologische Krankheiten pal- liative Maßnahmen dringend erfordern. Wichtigistes,inZukunftdiebestehenden In diesem Sinn ist die Wichtigkeit der Infrastrukturen in der Neurologie weiter Zuwendung der Neurologie zur Pallia- auszubauen. Daran und auch an neuen, tivmedizin zu verstehen. In der europä- dafür notwendigen Aus- und Weiterbil- ischen Neurologie ist diese Zuwendung dungskonzepten wird, dem wachsenden in der Veröffentlichung der EFNS/EAN Bedarf entsprechend, intensiv gearbeitet. Guidelines ausformuliert (EFNS Euro- Die Entwicklung von palliativen neuro- peanFederationonNeurolgicalSocieties; logischen Einrichtungen in Österreich EAN European Academy of Neurology). ist für die Gewährleistung einer quali- Palliativmedizin wird oft mit der Be- tativ hochwertigen Patientenversorgung treuungindenletztenLebensabschnitten angesichts der demografischen Entwick- gleichgesetzt. Tatsächlich können pallia- lung unerlässlich. Eine große Palliativsta- tiveSituationenjedochauchlängereZeit- tionim steirischenKnittelfeld stehtschon abschnitte einnehmen. In der Praxis wird seit längerer Zeit unter neurologischer hierzu oft eine Dreiteilung zwischen aku- Leitung. Die dadurch gewonnen Erfah- tem, mittelfristigem und langfristigem rungen werden helfen, die zu entwickeln- Verlauf vorgenommen. de Ausbildungsinfrastruktur aufzubauen und zu verbessern – Danke dafür! Mit der im Jänner 2018 in Villach erst- Ziel: Verbesserung der mals abgehaltenen Fortbildung für Neu- Lebensqualität ropalliativmedizin wurde auch im nicht Palliative Situationen sind nicht nur auf institutionalen Bereich ein Anfang ge- den Einsatz von Schmerzbekämpfung macht. Auch die Zeitschrift psychopra- beschränkt, sondern erfordern krank- xis.neuropraxis trägt sozusagen „am Puls psychopraxis. neuropraxis 3 · 2018 83 http://www.deepdyve.com/assets/images/DeepDyve-Logo-lg.png psychopraxis. neuropraxis Springer Journals

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Publisher
Springer Vienna
Copyright
Copyright © 2018 by Springer-Verlag GmbH Austria, ein Teil von Springer Nature
Subject
Medicine & Public Health; Psychotherapy
ISSN
2197-9707
eISSN
2197-9715
D.O.I.
10.1007/s00739-018-0473-3
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Abstract

Brief des Herausgebers psychopraxis. neuropraxis 2018 · 21:83 Peter Kapeller https://doi.org/10.1007/s00739-018-0473-3 Abteilung für Neurologie, Landeskrankenhaus Villach, Villach, Österreich © Springer-Verlag GmbH Austria, ein Teil von Springer Nature 2018 Gemeinsame Wege: Neurologie und Palliativmedizin Liebe Leserin, lieber Leser! heitsspezifisch auch zahlreiche andere der Zeit“ dazu bei, dieses neue Gebiet mit symptomatische Maßnahmen. Ziel ist Fortbildungsinhalten zu erfüllen. Die Schaffung der neuen Ausbildungs- die Verbesserung der Lebensqualität und In diesem Sinne, „there is more to möglichkeiten im Bereich „Spezialisie- der Befindlichkeit der Betroffenen. come ...“! rung in Palliativmedizin“, veröffentlicht durch die Österreichische Ärztekammer Ihr Neurologisch-palliativmedi- am 28.06.2017, ermöglicht nun vielen Peter Kapeller zinische Versorgung erfordert Fachrichtungen den direkten Zugang zu individuelle Lösungsansätze diesem wichtigen Gebiet in der Medizin. Korrespondenzadresse Unter anderem dient auch die Neurolo- Prim. Univ.-Prof. Dr. gie nun als Quellfach für diese Speziali- Die Ausbildungszeit wird 18 Monate be- P. Kapeller sierung. Dies ermöglicht Neurologinnen tragen, ein Rasterzeugnis wurde entwi- Abteilung für Neurologie, und Neurologen, sich hier vertieft aus- ckelt und liegt vor. Für das Fachgebiet Landeskrankenhaus Villach zubilden. Diese Entwicklung entspricht Neurologie können von den 18 Ausbil- Nikolaigasse 43, 9500 Villach, Österreich auch dem internationalen Trend. Neben dungsmonaten 6 Monate aus dem eige- peter.kapeller@kabeg.at den rasch verlaufenden Krankheiten wie nen Fach angerechnet werden. den Hirntumoren oder der amyothro- Interessenkonflikt. P. Kapeller gibt an, dass kein phen Lateralsklerose (ALS) zeigt sich, Entwicklung neuer Interessenkonflikt besteht. dass besonders chronische und progre- Einrichtungen diente neurologische Krankheiten pal- liative Maßnahmen dringend erfordern. Wichtigistes,inZukunftdiebestehenden In diesem Sinn ist die Wichtigkeit der Infrastrukturen in der Neurologie weiter Zuwendung der Neurologie zur Pallia- auszubauen. Daran und auch an neuen, tivmedizin zu verstehen. In der europä- dafür notwendigen Aus- und Weiterbil- ischen Neurologie ist diese Zuwendung dungskonzepten wird, dem wachsenden in der Veröffentlichung der EFNS/EAN Bedarf entsprechend, intensiv gearbeitet. Guidelines ausformuliert (EFNS Euro- Die Entwicklung von palliativen neuro- peanFederationonNeurolgicalSocieties; logischen Einrichtungen in Österreich EAN European Academy of Neurology). ist für die Gewährleistung einer quali- Palliativmedizin wird oft mit der Be- tativ hochwertigen Patientenversorgung treuungindenletztenLebensabschnitten angesichts der demografischen Entwick- gleichgesetzt. Tatsächlich können pallia- lung unerlässlich. Eine große Palliativsta- tiveSituationenjedochauchlängereZeit- tionim steirischenKnittelfeld stehtschon abschnitte einnehmen. In der Praxis wird seit längerer Zeit unter neurologischer hierzu oft eine Dreiteilung zwischen aku- Leitung. Die dadurch gewonnen Erfah- tem, mittelfristigem und langfristigem rungen werden helfen, die zu entwickeln- Verlauf vorgenommen. de Ausbildungsinfrastruktur aufzubauen und zu verbessern – Danke dafür! Mit der im Jänner 2018 in Villach erst- Ziel: Verbesserung der mals abgehaltenen Fortbildung für Neu- Lebensqualität ropalliativmedizin wurde auch im nicht Palliative Situationen sind nicht nur auf institutionalen Bereich ein Anfang ge- den Einsatz von Schmerzbekämpfung macht. Auch die Zeitschrift psychopra- beschränkt, sondern erfordern krank- xis.neuropraxis trägt sozusagen „am Puls psychopraxis. neuropraxis 3 · 2018 83

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psychopraxis. neuropraxisSpringer Journals

Published: Jun 1, 2018

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