Es besteht Bedarf für neue Substanzen

Es besteht Bedarf für neue Substanzen infopharm Colitis ulcerosa tologische, also eine mukosale Heilung. Eine solche beeinŸusse den Krankheits - Es besteht Bedarf für neue Substanzen verlauf günstig, das heißt es treten weni- ger Rezidive auf und die Notwendigkeit für eine stationäre Behandlung oder „Jeder vierte Patient mit einer Colitis ulce- Steroiden begonnen, bei Steroidrefraktä- Operation wird gesenkt. Es bestehe Be- rosa (CU) zeigt einen chronisch anhalten- rität oder -abhängigkeit kommen Im- darf für neue –erapiestrategien, um die - den Verlauf “, erläuterte Prof. Peter Irving, munsuppressiva zum Einsatz, um die Re- se Ziele zu erreichen. Zu den in Entwick- Gastroenterologe, London Clinic, Groß- mission zu erhalten, und bei schweren lung be£ndlichen Substanzen gehört der britannien. Auch erforderten 20 – 30 % in- Verläufen sind Biologika indiziert. „Doch Janus-Kinase-Inhibitor Tofacitinib. Die nerhalb der ersten zehn Jahre nach der die TNF-alpha-Inhibitoren sind mit einer Hemmung der Januskinasen (JAK) ist Diagnosestellung eine Kolektomie, wobei Reihe von Problemen beha™et“, erklärte ein neues vielversprechendes –erapie - die Notwendigkeit für einen solchen Ein- Irving. Dazu gehört das primäre –era - konzept. Die Substanz kann oral gegeben griŒ in den letzen Jahrzehnten deutlich pieversagen bei > 20 %. Bei weiteren 20 % werden und verspricht eine dauerha™ an- abgenommen habe. Doch trotz gewisser nimmt die Wirksamkeit unter der –era - haltende Wirkung, da die Substanz nicht Fortschritte seien auch heute noch viele pie ab, wofür die Bildung von Antikör- immunogen wirkt. Im Unterschied zu Patienten unzureichend therapiert. Fol- pern gegen das Medikament verantwort- den Biologika werden verschiedene pa- gen sind strukturelle Veränderungen am lich ist. Die Umstellung auf eine andere thogenetische Mechanismen, die bei der Darm, die zu Tenesmen und Inkontinenz Substanz löst das Problem meist nicht. Pathogenese der Erkrankung beteiligt führen können, und die Entartung. „Das Nicht selten müsse der TNF-alpha-Inhi- sind, gemeinsam gehemmt. Risiko für ein Karzinom steigt mit der bitor auch wegen Nebenwirkungen abge- Dr. med. Peter Stiefelhagen Krankheitsdauer und der histologischen setzt werden. respektive endoskopischen Schwere der „Dies alles führt dazu, dass bei vielen Satellitensymposium „Pharmacological and clini- Entzündung“, betonte Irving. Patienten die –erapieziele nicht erreicht cal perspectives: The evolution of the treatment Im Allgemeinen erfolgt eine Step-up- werden“, so Irving. Gefordert werde heu- landscape and personalised medicine approa- –erapie. Bei leichten bis moderaten Ver - te nicht nur eine klinische und endosko- ches for management of UC“ UEG Week, läufen wird mit Aminosalizylaten und pische Remission, sondern auch eine his- 30.11.2017, Barcelona; Veranstalter: Pfizer Gastrointestinale Tumoren entsprechend der Zulassung in Kombina- tion mit FOLFIRI (Folinsäure/5-Fluo- Therapiesequenz immer weiter präzisieren rouracil/Irinotecan) bei mit Bevacizu- mab, Oxaliplatin und einem Fluoropyri- midin vorbehandelten Patienten einge- Bei Patienten mit metastasiertem Kolo- Erstlinientherapie mit einer Anti-EGFR setzt werden. In dieser Patientengruppe rektalkarzinom (mCRC) könnte sich die (Epidermal Growth Factor Receptor)- wurde in der Phase-III-Studie RAISE im –erapie an verschiedenen etablierten basierten Kombination begonnen, bei Vergleich zu Placebo plus FOLFIRI ein oder zumindest identi£zierten Parame- rechtsseitig gelegenem Primarius ebenso statistisch signi£kanter Zugewinn beim tern, wie bestimmten Biomarkern, der wie generell bei RAS-mutiertem mCRC Gesamtüberleben (OS) gezeigt (primärer Tumorlokalisation und der Pharmakoki- mit einer Bevacizumab-basierten Kom- Endpunkt: Hazard Ratio [HR] 0,844; netik, orientieren. Auch die Behandlung bination. In der Zweitlinientherapie folgt 95 %-Kon£denzintervall [95 %-KI] 0,730 – von Patienten mit metastasiertem Ma- darauf jeweils eine Anti-VEGF (Vascular 0,976; p = 0,0219) [Tabernero J et al. Lan- genkarzinom wird in diesem Sinn zuse- Endothelial Growth Factor)-basierte cet Oncol 2015; 16: 499 – 508]. In ergän- hends zielgerichteter. Unabhängig davon Kombination. Welches der verfügbaren zenden Analysen konnten zwei Parame- gilt es, eine Mangelernährung der Pati- antiangiogenen Wirkungsprinzipien ter identi£ziert werden, die als On-treat- enten als klinisch hoch relevanten, unab- wird aber eingesetzt? Ist die von Kasper ment- oder prädiktiver Marker dienen hängigen Risikofaktor zu vermeiden. erläuterte Beobachtung, dass sich die könnten: eine hohe Ramucirumab-Plas- Einen möglichen –erapiealgorithmus pro-angiogenen Faktoren unter einer makonzentration unter der –erapie und für mCRC-Patienten stellte Prof. Stefan Angiogeneseinhibition in der Erstlinie et- eine hohe VEGF-D-Plasmakonzentrati- Kasper, Onkologe mit dem Schwerpunkt was verändern können, relevant? Wäre on in der Ausgangssituation [Cohn AL et gastrointestinale Onkologie, Universi- also ein etwas breiterer Ansatz günstig? al., Cancer Chemother Pharmacol 2017 tätsklinikum Essen, vor: Ausgehend vom ,Epub ahead of print, Tabernero J et al., molekularen Pro£l ergibt sich jeweils mCRC: Angio geneseinhibition mit Ann Oncol 2017; 28 (suppl_5): 555P]. eine –erapiesequenz für das RAS-Wild - Ramucirumab Dr. Annemarie Burgemeister typ-, das RAS-mutierte oder das BRAF- Der Antikörper Ramucirumab (Cyram- mutierte mCRC, wobei beim RAS-Wild- za®) ist gegen den VEGF (Vascular Endo- Symposium „Therapie von Gastrointestinalen typ-mCRC nochmals nach der Tumorlo- thelial Growth Factor)-Rezeptor 2, einen Tumoren: Der Patient im Mittelpunkt“, kalisation unterschieden wird. Bei links- für die Tumorangiogenese zentralen Me- DGHO-Jahrestagung 2017, 29.9.2017, Stuttgart; seitig gelegenem Primarius wird in der diator, gerichtet. Ramuciruamb kann Veranstalter: Lilly Deutschland GASTRO-NEWS 2017; 04 (2) 63 http://www.deepdyve.com/assets/images/DeepDyve-Logo-lg.png Gastro-News Springer Journals

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Publisher
Springer Medizin
Copyright
Copyright © 2017 by Springer Medizin Verlag GmbH
Subject
Medicine & Public Health; Gastroenterology; Internal Medicine; Hepatology; Colorectal Surgery
ISSN
1869-1005
eISSN
2520-8667
D.O.I.
10.1007/s15036-017-0300-3
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Abstract

infopharm Colitis ulcerosa tologische, also eine mukosale Heilung. Eine solche beeinŸusse den Krankheits - Es besteht Bedarf für neue Substanzen verlauf günstig, das heißt es treten weni- ger Rezidive auf und die Notwendigkeit für eine stationäre Behandlung oder „Jeder vierte Patient mit einer Colitis ulce- Steroiden begonnen, bei Steroidrefraktä- Operation wird gesenkt. Es bestehe Be- rosa (CU) zeigt einen chronisch anhalten- rität oder -abhängigkeit kommen Im- darf für neue –erapiestrategien, um die - den Verlauf “, erläuterte Prof. Peter Irving, munsuppressiva zum Einsatz, um die Re- se Ziele zu erreichen. Zu den in Entwick- Gastroenterologe, London Clinic, Groß- mission zu erhalten, und bei schweren lung be£ndlichen Substanzen gehört der britannien. Auch erforderten 20 – 30 % in- Verläufen sind Biologika indiziert. „Doch Janus-Kinase-Inhibitor Tofacitinib. Die nerhalb der ersten zehn Jahre nach der die TNF-alpha-Inhibitoren sind mit einer Hemmung der Januskinasen (JAK) ist Diagnosestellung eine Kolektomie, wobei Reihe von Problemen beha™et“, erklärte ein neues vielversprechendes –erapie - die Notwendigkeit für einen solchen Ein- Irving. Dazu gehört das primäre –era - konzept. Die Substanz kann oral gegeben griŒ in den letzen Jahrzehnten deutlich pieversagen bei > 20 %. Bei weiteren 20 % werden und verspricht eine dauerha™ an- abgenommen habe. Doch trotz gewisser nimmt die Wirksamkeit unter der –era - haltende Wirkung, da die Substanz nicht Fortschritte seien auch heute noch viele pie ab, wofür die Bildung von Antikör- immunogen wirkt. Im Unterschied zu Patienten unzureichend therapiert. Fol- pern gegen das Medikament verantwort- den Biologika werden verschiedene pa- gen sind strukturelle Veränderungen am lich ist. Die Umstellung auf eine andere thogenetische Mechanismen, die bei der Darm, die zu Tenesmen und Inkontinenz Substanz löst das Problem meist nicht. Pathogenese der Erkrankung beteiligt führen können, und die Entartung. „Das Nicht selten müsse der TNF-alpha-Inhi- sind, gemeinsam gehemmt. Risiko für ein Karzinom steigt mit der bitor auch wegen Nebenwirkungen abge- Dr. med. Peter Stiefelhagen Krankheitsdauer und der histologischen setzt werden. respektive endoskopischen Schwere der „Dies alles führt dazu, dass bei vielen Satellitensymposium „Pharmacological and clini- Entzündung“, betonte Irving. Patienten die –erapieziele nicht erreicht cal perspectives: The evolution of the treatment Im Allgemeinen erfolgt eine Step-up- werden“, so Irving. Gefordert werde heu- landscape and personalised medicine approa- –erapie. Bei leichten bis moderaten Ver - te nicht nur eine klinische und endosko- ches for management of UC“ UEG Week, läufen wird mit Aminosalizylaten und pische Remission, sondern auch eine his- 30.11.2017, Barcelona; Veranstalter: Pfizer Gastrointestinale Tumoren entsprechend der Zulassung in Kombina- tion mit FOLFIRI (Folinsäure/5-Fluo- Therapiesequenz immer weiter präzisieren rouracil/Irinotecan) bei mit Bevacizu- mab, Oxaliplatin und einem Fluoropyri- midin vorbehandelten Patienten einge- Bei Patienten mit metastasiertem Kolo- Erstlinientherapie mit einer Anti-EGFR setzt werden. In dieser Patientengruppe rektalkarzinom (mCRC) könnte sich die (Epidermal Growth Factor Receptor)- wurde in der Phase-III-Studie RAISE im –erapie an verschiedenen etablierten basierten Kombination begonnen, bei Vergleich zu Placebo plus FOLFIRI ein oder zumindest identi£zierten Parame- rechtsseitig gelegenem Primarius ebenso statistisch signi£kanter Zugewinn beim tern, wie bestimmten Biomarkern, der wie generell bei RAS-mutiertem mCRC Gesamtüberleben (OS) gezeigt (primärer Tumorlokalisation und der Pharmakoki- mit einer Bevacizumab-basierten Kom- Endpunkt: Hazard Ratio [HR] 0,844; netik, orientieren. Auch die Behandlung bination. In der Zweitlinientherapie folgt 95 %-Kon£denzintervall [95 %-KI] 0,730 – von Patienten mit metastasiertem Ma- darauf jeweils eine Anti-VEGF (Vascular 0,976; p = 0,0219) [Tabernero J et al. Lan- genkarzinom wird in diesem Sinn zuse- Endothelial Growth Factor)-basierte cet Oncol 2015; 16: 499 – 508]. In ergän- hends zielgerichteter. Unabhängig davon Kombination. Welches der verfügbaren zenden Analysen konnten zwei Parame- gilt es, eine Mangelernährung der Pati- antiangiogenen Wirkungsprinzipien ter identi£ziert werden, die als On-treat- enten als klinisch hoch relevanten, unab- wird aber eingesetzt? Ist die von Kasper ment- oder prädiktiver Marker dienen hängigen Risikofaktor zu vermeiden. erläuterte Beobachtung, dass sich die könnten: eine hohe Ramucirumab-Plas- Einen möglichen –erapiealgorithmus pro-angiogenen Faktoren unter einer makonzentration unter der –erapie und für mCRC-Patienten stellte Prof. Stefan Angiogeneseinhibition in der Erstlinie et- eine hohe VEGF-D-Plasmakonzentrati- Kasper, Onkologe mit dem Schwerpunkt was verändern können, relevant? Wäre on in der Ausgangssituation [Cohn AL et gastrointestinale Onkologie, Universi- also ein etwas breiterer Ansatz günstig? al., Cancer Chemother Pharmacol 2017 tätsklinikum Essen, vor: Ausgehend vom ,Epub ahead of print, Tabernero J et al., molekularen Pro£l ergibt sich jeweils mCRC: Angio geneseinhibition mit Ann Oncol 2017; 28 (suppl_5): 555P]. eine –erapiesequenz für das RAS-Wild - Ramucirumab Dr. Annemarie Burgemeister typ-, das RAS-mutierte oder das BRAF- Der Antikörper Ramucirumab (Cyram- mutierte mCRC, wobei beim RAS-Wild- za®) ist gegen den VEGF (Vascular Endo- Symposium „Therapie von Gastrointestinalen typ-mCRC nochmals nach der Tumorlo- thelial Growth Factor)-Rezeptor 2, einen Tumoren: Der Patient im Mittelpunkt“, kalisation unterschieden wird. Bei links- für die Tumorangiogenese zentralen Me- DGHO-Jahrestagung 2017, 29.9.2017, Stuttgart; seitig gelegenem Primarius wird in der diator, gerichtet. Ramuciruamb kann Veranstalter: Lilly Deutschland GASTRO-NEWS 2017; 04 (2) 63

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Published: Dec 1, 2017

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