Erfahrungen mit der Heparin-induzierten Thrombozytopenie Typ II bei gefäßchirurgischen Patienten

Erfahrungen mit der Heparin-induzierten Thrombozytopenie Typ II bei gefäßchirurgischen Patienten Die Heparin-induzierte oder Heparin-assoziierte Thrombozytopenie Typ-II-(HIT II) ist die klinisch bedeutsamste Komplikation der Heparin-Therapie. Im Universitätsklinikum Jena ist seit 1995 zum Nachweis der HIT-II-Antikörper der HIPA-Assay (heparin induced platelet activation assay) verfügbar. In diesem Zeitraum wurden in der Chirurgischen Klinik Seren von 89 Patienten unter dem klinischen Verdacht auf ein HIT-II-Syndrom untersucht. Grund für die Durchführung eines HIPA-Assays war eine Thrombozytopenie bei Heparin-Exposition, aber auch jede thrombembolische Komplikation unter Heparin-Therapie ohne Thrombozytenabfall. Bei 21 Patienten war das Testergebnis positiv. In 15 Fällen traten vor der Diagnose des HIT-II-Syndroms Komplikationen im Sinne eines manifesten „white-clot-syndrom“ auf [Lungenembolie (n = 1), rezidivierende Shuntverschlüsse (n = 3), arterielle Thrombosen, Embolien oder Bypassverschlüsse (n = 8), tiefe Beinvenenthrombosen (n = 4)]; in 8 Fällen waren anamnestisch im Zusammenhang mit früheren Heparin-Expositionen ähnliche Ereignisse eruierbar; 3 Patienten verstarben. Die Behandlung mit Heparin bedeutet die Pflicht zur Kontrolle der Thrombozytenzahlen. Bei Thrombozytenabfall und/oder thrombembolischen Komplikationen ist ein Test auf HIT-II-Antikörper indiziert und bei Bestätigung und Indikation einer gefäßchirurgischen Rekonstruktion ist der Wechsel des Antikoagulans auf Hirudin zu empfehlen. http://www.deepdyve.com/assets/images/DeepDyve-Logo-lg.png Gefässchirurgie Springer Journals

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Publisher
Springer Berlin Heidelberg
Copyright
Copyright © 1999 by Springer-Verlag Berlin Heidelberg
Subject
Medicine & Public Health; Vascular Surgery
ISSN
0948-7034
eISSN
1434-3932
D.O.I.
10.1007/PL00010555
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Abstract

Die Heparin-induzierte oder Heparin-assoziierte Thrombozytopenie Typ-II-(HIT II) ist die klinisch bedeutsamste Komplikation der Heparin-Therapie. Im Universitätsklinikum Jena ist seit 1995 zum Nachweis der HIT-II-Antikörper der HIPA-Assay (heparin induced platelet activation assay) verfügbar. In diesem Zeitraum wurden in der Chirurgischen Klinik Seren von 89 Patienten unter dem klinischen Verdacht auf ein HIT-II-Syndrom untersucht. Grund für die Durchführung eines HIPA-Assays war eine Thrombozytopenie bei Heparin-Exposition, aber auch jede thrombembolische Komplikation unter Heparin-Therapie ohne Thrombozytenabfall. Bei 21 Patienten war das Testergebnis positiv. In 15 Fällen traten vor der Diagnose des HIT-II-Syndroms Komplikationen im Sinne eines manifesten „white-clot-syndrom“ auf [Lungenembolie (n = 1), rezidivierende Shuntverschlüsse (n = 3), arterielle Thrombosen, Embolien oder Bypassverschlüsse (n = 8), tiefe Beinvenenthrombosen (n = 4)]; in 8 Fällen waren anamnestisch im Zusammenhang mit früheren Heparin-Expositionen ähnliche Ereignisse eruierbar; 3 Patienten verstarben. Die Behandlung mit Heparin bedeutet die Pflicht zur Kontrolle der Thrombozytenzahlen. Bei Thrombozytenabfall und/oder thrombembolischen Komplikationen ist ein Test auf HIT-II-Antikörper indiziert und bei Bestätigung und Indikation einer gefäßchirurgischen Rekonstruktion ist der Wechsel des Antikoagulans auf Hirudin zu empfehlen.

Journal

GefässchirurgieSpringer Journals

Published: Aug 1, 1999

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