Endoluminale High-dose-rate (HDR)-Brachytherapie nach perkutaner transluminaler Angioplastie (PTA) des A.-femoralis-superficialis- und Popliteastromgebiets

Endoluminale High-dose-rate (HDR)-Brachytherapie nach perkutaner transluminaler Angioplastie... Einleitung: Eine überschießende Imtimaproliferation, als Folge des durch PTA gesetzten Traumas, stellt eine wesentliche Ursache für Rezidivstenosen oder -verschlüsse dar. Es ist seit langem bekannt, daßähnlich überschießende proliferative Reaktionen nach Gewebetraumen, wie z.B. Keloide oder ektope Ossifikationen nach Hüftgelenkersatz durch eine niedrig dosierte, unmittelbar prä- oder posttraumatisch durchgeführte Strahlenbehandlung mit hoher Wahrscheinlichkeit unterdrückbar sind [1–2]. In experimentellen und klinischen Untersuchungen konnte gezeigt werden, daß dies auch für die überschießende Intimaproliferation nach PTA gilt [3–7]. Das Ziel der vorliegenden Studie ist die Prüfung der Durchführbarkeit, Sicherheit und potentiellen Senkung des Rezidivrisikos durch endovaskuläre Brachytherapie bei Risikopatienten im Femoralis- und Popliteastromgebiet an einem Routinespital zu prüfen. Material und Methode: Seit September 1996 wurden 14 Patienten mit längerstreckigen Stenosen oder Verschlüssen (>5 cm) oder Rezidivstenosen nach Dilatation nach PTA einer endovasculären Bestrahlung mittels eines kommerziellen Iridium-192-HDR-Bestrahlungssystems zugeführt. Als Zielvolumen wurde die gesamte dilatierte Gefäßstrecke zuzüglich 1 cm proximal und distal angenommen. Alle Patienten wurden in 3monatigen Intervallen mittels Dopplersonographie nachuntersucht, nach 6 Monaten erfolgte eine i.v.-DSA-Kontrolle. Ergebnisse: Nach einem minimalen Beobachtungszeitraum von 5,3 Monaten fand sich 1 Verschluß, sowie 2 Rezidivstenosen. Der Verschluß wurde chirurgisch versorgt, die Restenosen erneut dilatiert und bestrahlt. Es fand sich eine primäre Offenheitsrate von 79%. Bei Verschluß oder Stenoselängen >5 cm bzw. Rezidiven nach PTA finden sich in der Literatur Offenheitsraten von etwa 40% nach 1 Jahr, wir erachten somit unsere ersten Ergebnisse als vielversprechend. Im bestrahlten Patientenkollektiv wurden keinerlei Komplikationen beobachtet. Schlußfolgerung: Die endovaskulär HDR-Brachytherapie nach PTA ist eine sichere, kaum belastende, zeitlich und finanziell wenig aufwendige, vielversprechende Methode zur Rezidivprophylaxe nach PTA. Sie ist an jeder Krankenanstalt, welche über eine interventionell tätige Radiologie, sowie HDR-Brachythera-pie verfügt, problemlos implementierbar. http://www.deepdyve.com/assets/images/DeepDyve-Logo-lg.png Gefässchirurgie Springer Journals

Endoluminale High-dose-rate (HDR)-Brachytherapie nach perkutaner transluminaler Angioplastie (PTA) des A.-femoralis-superficialis- und Popliteastromgebiets

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Publisher
Springer Berlin Heidelberg
Copyright
Copyright © 1999 by Springer-Verlag Berlin Heidelberg
Subject
Medicine & Public Health; Vascular Surgery
ISSN
0948-7034
eISSN
1434-3932
D.O.I.
10.1007/PL00010557
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Abstract

Einleitung: Eine überschießende Imtimaproliferation, als Folge des durch PTA gesetzten Traumas, stellt eine wesentliche Ursache für Rezidivstenosen oder -verschlüsse dar. Es ist seit langem bekannt, daßähnlich überschießende proliferative Reaktionen nach Gewebetraumen, wie z.B. Keloide oder ektope Ossifikationen nach Hüftgelenkersatz durch eine niedrig dosierte, unmittelbar prä- oder posttraumatisch durchgeführte Strahlenbehandlung mit hoher Wahrscheinlichkeit unterdrückbar sind [1–2]. In experimentellen und klinischen Untersuchungen konnte gezeigt werden, daß dies auch für die überschießende Intimaproliferation nach PTA gilt [3–7]. Das Ziel der vorliegenden Studie ist die Prüfung der Durchführbarkeit, Sicherheit und potentiellen Senkung des Rezidivrisikos durch endovaskuläre Brachytherapie bei Risikopatienten im Femoralis- und Popliteastromgebiet an einem Routinespital zu prüfen. Material und Methode: Seit September 1996 wurden 14 Patienten mit längerstreckigen Stenosen oder Verschlüssen (>5 cm) oder Rezidivstenosen nach Dilatation nach PTA einer endovasculären Bestrahlung mittels eines kommerziellen Iridium-192-HDR-Bestrahlungssystems zugeführt. Als Zielvolumen wurde die gesamte dilatierte Gefäßstrecke zuzüglich 1 cm proximal und distal angenommen. Alle Patienten wurden in 3monatigen Intervallen mittels Dopplersonographie nachuntersucht, nach 6 Monaten erfolgte eine i.v.-DSA-Kontrolle. Ergebnisse: Nach einem minimalen Beobachtungszeitraum von 5,3 Monaten fand sich 1 Verschluß, sowie 2 Rezidivstenosen. Der Verschluß wurde chirurgisch versorgt, die Restenosen erneut dilatiert und bestrahlt. Es fand sich eine primäre Offenheitsrate von 79%. Bei Verschluß oder Stenoselängen >5 cm bzw. Rezidiven nach PTA finden sich in der Literatur Offenheitsraten von etwa 40% nach 1 Jahr, wir erachten somit unsere ersten Ergebnisse als vielversprechend. Im bestrahlten Patientenkollektiv wurden keinerlei Komplikationen beobachtet. Schlußfolgerung: Die endovaskulär HDR-Brachytherapie nach PTA ist eine sichere, kaum belastende, zeitlich und finanziell wenig aufwendige, vielversprechende Methode zur Rezidivprophylaxe nach PTA. Sie ist an jeder Krankenanstalt, welche über eine interventionell tätige Radiologie, sowie HDR-Brachythera-pie verfügt, problemlos implementierbar.

Journal

GefässchirurgieSpringer Journals

Published: Aug 1, 1999

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