Einfluss des Migrationshintergrunds bei Studierenden auf den Fachwissenserwerb im wirtschaftswissenschaftlichen Studium – eine vergleichende Längsschnittstudie

Einfluss des Migrationshintergrunds bei Studierenden auf den Fachwissenserwerb im... Studieneinsteiger/innen zeichnen sich durch eine zunehmend hohe Heterogenität in Persönlichkeitsmerkmalen aus (z. B. Vorbildung, soziokultureller Hintergrund, intellektuelle Leistungsfähigkeit). Dieses stellt die akademische Ausbildung vor enorme Herausforderungen. Auf Basis eines längsschnittlichen Designs mit drei Messzeitpunkten im Abstand von einem Fachsemester haben wir in unserer Studie den Erwerb des ökonomischen Wissens bei Studierenden der Wirtschaftswissenschaften untersucht. Methodisch erfolgt die Auswertung des längsschnittlichen Datensatzes mit Hilfe einer regressionsbasierten Mehrebenenanalyse. Es wird die Frage fokussiert, inwieweit der Migrationshintergrund eines/r Studierenden den Erwerb des ökonomischen Fachwissens im Studium beeinflusst. Mit Aufgaben aus der deutschen Adaption der vierten Version des amerikanischen Test of Economic Literacy, der zur Erfassung des ökonomischen Fachwissens eingesetzt wird, lässt sich im Verlauf der Studie ein positiver Anstieg im ökonomischen Fachwissen über alle Studierende konstatieren. Dabei werden migrationsspezifische Unterschiede im Ausgangsniveau des ökonomischen Wissens bei den Studierenden zu Beginn des ersten Semesters (t1) identifiziert. In der Studie wird betrachtet, inwieweit diese Unterschiede aus t1 nach dem ersten (t2) und zweiten Semester (t3) im Studienverlauf kompensiert werden. Die Befunde deuten darauf hin, dass das Hochschulstudium die migrationsspezifischen Unterschiede im ökonomischen Wissen nicht kompensieren kann. Daraus lassen sich aus bildungspolitischer Sicht erste Implikationen ableiten, um mit der zunehmenden Heterogenität unter der Studierendenschaft umzugehen. http://www.deepdyve.com/assets/images/DeepDyve-Logo-lg.png Zeitschrift für Bildungsforschung Springer Journals

Einfluss des Migrationshintergrunds bei Studierenden auf den Fachwissenserwerb im wirtschaftswissenschaftlichen Studium – eine vergleichende Längsschnittstudie

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Publisher
Springer Journals
Copyright
Copyright © 2017 by Springer Fachmedien Wiesbaden
Subject
Social Sciences; Social Sciences, general
ISSN
2190-6890
eISSN
2190-6904
D.O.I.
10.1007/s35834-017-0179-2
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Abstract

Studieneinsteiger/innen zeichnen sich durch eine zunehmend hohe Heterogenität in Persönlichkeitsmerkmalen aus (z. B. Vorbildung, soziokultureller Hintergrund, intellektuelle Leistungsfähigkeit). Dieses stellt die akademische Ausbildung vor enorme Herausforderungen. Auf Basis eines längsschnittlichen Designs mit drei Messzeitpunkten im Abstand von einem Fachsemester haben wir in unserer Studie den Erwerb des ökonomischen Wissens bei Studierenden der Wirtschaftswissenschaften untersucht. Methodisch erfolgt die Auswertung des längsschnittlichen Datensatzes mit Hilfe einer regressionsbasierten Mehrebenenanalyse. Es wird die Frage fokussiert, inwieweit der Migrationshintergrund eines/r Studierenden den Erwerb des ökonomischen Fachwissens im Studium beeinflusst. Mit Aufgaben aus der deutschen Adaption der vierten Version des amerikanischen Test of Economic Literacy, der zur Erfassung des ökonomischen Fachwissens eingesetzt wird, lässt sich im Verlauf der Studie ein positiver Anstieg im ökonomischen Fachwissen über alle Studierende konstatieren. Dabei werden migrationsspezifische Unterschiede im Ausgangsniveau des ökonomischen Wissens bei den Studierenden zu Beginn des ersten Semesters (t1) identifiziert. In der Studie wird betrachtet, inwieweit diese Unterschiede aus t1 nach dem ersten (t2) und zweiten Semester (t3) im Studienverlauf kompensiert werden. Die Befunde deuten darauf hin, dass das Hochschulstudium die migrationsspezifischen Unterschiede im ökonomischen Wissen nicht kompensieren kann. Daraus lassen sich aus bildungspolitischer Sicht erste Implikationen ableiten, um mit der zunehmenden Heterogenität unter der Studierendenschaft umzugehen.

Journal

Zeitschrift für BildungsforschungSpringer Journals

Published: Feb 14, 2017

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