Die laparoskopische Anlage aortobifemoraler Bypässe

Die laparoskopische Anlage aortobifemoraler Bypässe Fragestellung: Entwicklung einer laparoskopischen Technik zur transperitonealen Anlage einer aortobifemoralen Bifurkationsprothese bei AVK. Methode und Patienten: In der Zeit vom 1. 2. 96 bis zum 1. 2. 98 wurden 16 Patienten der laparoskopischen Anlage einer aortofemoralen Bifurkationsprothese zugeführt. Über 6 5–12 mm große Arbeitszugänge konnten Exposition, Ausklemmung und Arteriotomie des infrarenalen Aortensegmentes mittels laparoskopischer Instrumente ausgeführt werden. Der fortlaufende End-zu-Seit-Anschluß der primär dichten Dacronprothese erfolgte ebenso vollständig laparoskopisch. Nach retroperitonealem Durchzug der Prothesenschenkel, wurden diese konventionell an den Leistenschlagadern angeschlossen. Ergebnisse: Der Eingriff konnte 13mal auf laparoskopischem Wege beendet werden; 3mal war eine Konversion zur konventionellen Operationstechnik erforderlich. Ein Patient erfuhr eine 16tägige intensivmedizinische Behandlung wegen einer respiratorischen Insuffizienz. Die mittlere Operationsdauer betrug 292±60 min bei einer Abklemmzeit von 74 ±18 min. Der Blutverlust lag bei 566±434 ml, bei 2 Patienten erfolgte eine Fremdbluttransfusion. Die regelrechte Lage und Durchgängigkeit der Bypässe wurde angiographisch dokumentiert. Die Patienten konnten durchschnittlich 9±5,8 Tage nach dem Eingriff entlassen werden. Bisher wurden 15 von 16 Patienten im nicht-invasiven Gefäßlabor nachuntersucht, alle Rekonstruktionen waren offen. Wegen einer hochgradigen Stenose am femoralen Anschluß, war in einem Fall eine Revision erforderlich. Schlußfolgerung: Die laparoskopische Anlage einer aortofemoralen Bifurkationsprothese ist möglich, sicher und effektiv. Der technisch anspruchsvolle Eingriff wird mit speziellem Instrumentarium durchgeführt, die Entwicklung eines Klammernahtgeräts sowie eines Retraktors für den Darm wird voraussichtlich den Schwierigkeitsgrad sowie die Dauer der Operation wesentlich verringern können. Möglicherweise wird diese Methode einen Beitrag zur Minimierung des Operationstraumas bei aortofemoralen Rekonstruktionen leisten können. http://www.deepdyve.com/assets/images/DeepDyve-Logo-lg.png Gefässchirurgie Springer Journals

Die laparoskopische Anlage aortobifemoraler Bypässe

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Publisher
Springer Journals
Copyright
Copyright © 1999 by Springer-Verlag Berlin Heidelberg
Subject
Medicine & Public Health; Vascular Surgery
ISSN
0948-7034
D.O.I.
10.1007/PL00010536
Publisher site
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Abstract

Fragestellung: Entwicklung einer laparoskopischen Technik zur transperitonealen Anlage einer aortobifemoralen Bifurkationsprothese bei AVK. Methode und Patienten: In der Zeit vom 1. 2. 96 bis zum 1. 2. 98 wurden 16 Patienten der laparoskopischen Anlage einer aortofemoralen Bifurkationsprothese zugeführt. Über 6 5–12 mm große Arbeitszugänge konnten Exposition, Ausklemmung und Arteriotomie des infrarenalen Aortensegmentes mittels laparoskopischer Instrumente ausgeführt werden. Der fortlaufende End-zu-Seit-Anschluß der primär dichten Dacronprothese erfolgte ebenso vollständig laparoskopisch. Nach retroperitonealem Durchzug der Prothesenschenkel, wurden diese konventionell an den Leistenschlagadern angeschlossen. Ergebnisse: Der Eingriff konnte 13mal auf laparoskopischem Wege beendet werden; 3mal war eine Konversion zur konventionellen Operationstechnik erforderlich. Ein Patient erfuhr eine 16tägige intensivmedizinische Behandlung wegen einer respiratorischen Insuffizienz. Die mittlere Operationsdauer betrug 292±60 min bei einer Abklemmzeit von 74 ±18 min. Der Blutverlust lag bei 566±434 ml, bei 2 Patienten erfolgte eine Fremdbluttransfusion. Die regelrechte Lage und Durchgängigkeit der Bypässe wurde angiographisch dokumentiert. Die Patienten konnten durchschnittlich 9±5,8 Tage nach dem Eingriff entlassen werden. Bisher wurden 15 von 16 Patienten im nicht-invasiven Gefäßlabor nachuntersucht, alle Rekonstruktionen waren offen. Wegen einer hochgradigen Stenose am femoralen Anschluß, war in einem Fall eine Revision erforderlich. Schlußfolgerung: Die laparoskopische Anlage einer aortofemoralen Bifurkationsprothese ist möglich, sicher und effektiv. Der technisch anspruchsvolle Eingriff wird mit speziellem Instrumentarium durchgeführt, die Entwicklung eines Klammernahtgeräts sowie eines Retraktors für den Darm wird voraussichtlich den Schwierigkeitsgrad sowie die Dauer der Operation wesentlich verringern können. Möglicherweise wird diese Methode einen Beitrag zur Minimierung des Operationstraumas bei aortofemoralen Rekonstruktionen leisten können.

Journal

GefässchirurgieSpringer Journals

Published: Feb 15, 1999

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