Die ambulatorische und die ambulante Behandlung der tiefen Bein-Becken- Venenthrombose

Die ambulatorische und die ambulante Behandlung der tiefen Bein-Becken- Venenthrombose Die Bein-Becken-Venenthrombose gehört trotz aller prophylaktischen Maßnahmen weiterhin zu den häufigsten Krankheiten unserer Zeit. Beim ambulant in der Praxis eintreffenden Patienten sind schon in etwa 50% der Fälle meistens asymptomatische Lungenembolien abgelaufen. Zum Prinzip der ambulanten Thrombosetherapie gehören der Kompressionsverband, die Mobilisation mit verordneter Bewegungsaktivität und die körpergewichtsadaptierte Antikoagulation; für den Beginn der Behandlung haben sich die niedermolekularen Heparine und anschließend dann die oralen Antikoagulanzien bewährt. Die großen Studien aus Kanada und den Niederlanden sowie aus der Schweiz und aus Österreich haben gezeigt, daß sowohl die fulminante und die tödliche Lungenembolie als auch die große antikoagulatorische Blutung unter ambulanten und ambulatorischen Bedingungen sehr selten sind. Es müssen aber die Ausschlußkriterien des Behandlungskonzepts auf das genaueste beachtet werden. Vor allem erscheint es wichtig, daß der Patient die statistischen Daten der Gefährdung mit einer schonungslosen Offenheit erfährt und – vor allem – auch versteht. Die lumeneröffnenden Verfahren wie die Thrombektomie oder die Thrombolyse kommen dann zum Einsatz, wenn eine strenge Indikation dazu vorliegt, und wenn sie gegenüber der konservativen Therapie eindeutige Vorteile versprechen. Von grundlegender Bedeutung sind die Vorgaben bezüglich der ambulanten Betreuung in der Familie und den engmaschigen medizinischen Kontrollen. Hinsichtlich der Lebensqualität bringt die ambulante Thrombosebehandlung dem Patienten einen Gewinn, und es werden erhebliche Kosten eingespart. http://www.deepdyve.com/assets/images/DeepDyve-Logo-lg.png Gefässchirurgie Springer Journals

Die ambulatorische und die ambulante Behandlung der tiefen Bein-Becken- Venenthrombose

Loading next page...
 
/lp/springer_journal/die-ambulatorische-und-die-ambulante-behandlung-der-tiefen-bein-becken-YBykL8L9k8
Publisher
Springer Journals
Copyright
Copyright © 1999 by Springer-Verlag Berlin Heidelberg
Subject
Medicine & Public Health; Vascular Surgery
ISSN
0948-7034
D.O.I.
10.1007/s007720050163
Publisher site
See Article on Publisher Site

Abstract

Die Bein-Becken-Venenthrombose gehört trotz aller prophylaktischen Maßnahmen weiterhin zu den häufigsten Krankheiten unserer Zeit. Beim ambulant in der Praxis eintreffenden Patienten sind schon in etwa 50% der Fälle meistens asymptomatische Lungenembolien abgelaufen. Zum Prinzip der ambulanten Thrombosetherapie gehören der Kompressionsverband, die Mobilisation mit verordneter Bewegungsaktivität und die körpergewichtsadaptierte Antikoagulation; für den Beginn der Behandlung haben sich die niedermolekularen Heparine und anschließend dann die oralen Antikoagulanzien bewährt. Die großen Studien aus Kanada und den Niederlanden sowie aus der Schweiz und aus Österreich haben gezeigt, daß sowohl die fulminante und die tödliche Lungenembolie als auch die große antikoagulatorische Blutung unter ambulanten und ambulatorischen Bedingungen sehr selten sind. Es müssen aber die Ausschlußkriterien des Behandlungskonzepts auf das genaueste beachtet werden. Vor allem erscheint es wichtig, daß der Patient die statistischen Daten der Gefährdung mit einer schonungslosen Offenheit erfährt und – vor allem – auch versteht. Die lumeneröffnenden Verfahren wie die Thrombektomie oder die Thrombolyse kommen dann zum Einsatz, wenn eine strenge Indikation dazu vorliegt, und wenn sie gegenüber der konservativen Therapie eindeutige Vorteile versprechen. Von grundlegender Bedeutung sind die Vorgaben bezüglich der ambulanten Betreuung in der Familie und den engmaschigen medizinischen Kontrollen. Hinsichtlich der Lebensqualität bringt die ambulante Thrombosebehandlung dem Patienten einen Gewinn, und es werden erhebliche Kosten eingespart.

Journal

GefässchirurgieSpringer Journals

Published: Nov 15, 1999

There are no references for this article.

You’re reading a free preview. Subscribe to read the entire article.


DeepDyve is your
personal research library

It’s your single place to instantly
discover and read the research
that matters to you.

Enjoy affordable access to
over 18 million articles from more than
15,000 peer-reviewed journals.

All for just $49/month

Explore the DeepDyve Library

Search

Query the DeepDyve database, plus search all of PubMed and Google Scholar seamlessly

Organize

Save any article or search result from DeepDyve, PubMed, and Google Scholar... all in one place.

Access

Get unlimited, online access to over 18 million full-text articles from more than 15,000 scientific journals.

Your journals are on DeepDyve

Read from thousands of the leading scholarly journals from SpringerNature, Elsevier, Wiley-Blackwell, Oxford University Press and more.

All the latest content is available, no embargo periods.

See the journals in your area

DeepDyve

Freelancer

DeepDyve

Pro

Price

FREE

$49/month
$360/year

Save searches from
Google Scholar,
PubMed

Create lists to
organize your research

Export lists, citations

Read DeepDyve articles

Abstract access only

Unlimited access to over
18 million full-text articles

Print

20 pages / month

PDF Discount

20% off