Der Ingenieurtitel als Qualifikationsbezeichnung

Der Ingenieurtitel als Qualifikationsbezeichnung Elektrotechnik & Informationstechnik (2018) 135/1: 101–102. https://doi.org/10.1007/s00502-017-0588-x BERICHT Der Ingenieurtitel als Qualifikationsbezeichnung W. Scharl Online publiziert am 2. Februar 2018 © Springer-Verlag GmbH Austria, ein Teil von Springer Nature 2018 Seit 1. Mai 2017 gibt es in Österreich ein neues Ingenieur- gesetz. Die alte Standesbezeichnung Ingenieur ist damit 100 Jahre nach ihrer Einführung durch eine kaiserliche Verord- nung Geschichte. Für Führungskräfte werden im internationalen Umfeld aufgrund verschiedener Qualitätsstandards und Compliance-Regeln oft Quali- fikationen zumindest auf Bachelorniveau gefordert. Hochqualifizier- te österreichische Ingenieure sehen sich daher bei internationalen Projekten immer öfter mit formalen Barrieren in ihrer beruflichen Laufbahn konfrontiert, da die alte Standesbezeichnung internatio- nal nicht als Bildungsabschluss auf tertiärem Niveau anerkannt wird. Mit dem Ingenieurgesetz 2017 wird der Ingenieurtitel zu einer Qualifikationsbezeichnung und damit zu einem Bildungsabschluss. Die entsprechende Qualifikation muss von den Bewerberinnen und Bewerbern in einem Fachgespräch vor einer Zertifizierungskommis- sion nachgewiesen werden. Man geht dabei davon aus, dass Quali- fikationen nicht nur über formale Ausbildungen, sondern auch auf informellem Weg im beruflichen Alltag, also durch „learning by doing“, erworben werden können. Abb. 1. Positionierung der unterschiedlichen Bildungsabschlüsse auf die Bereiche eines Berufsfeldes 1. Internationale Positionierung Die Qualifikationsniveaus werden durch den Nationalen Qualifikati- onsrahmen (NQR) festgelegt, der sich http://www.deepdyve.com/assets/images/DeepDyve-Logo-lg.png e & i Elektrotechnik und Informationstechnik Springer Journals

Der Ingenieurtitel als Qualifikationsbezeichnung

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Publisher
Springer Vienna
Copyright
Copyright © 2018 by Springer-Verlag GmbH Austria, ein Teil von Springer Nature
Subject
Engineering; Electrical Engineering; Computer Hardware; Software Engineering/Programming and Operating Systems
ISSN
0932-383X
eISSN
1613-7620
D.O.I.
10.1007/s00502-017-0588-x
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Abstract

Elektrotechnik & Informationstechnik (2018) 135/1: 101–102. https://doi.org/10.1007/s00502-017-0588-x BERICHT Der Ingenieurtitel als Qualifikationsbezeichnung W. Scharl Online publiziert am 2. Februar 2018 © Springer-Verlag GmbH Austria, ein Teil von Springer Nature 2018 Seit 1. Mai 2017 gibt es in Österreich ein neues Ingenieur- gesetz. Die alte Standesbezeichnung Ingenieur ist damit 100 Jahre nach ihrer Einführung durch eine kaiserliche Verord- nung Geschichte. Für Führungskräfte werden im internationalen Umfeld aufgrund verschiedener Qualitätsstandards und Compliance-Regeln oft Quali- fikationen zumindest auf Bachelorniveau gefordert. Hochqualifizier- te österreichische Ingenieure sehen sich daher bei internationalen Projekten immer öfter mit formalen Barrieren in ihrer beruflichen Laufbahn konfrontiert, da die alte Standesbezeichnung internatio- nal nicht als Bildungsabschluss auf tertiärem Niveau anerkannt wird. Mit dem Ingenieurgesetz 2017 wird der Ingenieurtitel zu einer Qualifikationsbezeichnung und damit zu einem Bildungsabschluss. Die entsprechende Qualifikation muss von den Bewerberinnen und Bewerbern in einem Fachgespräch vor einer Zertifizierungskommis- sion nachgewiesen werden. Man geht dabei davon aus, dass Quali- fikationen nicht nur über formale Ausbildungen, sondern auch auf informellem Weg im beruflichen Alltag, also durch „learning by doing“, erworben werden können. Abb. 1. Positionierung der unterschiedlichen Bildungsabschlüsse auf die Bereiche eines Berufsfeldes 1. Internationale Positionierung Die Qualifikationsniveaus werden durch den Nationalen Qualifikati- onsrahmen (NQR) festgelegt, der sich

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e & i Elektrotechnik und InformationstechnikSpringer Journals

Published: Feb 2, 2018

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