Der Endopass: Ein endovaskulärer Bypass zur Therapie von Verschlußprozessen der A. femoralis und A. poplitea

Der Endopass: Ein endovaskulärer Bypass zur Therapie von Verschlußprozessen der A. femoralis... Fragestellung: Die Implantation eines femoropoplitealen Bypasses stellt heute den Goldstandard zur Behandlung der AVK bei Verschlußprozessen im femoropoplitealen Bereich dar. Durch Verwendung interventioneller Techniken konnte ein endovasculär implantierbares Bypassystem entwickelt werden. Im Rahmen einer Leichenstudie wurde die technische Funktionsfähigkeit des neuen Systems erprobt und danach die Evaluation in der humanen Anwendung begonnen. Methodik: Der Endopass besteht aus einer 53 cm langen, dünnwandigen Rohrprothese aus Polycarbourethan. Das distale Ende ist auf eine Länge von 4 cm mit einem selbstexpandierenden Stent armiert. Die Implantation erfolgt über eine Leisteninzision. Nach antegrader Ringsonden-TEA wird der Endopass über einem Führungsdraht in der A. femoralis superficialis plaziert. Die proximale Anastomose erfolgt chirurgisch. Ergebnisse: Die technische Durchführbarkeit und Funktionsfähigkeit wurde an 12 Leichenextremitäten erprobt. Bei 8 Extremitäten mit Verschlüssen der A. femoralis superficialis konnte das Verfahren in 7 Fällen technisch durchgeführt werden. Entscheidende Probleme sind die komplette Ringsonden-TEA, die Plazierung des Führungsdrahts nach TEA und die Entfaltung des Endopasses aus dem Introducer. Nach Änderung des Equipments und Freigabe der Anwendung durch die Ethikkommission wurde der Endopass von 6/97 bis 3/98 bisher bei 5 Patienten angewandt. Bei 3 Patienten ist der Endopass offen und zeigt eine gute Funktion. Ein Patient erlitt einen nicht korrigierbaren Frühverschluß bei schlechter Ausstrombahn und bei einem Patienten mußte das Verfahren bei Ringsondenperforation gewechselt werden. Schlußfolgerungen: Die Erfahrungen der Leichenstudie und der ersten humanen Anwendungen bestätigen die praktische Durchführbarkeit der Methode. Es sind jedoch weitere Entwicklungsarbeit und methodische Verbesserungen notwendig, die nur durch weitere Erfahrungen am Patienten gewonnen werden können. http://www.deepdyve.com/assets/images/DeepDyve-Logo-lg.png Gefässchirurgie Springer Journals

Der Endopass: Ein endovaskulärer Bypass zur Therapie von Verschlußprozessen der A. femoralis und A. poplitea

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Publisher
Springer-Verlag
Copyright
Copyright © 1999 by Springer-Verlag Berlin Heidelberg
Subject
Medicine & Public Health; Vascular Surgery
ISSN
0948-7034
D.O.I.
10.1007/PL00010563
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Abstract

Fragestellung: Die Implantation eines femoropoplitealen Bypasses stellt heute den Goldstandard zur Behandlung der AVK bei Verschlußprozessen im femoropoplitealen Bereich dar. Durch Verwendung interventioneller Techniken konnte ein endovasculär implantierbares Bypassystem entwickelt werden. Im Rahmen einer Leichenstudie wurde die technische Funktionsfähigkeit des neuen Systems erprobt und danach die Evaluation in der humanen Anwendung begonnen. Methodik: Der Endopass besteht aus einer 53 cm langen, dünnwandigen Rohrprothese aus Polycarbourethan. Das distale Ende ist auf eine Länge von 4 cm mit einem selbstexpandierenden Stent armiert. Die Implantation erfolgt über eine Leisteninzision. Nach antegrader Ringsonden-TEA wird der Endopass über einem Führungsdraht in der A. femoralis superficialis plaziert. Die proximale Anastomose erfolgt chirurgisch. Ergebnisse: Die technische Durchführbarkeit und Funktionsfähigkeit wurde an 12 Leichenextremitäten erprobt. Bei 8 Extremitäten mit Verschlüssen der A. femoralis superficialis konnte das Verfahren in 7 Fällen technisch durchgeführt werden. Entscheidende Probleme sind die komplette Ringsonden-TEA, die Plazierung des Führungsdrahts nach TEA und die Entfaltung des Endopasses aus dem Introducer. Nach Änderung des Equipments und Freigabe der Anwendung durch die Ethikkommission wurde der Endopass von 6/97 bis 3/98 bisher bei 5 Patienten angewandt. Bei 3 Patienten ist der Endopass offen und zeigt eine gute Funktion. Ein Patient erlitt einen nicht korrigierbaren Frühverschluß bei schlechter Ausstrombahn und bei einem Patienten mußte das Verfahren bei Ringsondenperforation gewechselt werden. Schlußfolgerungen: Die Erfahrungen der Leichenstudie und der ersten humanen Anwendungen bestätigen die praktische Durchführbarkeit der Methode. Es sind jedoch weitere Entwicklungsarbeit und methodische Verbesserungen notwendig, die nur durch weitere Erfahrungen am Patienten gewonnen werden können.

Journal

GefässchirurgieSpringer Journals

Published: Nov 15, 1999

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