Biobanken

Biobanken Einführung zum Thema 1 2 1 Pathologe 2018 · 39:288 E. Dahl · P. Schirmacher · R. Knüchel-Clarke https://doi.org/10.1007/s00292-018-0448-4 Institut für Pathologie, Uniklinik RWTH Aachen, Aachen, Deutschland Online publiziert: 30. Mai 2018 Pathologisches Institut, Universitätsklinikum Heidelberg, Heidelberg, Deutschland © Springer Medizin Verlag GmbH, ein Teil von Springer Nature 2018 Eine zentrale Aufgabe der Pathologie Unser Fach Pathologie ist gekennzeich- nologie, Bemühung um Harmonisierung Wir wünschen Freude beim Lesen net durch den Umgang mit Bioproben der Datenbanken und Projektmanage- der Artikel und hoffen, dass Sie dieses wie Gewebe und Zellsuspensionen. Die mentstrukturen bis hin zu einer Viel- Heft zum Austausch mit Ihren lokalen Forschung an diesen Materialien wird zahl ethischer und rechtlicher Fragen. Biobanken und deren aktiver Unterstüt- aber erst dann bedeutsam, wenn sie mit Erfahrene Autoren aus ganz Deutsch- zung stimuliert. qualitativ hochwertigen diagnostischen land tragen zum Teil gemeinsam ihre und klinischen Daten verknüpft werden Überlegungen standortübergreifend und Prof. Dr. Edgar Dahl kann. Dazu muss der die Probe spen- auch standortspezifisch zusammen. Dem Prof. Dr. Peter Schirmacher dende Patient sein Einverständnis erteilt Leser zu empfehlen ist gleichzeitig das Prof. Dr. Ruth Knüchel-Clarke haben. Auch verlangt diehoheSensi- während der Arbeit für dieses Heft von tivität vieler experimenteller Methoden der Bundesärztekammer veröffentlichte Korrespondenzadresse eine möglichst einheitliche Qualität Informationspapier „Medizinische, ethi- Prof. Dr. E. Dahl des Probenmaterials. Diesen „Alltags- sche und rechtliche Aspekte von Bioban- Institut für Pathologie, Uniklinik RWTH Aachen weisheiten“ zur Erstellung hochwerti- ken“ [1], das sich gezielt an Ärzte al- Pauwelsstr. 30, 52074 Aachen, Deutschland ger Biobanken standen in Deutschland ler Fachrichtungen wendet, um das Ver- edahl@ukaachen.de zunächst einige Hürden entgegen, de- ständnis für die Belange des Biobankings Prof. Dr. P. Schirmacher nen durch nationale Förderprogramme, zuverbessern.EsistunseingroßesAnlie- Pathologisches Institut, Universitätsklinikum zentralisierte Biobanken einzurichten, gen, auch über die Universitäten hinaus Heidelberg Im Neuenheimer Feld 220/221, 69120 Heidel- entgegengewirkt wurde. Vor 7 Jahren die Wertigkeit der Biobanken für unser berg, Deutschland startete das Programm des Bundesmi- Fach deutlich zu machen. Gewebe und Peter.Schirmacher@med.uni-heidelberg.de nisteriums für Bildung und Forschung die Zytologie sind nur ein Teil der Bio- Prof. Dr. R. Knüchel-Clarke (BMBF) zur Unterstützung des Auf- bankinhalte, die auch Blut und dessen Institut für Pathologie, Uniklinik RWTH Aachen baus von Biobanken und dann in Folge Derivate wie Serum, Plasma und „buffy Pauwelsstr. 30, 52074 Aachen, Deutschland weitere Programme, auch zu deren Ver- coats“, und vieles andere mehr umfassen. rknuechel-clarke@ukaachen.de netzung untereinander (z.B. German Diese umfassendenSammlungenvongut Biobank Alliance, Deutsche Zentren für dokumentierten Bioproben sind essenzi- Interessenkonflikt. E.Dahl,P.Schirmacherund Gesundheitsforschung). Auf dem Boden ellfürdieeffektiveWeiterentwicklungder R. Knüchel-Clarke geben an, dass kein Interessenkon- flikt besteht. dieser Förderungen ist es mittlerweile ge- Präzisionsmedizin. Gerade auch für den lungen, unter führender Beteiligung der Bereich seltener Erkrankungen brauchen Pathologie eine international im Spitzen- wir die Mitarbeit aller Pathologen, um Literatur bereich angesiedelte Biobankenstruktur Bioproben in Zentren zu sammeln, sei 1. Bundesärztekammer (2017) Medizinische, ethi- in Deutschland zu etablieren. es Paraffin- oder Gefriermaterial. Nicht sche und rechtliche Aspekte von Biobanken. Dtsch Im vorliegenden Heft soll für die Pa- nur für die Forschung, sondern auch für Arztebl. http://www.bundesaerztekammer.de/ thologen deutlich werden, welche we- die eigene Qualitätssicherung brauchen fileadmin/user_upload/downloads/pdf-Ordner/ WB/Biobanken.pdf sentlichen Aufgaben die Initiatoren von wirfür diePathologie eineeinheitliche Biobanken in der Pathologie und au- Präanalytik, die schon mit dem Einsen- ßerhalb zu bewältigen hatten, um ih- denderProbenbeginnt.Undnichtzuletzt re Arbeit zu beginnen und zu optimie- gibt es weitere entscheidende Zukunsft - ren. Die Themen unseres Sonderheftes fragen des Biobankings wie die Integra- reichen von der Optimierung und Har- tion in die neuen IT-Strukturen, die op- monisierung der Präanalytik über Qua- timierte Vernetzung mit klinischen Stu- litätsmanagementaufgaben, die rasante dien und die Frage der Nachhaltigkeits- Weiterentwicklung der Biobankingtech- sicherung, die zu lösen sind. 288 Der Pathologe 4 · 2018 http://www.deepdyve.com/assets/images/DeepDyve-Logo-lg.png Der Pathologe Springer Journals
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Publisher
Springer Medizin
Copyright
Copyright © 2018 by Springer Medizin Verlag GmbH, ein Teil von Springer Nature
Subject
Medicine & Public Health; Pathology
ISSN
0172-8113
eISSN
1432-1963
D.O.I.
10.1007/s00292-018-0448-4
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Abstract

Einführung zum Thema 1 2 1 Pathologe 2018 · 39:288 E. Dahl · P. Schirmacher · R. Knüchel-Clarke https://doi.org/10.1007/s00292-018-0448-4 Institut für Pathologie, Uniklinik RWTH Aachen, Aachen, Deutschland Online publiziert: 30. Mai 2018 Pathologisches Institut, Universitätsklinikum Heidelberg, Heidelberg, Deutschland © Springer Medizin Verlag GmbH, ein Teil von Springer Nature 2018 Eine zentrale Aufgabe der Pathologie Unser Fach Pathologie ist gekennzeich- nologie, Bemühung um Harmonisierung Wir wünschen Freude beim Lesen net durch den Umgang mit Bioproben der Datenbanken und Projektmanage- der Artikel und hoffen, dass Sie dieses wie Gewebe und Zellsuspensionen. Die mentstrukturen bis hin zu einer Viel- Heft zum Austausch mit Ihren lokalen Forschung an diesen Materialien wird zahl ethischer und rechtlicher Fragen. Biobanken und deren aktiver Unterstüt- aber erst dann bedeutsam, wenn sie mit Erfahrene Autoren aus ganz Deutsch- zung stimuliert. qualitativ hochwertigen diagnostischen land tragen zum Teil gemeinsam ihre und klinischen Daten verknüpft werden Überlegungen standortübergreifend und Prof. Dr. Edgar Dahl kann. Dazu muss der die Probe spen- auch standortspezifisch zusammen. Dem Prof. Dr. Peter Schirmacher dende Patient sein Einverständnis erteilt Leser zu empfehlen ist gleichzeitig das Prof. Dr. Ruth Knüchel-Clarke haben. Auch verlangt diehoheSensi- während der Arbeit für dieses Heft von tivität vieler experimenteller Methoden der Bundesärztekammer veröffentlichte Korrespondenzadresse eine möglichst einheitliche Qualität Informationspapier „Medizinische, ethi- Prof. Dr. E. Dahl des Probenmaterials. Diesen „Alltags- sche und rechtliche Aspekte von Bioban- Institut für Pathologie, Uniklinik RWTH Aachen weisheiten“ zur Erstellung hochwerti- ken“ [1], das sich gezielt an Ärzte al- Pauwelsstr. 30, 52074 Aachen, Deutschland ger Biobanken standen in Deutschland ler Fachrichtungen wendet, um das Ver- edahl@ukaachen.de zunächst einige Hürden entgegen, de- ständnis für die Belange des Biobankings Prof. Dr. P. Schirmacher nen durch nationale Förderprogramme, zuverbessern.EsistunseingroßesAnlie- Pathologisches Institut, Universitätsklinikum zentralisierte Biobanken einzurichten, gen, auch über die Universitäten hinaus Heidelberg Im Neuenheimer Feld 220/221, 69120 Heidel- entgegengewirkt wurde. Vor 7 Jahren die Wertigkeit der Biobanken für unser berg, Deutschland startete das Programm des Bundesmi- Fach deutlich zu machen. Gewebe und Peter.Schirmacher@med.uni-heidelberg.de nisteriums für Bildung und Forschung die Zytologie sind nur ein Teil der Bio- Prof. Dr. R. Knüchel-Clarke (BMBF) zur Unterstützung des Auf- bankinhalte, die auch Blut und dessen Institut für Pathologie, Uniklinik RWTH Aachen baus von Biobanken und dann in Folge Derivate wie Serum, Plasma und „buffy Pauwelsstr. 30, 52074 Aachen, Deutschland weitere Programme, auch zu deren Ver- coats“, und vieles andere mehr umfassen. rknuechel-clarke@ukaachen.de netzung untereinander (z.B. German Diese umfassendenSammlungenvongut Biobank Alliance, Deutsche Zentren für dokumentierten Bioproben sind essenzi- Interessenkonflikt. E.Dahl,P.Schirmacherund Gesundheitsforschung). Auf dem Boden ellfürdieeffektiveWeiterentwicklungder R. Knüchel-Clarke geben an, dass kein Interessenkon- flikt besteht. dieser Förderungen ist es mittlerweile ge- Präzisionsmedizin. Gerade auch für den lungen, unter führender Beteiligung der Bereich seltener Erkrankungen brauchen Pathologie eine international im Spitzen- wir die Mitarbeit aller Pathologen, um Literatur bereich angesiedelte Biobankenstruktur Bioproben in Zentren zu sammeln, sei 1. Bundesärztekammer (2017) Medizinische, ethi- in Deutschland zu etablieren. es Paraffin- oder Gefriermaterial. Nicht sche und rechtliche Aspekte von Biobanken. Dtsch Im vorliegenden Heft soll für die Pa- nur für die Forschung, sondern auch für Arztebl. http://www.bundesaerztekammer.de/ thologen deutlich werden, welche we- die eigene Qualitätssicherung brauchen fileadmin/user_upload/downloads/pdf-Ordner/ WB/Biobanken.pdf sentlichen Aufgaben die Initiatoren von wirfür diePathologie eineeinheitliche Biobanken in der Pathologie und au- Präanalytik, die schon mit dem Einsen- ßerhalb zu bewältigen hatten, um ih- denderProbenbeginnt.Undnichtzuletzt re Arbeit zu beginnen und zu optimie- gibt es weitere entscheidende Zukunsft - ren. Die Themen unseres Sonderheftes fragen des Biobankings wie die Integra- reichen von der Optimierung und Har- tion in die neuen IT-Strukturen, die op- monisierung der Präanalytik über Qua- timierte Vernetzung mit klinischen Stu- litätsmanagementaufgaben, die rasante dien und die Frage der Nachhaltigkeits- Weiterentwicklung der Biobankingtech- sicherung, die zu lösen sind. 288 Der Pathologe 4 · 2018

Journal

Der PathologeSpringer Journals

Published: May 30, 2018

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