Artifizielle Störungen

Artifizielle Störungen Patienten mit artifiziellen Störungen täuschen körperliche oder seelische Symptome vor, aggravieren sie oder fügen sie sich selbst zu, um Ärzten gegenüber Krankheiten zu präsentieren. Die Tatsache der Täuschung ist den Patienten bewusst. Ihnen sind aber nicht unbedingt die zugrunde liegenden Motive klar, die eine angestrebte Übernahme der Krankenrolle und ein Krankheitsverhalten mit hohem selbstinduziertem und iatrogenem Schädigungsrisiko bestimmen. Die Diagnose artifizieller Störungen ist konzeptuell und klassifikatorisch umstritten. Sowohl eine kategoriale Abgrenzung von als auch ein klinisches Kontinuum zwischen somatoformen/dissoziativen Störungen und Simulation werden diskutiert. Die Häufigkeit artifizieller Störungen ist epidemiologisch schwierig zu bestimmen; von einer hohen Dunkelziffer muss ausgegangen werden. In der Ätiopathogenese spielen zumindest bei einer Subgruppe von Patienten frühe traumatisierende Erfahrungen eine wichtige Rolle. Der Verlauf ist durch eine hohe Chronizität ausgezeichnet. Es finden sich aber auch episodische Verlaufsvarianten. http://www.deepdyve.com/assets/images/DeepDyve-Logo-lg.png Psychotherapeut Springer Journals

Artifizielle Störungen

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Publisher
Springer Medizin
Copyright
Copyright © 2018 by Der/die Autor(en) 2018. Dieser Artikel ist eine Open-Access-Publikation.
Subject
Psychology; Psychology, general; Psychotherapy; Psychoanalysis
ISSN
0935-6185
eISSN
1432-2080
D.O.I.
10.1007/s00278-018-0276-2
Publisher site
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Abstract

Patienten mit artifiziellen Störungen täuschen körperliche oder seelische Symptome vor, aggravieren sie oder fügen sie sich selbst zu, um Ärzten gegenüber Krankheiten zu präsentieren. Die Tatsache der Täuschung ist den Patienten bewusst. Ihnen sind aber nicht unbedingt die zugrunde liegenden Motive klar, die eine angestrebte Übernahme der Krankenrolle und ein Krankheitsverhalten mit hohem selbstinduziertem und iatrogenem Schädigungsrisiko bestimmen. Die Diagnose artifizieller Störungen ist konzeptuell und klassifikatorisch umstritten. Sowohl eine kategoriale Abgrenzung von als auch ein klinisches Kontinuum zwischen somatoformen/dissoziativen Störungen und Simulation werden diskutiert. Die Häufigkeit artifizieller Störungen ist epidemiologisch schwierig zu bestimmen; von einer hohen Dunkelziffer muss ausgegangen werden. In der Ätiopathogenese spielen zumindest bei einer Subgruppe von Patienten frühe traumatisierende Erfahrungen eine wichtige Rolle. Der Verlauf ist durch eine hohe Chronizität ausgezeichnet. Es finden sich aber auch episodische Verlaufsvarianten.

Journal

PsychotherapeutSpringer Journals

Published: Mar 5, 2018

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