Abschätzung des Potenzials der Schweizer Speicherseen zur Lastdeckung bei Importrestriktionen

Abschätzung des Potenzials der Schweizer Speicherseen zur Lastdeckung bei Importrestriktionen Die Schweiz verfügt mit ihren Speicherseen über Energiespeicher in beträchtlichem Umfang. Sie sollte damit, würde man annehmen, gegen eine mehrtägige winterliche Dunkelflaute in Europa gut gewappnet sein. Gleichwohl wurden in den vergangenen zwei Wintern seitens Netzbetreiber und Behörden Zweifel geäussert, ob die Versorgungssicherheit tatsächlich gewährleistet ist. Einzelne Medien warfen den Kraftwerksbetreibern vor, sie würden die Seen aus Profitgier bereits zu früh im Winterhalbjahr leeren. In der Politik wurden Forderungen laut, die Speicherseen als strategische Reserve für den Fall von Importrestriktionen zu nutzen. Die vorliegende Arbeit simuliert basierend auf öffentlich verfügbaren Daten die aggregierte Produktion aus Speicherseen unter verschiedenen Annahmen zur Kraftwerksverfügbarkeit und zu den Importmöglichkeiten der Schweiz. Sie kommt zum Schluss, dass die Energiereserven in den Schweizer Speicherseen in den vergangenen Wintern jeweils gereicht hätten, um zusammen mit den übrigen Kraftwerken den inländischen Verbrauch während bis zu einem Monat selbst bei ausbleibenden Importen noch zu decken. Damit das angesichts des Ausstiegs aus der Kernenergie auch in Zukunft noch möglich ist, wären bei sonst unveränderten Verhältnissen indes beträchtliche Eingriffe in die Bewirtschaftung der Seen nötig. Der damit verbundene Wertverlust dürfte – ceteris paribus – jährlich rasch mehrere Dutzend Millionen Franken betragen. http://www.deepdyve.com/assets/images/DeepDyve-Logo-lg.png Zeitschrift für Energiewirtschaft Springer Journals

Abschätzung des Potenzials der Schweizer Speicherseen zur Lastdeckung bei Importrestriktionen

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Publisher
Springer Journals
Copyright
Copyright © 2018 by Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH, ein Teil von Springer Nature
Subject
Engineering; Energy Economics; Power Electronics, Electrical Machines and Networks; Renewable and Green Energy; Energy Technology; Environment, general
ISSN
0343-5377
eISSN
1866-2765
D.O.I.
10.1007/s12398-018-0220-8
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Abstract

Die Schweiz verfügt mit ihren Speicherseen über Energiespeicher in beträchtlichem Umfang. Sie sollte damit, würde man annehmen, gegen eine mehrtägige winterliche Dunkelflaute in Europa gut gewappnet sein. Gleichwohl wurden in den vergangenen zwei Wintern seitens Netzbetreiber und Behörden Zweifel geäussert, ob die Versorgungssicherheit tatsächlich gewährleistet ist. Einzelne Medien warfen den Kraftwerksbetreibern vor, sie würden die Seen aus Profitgier bereits zu früh im Winterhalbjahr leeren. In der Politik wurden Forderungen laut, die Speicherseen als strategische Reserve für den Fall von Importrestriktionen zu nutzen. Die vorliegende Arbeit simuliert basierend auf öffentlich verfügbaren Daten die aggregierte Produktion aus Speicherseen unter verschiedenen Annahmen zur Kraftwerksverfügbarkeit und zu den Importmöglichkeiten der Schweiz. Sie kommt zum Schluss, dass die Energiereserven in den Schweizer Speicherseen in den vergangenen Wintern jeweils gereicht hätten, um zusammen mit den übrigen Kraftwerken den inländischen Verbrauch während bis zu einem Monat selbst bei ausbleibenden Importen noch zu decken. Damit das angesichts des Ausstiegs aus der Kernenergie auch in Zukunft noch möglich ist, wären bei sonst unveränderten Verhältnissen indes beträchtliche Eingriffe in die Bewirtschaftung der Seen nötig. Der damit verbundene Wertverlust dürfte – ceteris paribus – jährlich rasch mehrere Dutzend Millionen Franken betragen.

Journal

Zeitschrift für EnergiewirtschaftSpringer Journals

Published: Jan 24, 2018

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