Abnormität der P‑Welle

Abnormität der P‑Welle Praxiswissen EKG-Interpretation Kardiologe 2018 · 12:215–216 H.-J. Trappe https://doi.org/10.1007/s12181-018-0230-0 Medizinische Klinik II (Schwerpunkte Kardiologie und Angiologie), Ruhr-Universität Bochum, Herne, Online publiziert: 5. Februar 2018 Deutschland © Springer Medizin Verlag GmbH, ein Teil von Springer Nature 2018 Redaktion H.-J. Trappe, Herne Langsame R-Progression und S-Persistenz Anamnese und EKG EKG-Befundung EKG-Interpretation Eine 68-jährige Patientin stellt sich zu Sinusrhythmus, Linkstyp, Kammer- Der auffällige Befund dieses EKGs be- einer kardiologischen Untersuchung vor, frequenz 62/min. P 0,14 s, PQ 0,20 s, steht in der Dauer und der Morpholo- nachdem eine Nachbarin plötzlich ver- QRS 0,10 s, QT 0,40 s, ST-Strecke un- gie der P-Welle. P-Wellen können am storben sei. Kardiale Vorerkrankungen auffällig, unauffälliger Erregungsablauf. besten in der Extremitäten-EKG-Ablei- seien nicht bekannt. Doppelgipflige P-Welle in II, biphasi- tung II beurteilt werden. Als Normwerte Extremitäten-EKG-Ableitungen sind sche P-Welle in V1 mit initial kleinem für die P-Welle gelten eine Dauer von in . Abb. 1, Brustwand-EKG-Ableitun- positiven und deutlicherem negativen 0,05–0,10 s und eine Höhe < 0,25 V. gen in . Abb. 2 dargestellt. Anteil. Im vorliegenden EKG wurde eine Ver- breiterung der P-Welle auf 0,14 s gemes- Abb. 1 8 Extremitäten-EKG-Ableitungen, Schreibgeschwindigkeit: 50 mm/s Der Kardiologe 3 · 2018 215 Praxiswissen EKG-Interpretation Abb. 2 8 Brustwand-EKG-Ableitungen, http://www.deepdyve.com/assets/images/DeepDyve-Logo-lg.png Der Kardiologe Springer Journals

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