Brennpunkt Notaufnahme

Brennpunkt Notaufnahme AUS D EN V ER BÄN D EN | D GU Grundsatzausschuss der DGU er Grundsatzausschuss hat sich in 2016 zu insgesamt drei Ar- D beitstreen zusammengefunden. Folgende emen waren dabei von Be- lang: Projekt „Ausbildungskosten“ Der Grundsatzausschuss der DGU hat sich mit dem ema der Ausbildungs- kosten im Rahmen der Facharztausbil- dung auseinandergesetzt. Es wurde hier- zu eine Analyse durchgeführt, welche innerhalb der nächsten fünf Jahre direk - biet der Unfallchirurgie herausgestellt, sich mit der Operationsdauer als zentra- ten Ein¨uss auf die unfallchirurgische sowie auf die Bedeutung eines guten lem Aspekt der Facharztausbildung in Versorgungsrealität nehmen. Dies wird Qualitätsmanagements und eines stan- chirurgischen Fächern beschä‡igt. Die sehr deutlich aus den Positionspapieren dardisierten Ausbildungskonzeptes. Ausbildungstätigkeit resultiert nachvoll- der Politik und der Kostenträger, in de- D-Arzt-Ambulanzen ziehbarerweise in einer Verlängerung der nen Projekte, wie „pay per performance“ Operationsdauer, da Assistenzärzte nur etc. sehr real diskutiert und gefordert Ferner wurden aktuelle Entwicklungen Schritt für Schritt an die erforderlichen werden. Daher kommt der Entwicklung im Bereich von D-Arzt-Ambulanzen operativen Fertigkeiten und Kenntnisse dieser neuen Qualitätsmessungen größ- aufgezeigt sowie die Sicht der Kassen- herangeführt werden können. Anhand te Bedeutung zu. In diesem Zusammen- ärztlichen Vereinigung (KV) dargestellt. einer Analyse von über 1.000 Fällen wur - hang wurde von der Gruppe um Biber- Abgerundet wurde die Sitzung durch ein de ermittelt, dass sich eine Verlängerung thaler an der TU in München eine ganze Update über aktuelle gesundheitspoliti- der Schnitt-Naht-Zeit um durchschnitt- Reihe von neuen PROM entwickelt, va- sche Entwicklungen im Kontext von lich 19,75 % bei Assistenzärzten ergibt. lidiert und publiziert, welche die valide Notaufnahmen. Abschließend wurde im Kliniken, die aktiv eine Ausbildung von quantitative und reliable Messung von Rahmen eines Roundtables eine sehr of- Assistenzärzten durchführen, sollten bei Ergebnisqualität unfallchirurgischer Pa- fene, belebte, interaktive und interpro- der •nanziellen Förderung gesondert be- tienten erlauben. Mittels dieser Instru- fessionelle Diskussion über das ema trachtet werden. mente wurde nun ein Pilotprojekt ge- „Brennpunkt Notaufnahme“ und dessen meinsam mit dem GSA und der TU zentraler Bedeutung geführt. Hierzu Qualitätssicherungsprojekt München gestartet und ein Frakturregis- konnten relevante Anregungen gewon- Derzeit gibt es eine ganze Reihe von Ak- ter an der Klinik und Poliklinik für Un- nen werden, wie etwa die Tatsache, dass tivitäten zum ema Qualität unfallchi- fallchirurgie der TU München am Klini - die KV in diesem Bereich hochaktiv ist rurgischer Versorgungen. Hintergrund kum rechts der Isar aufgebaut. Die ersten und intensiv an Verbesserungen auf Sei- ist hier zum einen, die Ergebnisqualität Ergebnisse dieses Registers zeigen viel- ten des ambulanten Sektors arbeitet. unfallchirurgischer Operationen quan- versprechende Möglichkeiten der Quali- titativ messbar werden zu lassen und tätsmessungen auf und werden nun als zum anderen die Funktion des Patienten Projekt fortgeführt. Mittelfristiges Ziel in den Vordergrund zu stellen. Diese ist es ein nationales Frakturregister. neuen Messinstrumente wurden als „Pa- Prof. Dr. Peter Aktuelle Entwicklungen tient related outcome measurements“ Biberthaler (PROM) in der jüngsten Vergangenheit In einer gut besuchten Sitzung auf dem München propagiert, und das Konzept an sich hat DKOU am 26. Oktober 2016 haben Leiter insbesondere in den USA zur Gründung hochrangige Referenten ihre jeweilige Grundsatz ausschuss DGU eines großen Forschungsinstitutes ge- Sicht auf die Problematik von überfre- Prof. Dr. Julia Seifert führt (Patient Centered Outcome Re- quentierten Notaufnahmen und die da- Berlin search Institute, PCORI; https://www. mit verbundene Arbeitsverdichtung dar- pcori.org). Diese Aktivitäten werden gestellt. Es wurde grundsätzlich die Be- Prof. Dr. Stefan Huber-Wagner spätestens in der mittelfristigen Zukun‡ deutung der Notaufnahme für das Ge- München 66 Orthopädie und Unfallchirurgie 2017; 07 (4) VLOU DGU DGOOC DGOU BVOU © P. Biberthaler © Angelika Warmuth/dpa http://www.deepdyve.com/assets/images/DeepDyve-Logo-lg.png Orthopädie und Unfallchirurgie Springer Journals

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Publisher
Springer Medizin
Copyright
Copyright © 2017 by Springer Medizin Verlag GmbH
Subject
Medicine & Public Health; Orthopedics; Traumatic Surgery; Conservative Orthopedics; Surgical Orthopedics
ISSN
2193-5254
eISSN
2193-5262
D.O.I.
10.1007/s41785-017-0220-7
Publisher site
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Abstract

AUS D EN V ER BÄN D EN | D GU Grundsatzausschuss der DGU er Grundsatzausschuss hat sich in 2016 zu insgesamt drei Ar- D beitstreen zusammengefunden. Folgende emen waren dabei von Be- lang: Projekt „Ausbildungskosten“ Der Grundsatzausschuss der DGU hat sich mit dem ema der Ausbildungs- kosten im Rahmen der Facharztausbil- dung auseinandergesetzt. Es wurde hier- zu eine Analyse durchgeführt, welche innerhalb der nächsten fünf Jahre direk - biet der Unfallchirurgie herausgestellt, sich mit der Operationsdauer als zentra- ten Ein¨uss auf die unfallchirurgische sowie auf die Bedeutung eines guten lem Aspekt der Facharztausbildung in Versorgungsrealität nehmen. Dies wird Qualitätsmanagements und eines stan- chirurgischen Fächern beschä‡igt. Die sehr deutlich aus den Positionspapieren dardisierten Ausbildungskonzeptes. Ausbildungstätigkeit resultiert nachvoll- der Politik und der Kostenträger, in de- D-Arzt-Ambulanzen ziehbarerweise in einer Verlängerung der nen Projekte, wie „pay per performance“ Operationsdauer, da Assistenzärzte nur etc. sehr real diskutiert und gefordert Ferner wurden aktuelle Entwicklungen Schritt für Schritt an die erforderlichen werden. Daher kommt der Entwicklung im Bereich von D-Arzt-Ambulanzen operativen Fertigkeiten und Kenntnisse dieser neuen Qualitätsmessungen größ- aufgezeigt sowie die Sicht der Kassen- herangeführt werden können. Anhand te Bedeutung zu. In diesem Zusammen- ärztlichen Vereinigung (KV) dargestellt. einer Analyse von über 1.000 Fällen wur - hang wurde von der Gruppe um Biber- Abgerundet wurde die Sitzung durch ein de ermittelt, dass sich eine Verlängerung thaler an der TU in München eine ganze Update über aktuelle gesundheitspoliti- der Schnitt-Naht-Zeit um durchschnitt- Reihe von neuen PROM entwickelt, va- sche Entwicklungen im Kontext von lich 19,75 % bei Assistenzärzten ergibt. lidiert und publiziert, welche die valide Notaufnahmen. Abschließend wurde im Kliniken, die aktiv eine Ausbildung von quantitative und reliable Messung von Rahmen eines Roundtables eine sehr of- Assistenzärzten durchführen, sollten bei Ergebnisqualität unfallchirurgischer Pa- fene, belebte, interaktive und interpro- der •nanziellen Förderung gesondert be- tienten erlauben. Mittels dieser Instru- fessionelle Diskussion über das ema trachtet werden. mente wurde nun ein Pilotprojekt ge- „Brennpunkt Notaufnahme“ und dessen meinsam mit dem GSA und der TU zentraler Bedeutung geführt. Hierzu Qualitätssicherungsprojekt München gestartet und ein Frakturregis- konnten relevante Anregungen gewon- Derzeit gibt es eine ganze Reihe von Ak- ter an der Klinik und Poliklinik für Un- nen werden, wie etwa die Tatsache, dass tivitäten zum ema Qualität unfallchi- fallchirurgie der TU München am Klini - die KV in diesem Bereich hochaktiv ist rurgischer Versorgungen. Hintergrund kum rechts der Isar aufgebaut. Die ersten und intensiv an Verbesserungen auf Sei- ist hier zum einen, die Ergebnisqualität Ergebnisse dieses Registers zeigen viel- ten des ambulanten Sektors arbeitet. unfallchirurgischer Operationen quan- versprechende Möglichkeiten der Quali- titativ messbar werden zu lassen und tätsmessungen auf und werden nun als zum anderen die Funktion des Patienten Projekt fortgeführt. Mittelfristiges Ziel in den Vordergrund zu stellen. Diese ist es ein nationales Frakturregister. neuen Messinstrumente wurden als „Pa- Prof. Dr. Peter Aktuelle Entwicklungen tient related outcome measurements“ Biberthaler (PROM) in der jüngsten Vergangenheit In einer gut besuchten Sitzung auf dem München propagiert, und das Konzept an sich hat DKOU am 26. Oktober 2016 haben Leiter insbesondere in den USA zur Gründung hochrangige Referenten ihre jeweilige Grundsatz ausschuss DGU eines großen Forschungsinstitutes ge- Sicht auf die Problematik von überfre- Prof. Dr. Julia Seifert führt (Patient Centered Outcome Re- quentierten Notaufnahmen und die da- Berlin search Institute, PCORI; https://www. mit verbundene Arbeitsverdichtung dar- pcori.org). Diese Aktivitäten werden gestellt. Es wurde grundsätzlich die Be- Prof. Dr. Stefan Huber-Wagner spätestens in der mittelfristigen Zukun‡ deutung der Notaufnahme für das Ge- München 66 Orthopädie und Unfallchirurgie 2017; 07 (4) VLOU DGU DGOOC DGOU BVOU © P. Biberthaler © Angelika Warmuth/dpa

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Orthopädie und UnfallchirurgieSpringer Journals

Published: Aug 15, 2017

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