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Arbeitslosigkeit und ihre Auswirkungen auf die Gesundheit

Arbeitslosigkeit und ihre Auswirkungen auf die Gesundheit Ausgehend vom nationalen und internationalen Forschungsstand wird im vorliegenden Beitrag der Zusammenhang zwischen Arbeitslosigkeit und Gesundheit analysiert. Datenbasis bilden die Erhebungen 2010 und 2012 der Studie „Gesundheit in Deutschland aktuell“ (GEDA) des Robert Koch-Instituts. Für die Analysen wurden Teilnehmerinnen und Teilnehmer im Alter von 18 bis 64 Jahren ausgewählt, die Angaben zu Arbeitslosigkeitserfahrungen in den letzten 5 Jahre gemacht haben (n = 31.955). Die Ergebnisse zeigen, dass Arbeitslose im Vergleich zu Erwerbstätigen ihren subjektiven Gesundheitszustand deutlich schlechter einschätzen und häufiger unter ärztlich diagnostizierten Depressionen leiden. Der Zusammenhang zwischen Arbeitslosigkeit und Gesundheit ist bei Männern stärker ausgeprägt als bei Frauen. Im Vergleich zu Erwerbstätigen rauchen Arbeitslose deutlich häufiger und sind seltener sportlich aktiv. Beim Alkoholkonsum zeigt sich ein Zusammenhang nur bei arbeitslosen Frauen, welche seltener in gesundheitlich bedenklichem Maße Alkohol konsumieren. Während die Inanspruchnahme von medizinischen Maßnahmen zur Krankheitsfrüherkennung bei Arbeitslosen geringer ist als bei Erwerbstätigen, liegt bei ihnen die Anzahl der Arztbesuche und der Krankenhausaufenthalte höher. Die Befunde sprechen dafür, dass Arbeitslose eine wesentliche Zielgruppe für präventive Maßnahmen bleiben und die Präventionsmaßnahmen für sie intensiviert werden sollten. http://www.deepdyve.com/assets/images/DeepDyve-Logo-lg.png Bundesgesundheitsblatt - Gesundheitsforschung - Gesundheitsschutz Springer Journals

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Publisher
Springer Journals
Copyright
Copyright © 2015 by Springer-Verlag Berlin Heidelberg
Subject
Medicine & Public Health; General Practice / Family Medicine; Public Health
ISSN
1436-9990
eISSN
1437-1588
DOI
10.1007/s00103-015-2282-7
pmid
26631007
Publisher site
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Abstract

Ausgehend vom nationalen und internationalen Forschungsstand wird im vorliegenden Beitrag der Zusammenhang zwischen Arbeitslosigkeit und Gesundheit analysiert. Datenbasis bilden die Erhebungen 2010 und 2012 der Studie „Gesundheit in Deutschland aktuell“ (GEDA) des Robert Koch-Instituts. Für die Analysen wurden Teilnehmerinnen und Teilnehmer im Alter von 18 bis 64 Jahren ausgewählt, die Angaben zu Arbeitslosigkeitserfahrungen in den letzten 5 Jahre gemacht haben (n = 31.955). Die Ergebnisse zeigen, dass Arbeitslose im Vergleich zu Erwerbstätigen ihren subjektiven Gesundheitszustand deutlich schlechter einschätzen und häufiger unter ärztlich diagnostizierten Depressionen leiden. Der Zusammenhang zwischen Arbeitslosigkeit und Gesundheit ist bei Männern stärker ausgeprägt als bei Frauen. Im Vergleich zu Erwerbstätigen rauchen Arbeitslose deutlich häufiger und sind seltener sportlich aktiv. Beim Alkoholkonsum zeigt sich ein Zusammenhang nur bei arbeitslosen Frauen, welche seltener in gesundheitlich bedenklichem Maße Alkohol konsumieren. Während die Inanspruchnahme von medizinischen Maßnahmen zur Krankheitsfrüherkennung bei Arbeitslosen geringer ist als bei Erwerbstätigen, liegt bei ihnen die Anzahl der Arztbesuche und der Krankenhausaufenthalte höher. Die Befunde sprechen dafür, dass Arbeitslose eine wesentliche Zielgruppe für präventive Maßnahmen bleiben und die Präventionsmaßnahmen für sie intensiviert werden sollten.

Journal

Bundesgesundheitsblatt - Gesundheitsforschung - GesundheitsschutzSpringer Journals

Published: Dec 2, 2015

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