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Diskussionsbeitrag von Oberregierungsrat Dr. K. Morgenroth, Mnchen

Diskussionsbeitrag von Oberregierungsrat Dr. K. Morgenroth, Mnchen Diskussionsbeitrag von Oberregierungsrat Dr . K. Morgenroth , München De r zweckmässigsten Gestaltung der Organisation der Wer­ Erwerbsmöglichkeiten hat. Werbung für den flüchtigen, bun g kommt grundlegende Bedeutung zu. Der grösstmögliche lärmende n Tourismus mit kürzesten Aufenthalten muss dem­ Erfolg der Werbung im Fremdenverkehr hängt hiervon un­ gegenüber zurückstehen. Der sich lange aufhaltende Gast mittelba r ab. In der Praxis bestehen die mannigfachsten bring t den Umsatz und Gewinn, trägt damit zur Erhaltung Forme n der Organisation der Werbung. Die besonderen un d Steigerung der Leistungsfähigkeit im Fremdenverkehr Schwierigkeiten ergeben sich aus der Problematik der Ab­ bei , er ermöglicht die Schaffung allgemeiner Kureinrichtungen grenzung der örtlichen und der überregionalen Werbemassnahmen. un d -anlagen, die häufig andere ohne Entgelt in Anspruch Wesentlich erscheint es bei der Organisation der Werbung , die nehmen . Träge r des Fremdenverkehrs und die Träger der Werbung in Die Finanzierung der Werbung erfolgt einmal durch das geeigneter Weise zusammenzufassen. Dies gilt sowohl für die direkte un d indirekte Fremdenverkehrsgewerbe un d den Gast, Ortswerbun g als auch für die Gesamtwerbung. I n den wich­ sodann wegen des mit dem Fremdenverkehr verbundenen tigsten Fremdenverkehrsländern ist die Entwicklung zu einer öffentlichen Interesses durch Gemeinde un d Staat. I n immer starke n Zentralisierung der Werbemassnahmen zu beobachten. grösserem Umfange lässt sich die Beteiligung des Staates und E s sind Organisationsformen festzustellen, die eine reine Aus­ der Gemeinden an der Finanzierung der Werbemassnahmen richtun g auf die Gestaltung und Ausführung der Fremden­ feststellen. Die Folge der öffentlichen Beteiligung ist auc h eine verkehrswerbun g darstellen, bei einem möglichst hohen Grad meh r oder weniger starke Einschaltung des Staates in die der Unabhängigkeit von den übrigen Organisationen des Durchführun g der Werbemassnahmen. Die Einschaltung des Fremdenverkehrs . De m stehen wiederum Organisationsformen Staate s ist nicht nur berechtigt, sondern entspricht seiner gegenüber, die eine meh r oder weniger starke Abhängigkeit von Verpflichtung, sparsamste Verwendung öffentlicher Gelder zu den regionalen Werbestellen und den Trägern des Fremdenver­ gewährleisten. kehrs besitzen. Beiden Organisationsformen haften gewisse Da s Deutsche Wirtschaftswissenschaftliche Institut für Frem- Mängel an. Es muss jedoch zugestanden werden, dass eine gewisse Unabhängigkeit bei der Gestaltung und Durch­ denverkehr an der Universität München ist zurzeit mit einer Untersuchun g beschäftigt, die nebe n der volkswirtschaftlichen führun g der Werbemassnahmen als unerlässlich erscheint. Bedeutun g des Fremdenverkehrs die Aufgaben der Fremden­ Die Methode der Errichtung von Niederlassungen und verkehrswerbun g erforscht, wobei vo r allem untersuch t werden Büros hat sich in der Auslandswerbung immer mehr durch­ soll, weshalb im Gegensatz zu anderen Wirtschafts- und gesetzt. Vorteil : Intensive un d regelmässige Werbearbeit . Nach - Kulturgebiete n im Fremdenverkehr eine Beteiligung der teil : Hohe fixe Kosten, dadurch häufig zwangsläufiger Ver­ öffentlichen Hand an den Werbemassnahmen nicht nur zicht auf andere wichtige Massnahmen. Es müssen Formen gerechtfertigt, sondern erforderlich erscheint. der Zusammenarbeit gefunden werden mit kostenmässig günstigerer Gestaltung, zum Beispiel Gemeinschaftswerbung, Wen n auch im allgemeinen die volkswirtschaftliche und Verzicht auf Werbemittel mit unsicherem Verteilerweg. Werbung kulturelle Bedeutung des Fremdenverkehrs erkannt wird, so muss vor allem dem Fremdenverkehr zugute kommen, der läss t sich doch auch in jüngster Zeit feststellen, dass in der Gewinn bringt, der von kultureller sowie sozialer Seite aus Öffentlichkeit Massnahmen der Fremdenverkehrswerbung besonders unterstützungswürdig ist. In den Referaten wurde Missverständnissen begegnen. Ich meine hierbei die in der da s Erholungs- und Heilungsmotiv herausgestellt. Der Er- Öffentlichkeit immer wieder festzustellende Kritik, wenn für holungs- und Genesungsurlaub in den Kurorten und Heilbädern kulturell e Veranstaltungen oder Veranstaltungen mit reli­ erscheint als der vornehmste Zweig des Fremdenverkehrs, der giösem Charakter geworben wird. Die Kritik geht dahin, dass nebe n günstiger Wirkung auf Gesundheit und Erhaltung der dahinte r nur ein Geschäft des Gewerbes stecke. E s ist aber zu Arbeitskraf t auch höchsten wirtschaftlichen Ertrag abwirft. berücksichtigen, dass in unserer Zeit nur mit Hilfe von Mass­ E s ist der Fremdenverkehr mit langer Aufenthaltsdauer in nahme n zur Sicherung der unbedingt notwendigen Frequenz leistungsfähigen Betrieben, der sich zudem in Gebieten ab­ Kulturveranstaltunge n grossen Umfanges durchgeführt werden wickelt, deren Bevölkerung überwiegend sonst keine anderen können . http://www.deepdyve.com/assets/images/DeepDyve-Logo-lg.png The Tourist Review Emerald Publishing

Diskussionsbeitrag von Oberregierungsrat Dr. K. Morgenroth, Mnchen

The Tourist Review , Volume 8 (4): 1 – Apr 1, 1953

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Publisher
Emerald Publishing
Copyright
Copyright © Emerald Group Publishing Limited
ISSN
0251-3102
DOI
10.1108/eb059732
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Abstract

Diskussionsbeitrag von Oberregierungsrat Dr . K. Morgenroth , München De r zweckmässigsten Gestaltung der Organisation der Wer­ Erwerbsmöglichkeiten hat. Werbung für den flüchtigen, bun g kommt grundlegende Bedeutung zu. Der grösstmögliche lärmende n Tourismus mit kürzesten Aufenthalten muss dem­ Erfolg der Werbung im Fremdenverkehr hängt hiervon un­ gegenüber zurückstehen. Der sich lange aufhaltende Gast mittelba r ab. In der Praxis bestehen die mannigfachsten bring t den Umsatz und Gewinn, trägt damit zur Erhaltung Forme n der Organisation der Werbung. Die besonderen un d Steigerung der Leistungsfähigkeit im Fremdenverkehr Schwierigkeiten ergeben sich aus der Problematik der Ab­ bei , er ermöglicht die Schaffung allgemeiner Kureinrichtungen grenzung der örtlichen und der überregionalen Werbemassnahmen. un d -anlagen, die häufig andere ohne Entgelt in Anspruch Wesentlich erscheint es bei der Organisation der Werbung , die nehmen . Träge r des Fremdenverkehrs und die Träger der Werbung in Die Finanzierung der Werbung erfolgt einmal durch das geeigneter Weise zusammenzufassen. Dies gilt sowohl für die direkte un d indirekte Fremdenverkehrsgewerbe un d den Gast, Ortswerbun g als auch für die Gesamtwerbung. I n den wich­ sodann wegen des mit dem Fremdenverkehr verbundenen tigsten Fremdenverkehrsländern ist die Entwicklung zu einer öffentlichen Interesses durch Gemeinde un d Staat. I n immer starke n Zentralisierung der Werbemassnahmen zu beobachten. grösserem Umfange lässt sich die Beteiligung des Staates und E s sind Organisationsformen festzustellen, die eine reine Aus­ der Gemeinden an der Finanzierung der Werbemassnahmen richtun g auf die Gestaltung und Ausführung der Fremden­ feststellen. Die Folge der öffentlichen Beteiligung ist auc h eine verkehrswerbun g darstellen, bei einem möglichst hohen Grad meh r oder weniger starke Einschaltung des Staates in die der Unabhängigkeit von den übrigen Organisationen des Durchführun g der Werbemassnahmen. Die Einschaltung des Fremdenverkehrs . De m stehen wiederum Organisationsformen Staate s ist nicht nur berechtigt, sondern entspricht seiner gegenüber, die eine meh r oder weniger starke Abhängigkeit von Verpflichtung, sparsamste Verwendung öffentlicher Gelder zu den regionalen Werbestellen und den Trägern des Fremdenver­ gewährleisten. kehrs besitzen. Beiden Organisationsformen haften gewisse Da s Deutsche Wirtschaftswissenschaftliche Institut für Frem- Mängel an. Es muss jedoch zugestanden werden, dass eine gewisse Unabhängigkeit bei der Gestaltung und Durch­ denverkehr an der Universität München ist zurzeit mit einer Untersuchun g beschäftigt, die nebe n der volkswirtschaftlichen führun g der Werbemassnahmen als unerlässlich erscheint. Bedeutun g des Fremdenverkehrs die Aufgaben der Fremden­ Die Methode der Errichtung von Niederlassungen und verkehrswerbun g erforscht, wobei vo r allem untersuch t werden Büros hat sich in der Auslandswerbung immer mehr durch­ soll, weshalb im Gegensatz zu anderen Wirtschafts- und gesetzt. Vorteil : Intensive un d regelmässige Werbearbeit . Nach - Kulturgebiete n im Fremdenverkehr eine Beteiligung der teil : Hohe fixe Kosten, dadurch häufig zwangsläufiger Ver­ öffentlichen Hand an den Werbemassnahmen nicht nur zicht auf andere wichtige Massnahmen. Es müssen Formen gerechtfertigt, sondern erforderlich erscheint. der Zusammenarbeit gefunden werden mit kostenmässig günstigerer Gestaltung, zum Beispiel Gemeinschaftswerbung, Wen n auch im allgemeinen die volkswirtschaftliche und Verzicht auf Werbemittel mit unsicherem Verteilerweg. Werbung kulturelle Bedeutung des Fremdenverkehrs erkannt wird, so muss vor allem dem Fremdenverkehr zugute kommen, der läss t sich doch auch in jüngster Zeit feststellen, dass in der Gewinn bringt, der von kultureller sowie sozialer Seite aus Öffentlichkeit Massnahmen der Fremdenverkehrswerbung besonders unterstützungswürdig ist. In den Referaten wurde Missverständnissen begegnen. Ich meine hierbei die in der da s Erholungs- und Heilungsmotiv herausgestellt. Der Er- Öffentlichkeit immer wieder festzustellende Kritik, wenn für holungs- und Genesungsurlaub in den Kurorten und Heilbädern kulturell e Veranstaltungen oder Veranstaltungen mit reli­ erscheint als der vornehmste Zweig des Fremdenverkehrs, der giösem Charakter geworben wird. Die Kritik geht dahin, dass nebe n günstiger Wirkung auf Gesundheit und Erhaltung der dahinte r nur ein Geschäft des Gewerbes stecke. E s ist aber zu Arbeitskraf t auch höchsten wirtschaftlichen Ertrag abwirft. berücksichtigen, dass in unserer Zeit nur mit Hilfe von Mass­ E s ist der Fremdenverkehr mit langer Aufenthaltsdauer in nahme n zur Sicherung der unbedingt notwendigen Frequenz leistungsfähigen Betrieben, der sich zudem in Gebieten ab­ Kulturveranstaltunge n grossen Umfanges durchgeführt werden wickelt, deren Bevölkerung überwiegend sonst keine anderen können .

Journal

The Tourist ReviewEmerald Publishing

Published: Apr 1, 1953

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