Wielands virtuelle Bibliothek. Möglichkeiten und Grenzen der digitalen Rekonstruktion einer versteigerten Autorenbibliothek

Wielands virtuelle Bibliothek. Möglichkeiten und Grenzen der digitalen Rekonstruktion einer... Clara Innocenti, Dieter Martin, Robin ProksWielands virtuelle BibliothekMöglichkeiten und Grenzen der digitalen Rekonstruktioneiner versteigerten AutorenbibliothekDie Bildungswelt und das geistige Profil von Gelehrten und Schriftstellern spiegeln sich – wenigstens in Epochen, die den universellen Zugriff auf digitale Wissensträger noch nicht kannten – auf besondere Weise in deren Bibliothekenwider. Aus dieser Erkenntnis heraus hat man schon seit langem die Buchbeständebedeutender Personen der Kulturgeschichte bewahrt, bibliographisch dokumentiert und erforscht.1 Die Erkundung historischer Bibliotheken, die in den letztenJahrzehnten zu einem wichtigen Zweig sozial- und kulturhistorischer Forschungim Schnittfeld von Buchwissenschaft und philologisch-editorisch orientierter Literaturwissenschaft geworden ist,2 erlebt im Zuge der Digital Humanities derzeiteine von medialen Innovationen beförderte Blüte.3 Von der Aktualität des Forschungsfeldes zeugen neuere Einzelprojekte wie das an der ETH Zürich angesiedelte Unternehmen Produktive Lektüre. Thomas Manns Nachlassbibliothek ebensowie die Einrichtung des Projekts Autorenbibliotheken im Forschungsverbund Marbach-Weimar-Wolfenbüttel und des von der Universität Osnabrück sowie derHerzog August Bibliothek Wolfenbüttel gemeinsam getragenen Promotionsprogramms Wissensspeicher und Argumentationsarsenal. Funktionen der Bibliothek in denkulturellen Zentren der Frühen Neuzeit.41Das aus germanistischer Sicht erste und bis heute grundlegende, freilich revisionsbedürftige Verzeichnis stammt von Roland Folter: Deutsche Dichter- und Germanistenbibliotheken. Eine kritische Bibliographie ihrer Kataloge. Stuttgart 1975.2Wegweisende Impulse gaben die Sammelbände: Öffentliche und private Bibliotheken im 17. und18. Jahrhundert. Raritätenkammern, Forschungsinstrumente http://www.deepdyve.com/assets/images/DeepDyve-Logo-lg.png Editio de Gruyter

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© 2018 by Walter de Gruyter Berlin/Boston
ISSN
1865-9446
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1865-9446
D.O.I.
10.1515/editio-2017-0008
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Clara Innocenti, Dieter Martin, Robin ProksWielands virtuelle BibliothekMöglichkeiten und Grenzen der digitalen Rekonstruktioneiner versteigerten AutorenbibliothekDie Bildungswelt und das geistige Profil von Gelehrten und Schriftstellern spiegeln sich – wenigstens in Epochen, die den universellen Zugriff auf digitale Wissensträger noch nicht kannten – auf besondere Weise in deren Bibliothekenwider. Aus dieser Erkenntnis heraus hat man schon seit langem die Buchbeständebedeutender Personen der Kulturgeschichte bewahrt, bibliographisch dokumentiert und erforscht.1 Die Erkundung historischer Bibliotheken, die in den letztenJahrzehnten zu einem wichtigen Zweig sozial- und kulturhistorischer Forschungim Schnittfeld von Buchwissenschaft und philologisch-editorisch orientierter Literaturwissenschaft geworden ist,2 erlebt im Zuge der Digital Humanities derzeiteine von medialen Innovationen beförderte Blüte.3 Von der Aktualität des Forschungsfeldes zeugen neuere Einzelprojekte wie das an der ETH Zürich angesiedelte Unternehmen Produktive Lektüre. Thomas Manns Nachlassbibliothek ebensowie die Einrichtung des Projekts Autorenbibliotheken im Forschungsverbund Marbach-Weimar-Wolfenbüttel und des von der Universität Osnabrück sowie derHerzog August Bibliothek Wolfenbüttel gemeinsam getragenen Promotionsprogramms Wissensspeicher und Argumentationsarsenal. Funktionen der Bibliothek in denkulturellen Zentren der Frühen Neuzeit.41Das aus germanistischer Sicht erste und bis heute grundlegende, freilich revisionsbedürftige Verzeichnis stammt von Roland Folter: Deutsche Dichter- und Germanistenbibliotheken. Eine kritische Bibliographie ihrer Kataloge. Stuttgart 1975.2Wegweisende Impulse gaben die Sammelbände: Öffentliche und private Bibliotheken im 17. und18. Jahrhundert. Raritätenkammern, Forschungsinstrumente

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Published: Dec 20, 2017

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