Seebeförderung

Seebeförderung 48| RRa 1 / 2018weiter entfernten Ziel) gegenüber seinem Vertragspartnerannulliert hätte. Dadurch würde man letztlich dem ausführenden Unternehmen eine Verantwortung für die gesamte –theoretisch denkbar weltweite – Verbindung auferlegen, diees gerade nicht vertraglich übernommen hat und obwohl eskeinen Einfluss auf die Buchung der Gesamtverbindung nehmen konnte und sogar in Fällen, in denen dem die Teilstreckeausführenden Luftfahrtunternehmen gar nicht bekannt war,dass oder welchen weiteren Flug ein Fluggast gebucht hat.Das erscheint nicht sach- und interessengerecht, weil dasausführende Luftfahrtunternehmen dann der Höhe nach nahezu unkalkulierbaren Risiken ausgesetzt wäre. Denn es hat,wenn es nicht Vertragspartei des Luftbeförderungsvertragsist, weder Einfluss darauf, welchen Preis die Fluggäste fürden von ihm ausgeführten Flug zu entrichten haben, nochEinfluss darauf, welche weiteren Anschlussflüge die Fluggäste buchen. Auf diese Weise wäre es gem. Art. 7 Abs. 1 i.V.m.Art. 5 Abs. 1 lit. c) der Verordnung auch zu Ausgleichsleistungen i.H.v. jeweils 600 € gem. Art. 7 Abs. 1 lit. c) der Verordnung verpflichtet, obwohl es selbst nur einen Flug i.S.v.Art. 7 Abs. 1 lit. a) der Verordnung mit einem maximalenRisiko von Ausgleichsansprüchen i.H.v. 250 € pro Passagierdurchgeführt hat. Auch das erscheint weder sach- noch interessengerecht. Vielmehr wäre in diesen Fällen nach Dafürhalten des erkennenden Gerichts das mit dem Fluggast vertraglich verbundene http://www.deepdyve.com/assets/images/DeepDyve-Logo-lg.png ReiseRecht aktuell de Gruyter

Seebeförderung

ReiseRecht aktuell , Volume 26 (1): 2 – Mar 1, 2018

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Publisher
Verlag Dr. Otto Schmidt
Copyright
© 2018 by Verlag Dr. Otto Schmidt KG, Gustav-Heinemann-Ufer 58, 50968 Köln.
ISSN
2193-9535
eISSN
2193-9535
D.O.I.
10.9785/rra-2018-0107
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Abstract

48| RRa 1 / 2018weiter entfernten Ziel) gegenüber seinem Vertragspartnerannulliert hätte. Dadurch würde man letztlich dem ausführenden Unternehmen eine Verantwortung für die gesamte –theoretisch denkbar weltweite – Verbindung auferlegen, diees gerade nicht vertraglich übernommen hat und obwohl eskeinen Einfluss auf die Buchung der Gesamtverbindung nehmen konnte und sogar in Fällen, in denen dem die Teilstreckeausführenden Luftfahrtunternehmen gar nicht bekannt war,dass oder welchen weiteren Flug ein Fluggast gebucht hat.Das erscheint nicht sach- und interessengerecht, weil dasausführende Luftfahrtunternehmen dann der Höhe nach nahezu unkalkulierbaren Risiken ausgesetzt wäre. Denn es hat,wenn es nicht Vertragspartei des Luftbeförderungsvertragsist, weder Einfluss darauf, welchen Preis die Fluggäste fürden von ihm ausgeführten Flug zu entrichten haben, nochEinfluss darauf, welche weiteren Anschlussflüge die Fluggäste buchen. Auf diese Weise wäre es gem. Art. 7 Abs. 1 i.V.m.Art. 5 Abs. 1 lit. c) der Verordnung auch zu Ausgleichsleistungen i.H.v. jeweils 600 € gem. Art. 7 Abs. 1 lit. c) der Verordnung verpflichtet, obwohl es selbst nur einen Flug i.S.v.Art. 7 Abs. 1 lit. a) der Verordnung mit einem maximalenRisiko von Ausgleichsansprüchen i.H.v. 250 € pro Passagierdurchgeführt hat. Auch das erscheint weder sach- noch interessengerecht. Vielmehr wäre in diesen Fällen nach Dafürhalten des erkennenden Gerichts das mit dem Fluggast vertraglich verbundene

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ReiseRecht aktuellde Gruyter

Published: Mar 1, 2018

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