Hartmann von Aue: Ereck. Textgeschichtliche Ausgabe mit Abdruck sämtlicher Fragmente und der Bruchstücke des mitteldeutschen ,Erek‘. Hrsg. von Andreas Hammer, Victor Millet, Timo Reuvekamp-Felber unter Mitarbeit von Lydia Merten, Katharina Münstermann und Hannah Rieger. Berlin, Boston: de Gruyter 2017, 633 S.

Hartmann von Aue: Ereck. Textgeschichtliche Ausgabe mit Abdruck sämtlicher Fragmente und der... Rezensionen285schen Editionen in der Revue de linguistique romane die Frühgeschichte dieser ,deutschen‘Textgattung (S. 438) und ihrer Aufnahme in Frankreich darstellt. Die Auswirkungen vonRezensionen auf die Textkritik werden, wenn auch etwas summarisch, am Beispiel derälteren Ausgaben der Vie de saint Louis von Joinville demonstriert (S. 452–458). Der Ausblick auf das 20. Jahrhundert (S. 458) beschränkt sich auf die Rezensionen in der Romaniaund der Zeitschrift für romanische Philologie, was dem Autor mit einem Übermaß an Taktermöglicht, sein eigenes kritisches Œuvre auszublenden.Der Band bietet ein sehr eindrucksvolles Panorama heutiger romanistischer, vor allemmediävistischer Textkritik. Dabei fokussiert er möglicherweise zu stark die galloromanische, d.h. französische und okzitanische Philologie. Höchst erfreulich ist die umfangreicheBerücksichtigung des für Sprachwissenschaftler und Historiker außerordentlich wichtigennicht-literarischen Schrifttums. Begrüßenswert ist die besondere Beachtung der ‘digitalhumanities’, wobei auch Fragen der z.T. prekären Stellung der Editionsphilologie im Gefüge geisteswissenschaftlicher Fächer immer wieder angesprochen werden. Der wünschenswerte Dialog mit der germanistisch-mediävistischen Editionsphilologie deutet sichan sehr wenigen, zu wenigen Stellen an (S. 138, 297, 400, Anm. 8). Wirklich bedauerlichist die weitgehende Ausblendung der frühneuzeitlichen und der neuzeitlichen Editionsund Buchwissenschaft unter Einschluss der ‹critique ge´ne´tique›, die nur hier und da (S. 3und 211) erwähnt wird. Die Herausgeber der Manuals of Romance Linguistics sollten sichentschließen, für dieses http://www.deepdyve.com/assets/images/DeepDyve-Logo-lg.png Editio de Gruyter

Hartmann von Aue: Ereck. Textgeschichtliche Ausgabe mit Abdruck sämtlicher Fragmente und der Bruchstücke des mitteldeutschen ,Erek‘. Hrsg. von Andreas Hammer, Victor Millet, Timo Reuvekamp-Felber unter Mitarbeit von Lydia Merten, Katharina Münstermann und Hannah Rieger. Berlin, Boston: de Gruyter 2017, 633 S.

Editio , Volume 31 (1): 9 – Dec 20, 2017

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de Gruyter
Copyright
© 2018 by Walter de Gruyter Berlin/Boston
ISSN
1865-9446
eISSN
1865-9446
D.O.I.
10.1515/editio-2017-0020
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Abstract

Rezensionen285schen Editionen in der Revue de linguistique romane die Frühgeschichte dieser ,deutschen‘Textgattung (S. 438) und ihrer Aufnahme in Frankreich darstellt. Die Auswirkungen vonRezensionen auf die Textkritik werden, wenn auch etwas summarisch, am Beispiel derälteren Ausgaben der Vie de saint Louis von Joinville demonstriert (S. 452–458). Der Ausblick auf das 20. Jahrhundert (S. 458) beschränkt sich auf die Rezensionen in der Romaniaund der Zeitschrift für romanische Philologie, was dem Autor mit einem Übermaß an Taktermöglicht, sein eigenes kritisches Œuvre auszublenden.Der Band bietet ein sehr eindrucksvolles Panorama heutiger romanistischer, vor allemmediävistischer Textkritik. Dabei fokussiert er möglicherweise zu stark die galloromanische, d.h. französische und okzitanische Philologie. Höchst erfreulich ist die umfangreicheBerücksichtigung des für Sprachwissenschaftler und Historiker außerordentlich wichtigennicht-literarischen Schrifttums. Begrüßenswert ist die besondere Beachtung der ‘digitalhumanities’, wobei auch Fragen der z.T. prekären Stellung der Editionsphilologie im Gefüge geisteswissenschaftlicher Fächer immer wieder angesprochen werden. Der wünschenswerte Dialog mit der germanistisch-mediävistischen Editionsphilologie deutet sichan sehr wenigen, zu wenigen Stellen an (S. 138, 297, 400, Anm. 8). Wirklich bedauerlichist die weitgehende Ausblendung der frühneuzeitlichen und der neuzeitlichen Editionsund Buchwissenschaft unter Einschluss der ‹critique ge´ne´tique›, die nur hier und da (S. 3und 211) erwähnt wird. Die Herausgeber der Manuals of Romance Linguistics sollten sichentschließen, für dieses

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Editiode Gruyter

Published: Dec 20, 2017

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