Zur Kenntniss der Cerebrospinalflüssigkeit.

Zur Kenntniss der Cerebrospinalflüssigkeit. Zur Kenntniss der Cerebrospinalflüssigkeit *) Von Dr. E. Nawratzki, Assistenzarzt an der Irrenanstalt der Stadt Berlin zu Dalldorf. (Aus der chemischen Abtheilung des physiologischen Instituts zu Berlin.) (Der Redaction zugegangen am 20. Juli 1397.) Die Aufnahme der Quincke'schen 2 ) Lumbaipunktion in die Reihe der diagnostischen und event, therapeutischen Hilfsmittel hat die Aufmerksamkeit der Kliniker von Neuem auf die Cerebrospinalflüssigkeit gelenkt, deren Beschaffenheit und Zusammensetzung schon seit vielen Jahren die Forscher beschäftigte, ohne dass indess bis jetzt ein abschliessendes Urtheil über die in der Flüssigkeit enthaltenen Bestandtheile möglich wurde. Es lag dies einerseits in der Schwierigkeit und Seltenheit, die Flüssigkeit beim Menschen zu erlangen, andererseits daran, dass sie bei Thieren in zu geringer Menge gewonnen* wurde, als dass über die einzelnen Substanzen eingehende Studien angestellt werden konnten. So darf es nicht Wunder nehmen, dass wir bei der Durchsicht der Litteratur gewisse Fragen noch unerledigt finden und auf schwankende Angaben stossen, die es deutlich machen, dass in der Erkenntniss der normalen Cerebrospinalflüssigkeit manche Lücken bestehen. Ueberblickt man die bisher veröffentlichten Analysen des menschlichen Liquor cerebrospinalis, so erscheint der Einwurf nicht unberechtigt, dass es sich hier meistenteils um Flüssigkeiten handelte, die von Individuen mit krankhaft verändertem Centralnervensystem herrührten und daher http://www.deepdyve.com/assets/images/DeepDyve-Logo-lg.png hoppe-seyler's zeitschrift für physiologische chemie de Gruyter

Zur Kenntniss der Cerebrospinalflüssigkeit.

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de Gruyter
Copyright
Copyright © 1897 by the
ISSN
0018-4888
eISSN
1437-4315
DOI
10.1515/bchm2.1897.23.6.532
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Abstract

Zur Kenntniss der Cerebrospinalflüssigkeit *) Von Dr. E. Nawratzki, Assistenzarzt an der Irrenanstalt der Stadt Berlin zu Dalldorf. (Aus der chemischen Abtheilung des physiologischen Instituts zu Berlin.) (Der Redaction zugegangen am 20. Juli 1397.) Die Aufnahme der Quincke'schen 2 ) Lumbaipunktion in die Reihe der diagnostischen und event, therapeutischen Hilfsmittel hat die Aufmerksamkeit der Kliniker von Neuem auf die Cerebrospinalflüssigkeit gelenkt, deren Beschaffenheit und Zusammensetzung schon seit vielen Jahren die Forscher beschäftigte, ohne dass indess bis jetzt ein abschliessendes Urtheil über die in der Flüssigkeit enthaltenen Bestandtheile möglich wurde. Es lag dies einerseits in der Schwierigkeit und Seltenheit, die Flüssigkeit beim Menschen zu erlangen, andererseits daran, dass sie bei Thieren in zu geringer Menge gewonnen* wurde, als dass über die einzelnen Substanzen eingehende Studien angestellt werden konnten. So darf es nicht Wunder nehmen, dass wir bei der Durchsicht der Litteratur gewisse Fragen noch unerledigt finden und auf schwankende Angaben stossen, die es deutlich machen, dass in der Erkenntniss der normalen Cerebrospinalflüssigkeit manche Lücken bestehen. Ueberblickt man die bisher veröffentlichten Analysen des menschlichen Liquor cerebrospinalis, so erscheint der Einwurf nicht unberechtigt, dass es sich hier meistenteils um Flüssigkeiten handelte, die von Individuen mit krankhaft verändertem Centralnervensystem herrührten und daher

Journal

hoppe-seyler's zeitschrift für physiologische chemiede Gruyter

Published: Jan 1, 1897

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