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Zur Chemie der Spermatozoen.

Zur Chemie der Spermatozoen. Zur Chemie der Spermatozoon. Von Albert Mathews. (Columbia University, New-York.) (Aus dem physiologischen Institut in Marburg.) (Der Redaction zugegangen am 10. Juni 1897.) Die Spermatozoen des Lachses zeichnen sich, wie die Untersuchungen M i e s c h e r s 1 ) gezeigt haben, vor allen bisher bekannten Zellen durch die Einfachheit ihrer Zusammensetzung aus. Man kann sogar aus diesen Samenzellen einen Theil, nämlich den Kopf, isoliren und als ein Gebilde charakterisiren, welches im Wesentlichen aus einer chemischen Verbindung, dem neutralen nucleinsauren Protamin, besteht. Dieser Befund stand bisher ganz vereinzelt da, die Spermatozoen anderer Wirbelthiere, z. B. die vom Stier, Frosch und Karpfen, zeigen complicirtere Verhältnisse, ja es war das Protamin in dem Sperma keiner anderen Thierspecies aufgefunden worden, bis K o s s e i den Nachweis führte, dass Protamine nicht allein im Sperma anderer Salmoniden (z. B. Goregonus oxyrhynchus), sondern auch eines nicht zu dieser Familie gehörenden Fisches, des Störs, vorhanden sind. Dieses Protamin ist freilich, wie Kos sei zeigte, nicht mit dem aus Lachssperma identisch, und Kos sei gibt ihm deshalb den Namen Sturin.2) Da das «Chromatin», welches den Spermakopf hauptsächlich bildet, im Allgemeinen von den Histologen als Träger 1) Verhandlungen der naturforschenden Gesellschaft http://www.deepdyve.com/assets/images/DeepDyve-Logo-lg.png hoppe-seyler's zeitschrift für physiologische chemie de Gruyter

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Publisher
de Gruyter
Copyright
Copyright © 1897 by the
ISSN
0018-4888
eISSN
1437-4315
DOI
10.1515/bchm2.1897.23.4-5.399
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Abstract

Zur Chemie der Spermatozoon. Von Albert Mathews. (Columbia University, New-York.) (Aus dem physiologischen Institut in Marburg.) (Der Redaction zugegangen am 10. Juni 1897.) Die Spermatozoen des Lachses zeichnen sich, wie die Untersuchungen M i e s c h e r s 1 ) gezeigt haben, vor allen bisher bekannten Zellen durch die Einfachheit ihrer Zusammensetzung aus. Man kann sogar aus diesen Samenzellen einen Theil, nämlich den Kopf, isoliren und als ein Gebilde charakterisiren, welches im Wesentlichen aus einer chemischen Verbindung, dem neutralen nucleinsauren Protamin, besteht. Dieser Befund stand bisher ganz vereinzelt da, die Spermatozoen anderer Wirbelthiere, z. B. die vom Stier, Frosch und Karpfen, zeigen complicirtere Verhältnisse, ja es war das Protamin in dem Sperma keiner anderen Thierspecies aufgefunden worden, bis K o s s e i den Nachweis führte, dass Protamine nicht allein im Sperma anderer Salmoniden (z. B. Goregonus oxyrhynchus), sondern auch eines nicht zu dieser Familie gehörenden Fisches, des Störs, vorhanden sind. Dieses Protamin ist freilich, wie Kos sei zeigte, nicht mit dem aus Lachssperma identisch, und Kos sei gibt ihm deshalb den Namen Sturin.2) Da das «Chromatin», welches den Spermakopf hauptsächlich bildet, im Allgemeinen von den Histologen als Träger 1) Verhandlungen der naturforschenden Gesellschaft

Journal

hoppe-seyler's zeitschrift für physiologische chemiede Gruyter

Published: Jan 1, 1897

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