Zur Bestimmung der Glucose im Harn.

Zur Bestimmung der Glucose im Harn. Von B. A. ran Ketel. (Mittheilung aus dem physiol.-chera. Laboratorium der Universität Amsterdam.) (Der Redaction zugegangen am . Juli 1896.) Bei der polarimetrischen und titrimetrischen Bestimmung der Glucose in eiweiss-, blut- und harnsalzreichen Harnen muss derselben eine Klärung vorangehen. Bis jetzt gelangte man am besten zum Ziele, indem man eine genugende Menge einer Bleizuckerlösung dem Harne zufügte. Jedoch gelingt es dabei nicht immer ein hinreichend klares und farbloses Filtrat zu bekommen. Gelegentlich einer Untersuchung über die Isolirung von Tuberkelbacillen in der Milch nach meiner im Archiv für Hygiene, Band XV, veröffentlichten Methode fand ich,, dass die Abscheidung der Eiweissstoffe aus der Milch mittelst Phenolum liquefactum nur theilweise erfolgt, wobei jedoch im Niederschlag eventuell anwesende Tuberkelbacillen nachzuweisen waren. Wenn man aber nach der Mischung mit Carbol einige cbcm. einer wässerigen Bleiacetatlösung von 10°/0 der Milch zufügt, so erhält man ein wasserklares Filtrat, in welchem mit Hilfe des Saccharimeters und der Fehling'schen Kupferlösung in kürzester Frist die Bestimmung des Milchzuckers ausgeführt werden kann. Die Ausführung dieser Methode findet auf folgende Weise statt. Zu 50 cbcm. Milch (Muttermilch, pasteurisirter, sterilisirter oder condensirter Milch, nach zweckmässiger Verdünnung) werden 4 cbcm. Phenol, liquefact. und 1-0 cbcm. einer wässerigen Bleiacetatlösung von 10°/0 hinzugefugt. Man http://www.deepdyve.com/assets/images/DeepDyve-Logo-lg.png hoppe-seyler's zeitschrift für physiologische chemie de Gruyter

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Publisher
de Gruyter
Copyright
Copyright © 1897 by the
ISSN
0018-4888
eISSN
1437-4315
DOI
10.1515/bchm2.1897.22.3.278
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Abstract

Von B. A. ran Ketel. (Mittheilung aus dem physiol.-chera. Laboratorium der Universität Amsterdam.) (Der Redaction zugegangen am . Juli 1896.) Bei der polarimetrischen und titrimetrischen Bestimmung der Glucose in eiweiss-, blut- und harnsalzreichen Harnen muss derselben eine Klärung vorangehen. Bis jetzt gelangte man am besten zum Ziele, indem man eine genugende Menge einer Bleizuckerlösung dem Harne zufügte. Jedoch gelingt es dabei nicht immer ein hinreichend klares und farbloses Filtrat zu bekommen. Gelegentlich einer Untersuchung über die Isolirung von Tuberkelbacillen in der Milch nach meiner im Archiv für Hygiene, Band XV, veröffentlichten Methode fand ich,, dass die Abscheidung der Eiweissstoffe aus der Milch mittelst Phenolum liquefactum nur theilweise erfolgt, wobei jedoch im Niederschlag eventuell anwesende Tuberkelbacillen nachzuweisen waren. Wenn man aber nach der Mischung mit Carbol einige cbcm. einer wässerigen Bleiacetatlösung von 10°/0 der Milch zufügt, so erhält man ein wasserklares Filtrat, in welchem mit Hilfe des Saccharimeters und der Fehling'schen Kupferlösung in kürzester Frist die Bestimmung des Milchzuckers ausgeführt werden kann. Die Ausführung dieser Methode findet auf folgende Weise statt. Zu 50 cbcm. Milch (Muttermilch, pasteurisirter, sterilisirter oder condensirter Milch, nach zweckmässiger Verdünnung) werden 4 cbcm. Phenol, liquefact. und 1-0 cbcm. einer wässerigen Bleiacetatlösung von 10°/0 hinzugefugt. Man

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hoppe-seyler's zeitschrift für physiologische chemiede Gruyter

Published: Jan 1, 1897

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