Xanthinstoffe aus Harnsäure.

Xanthinstoffe aus Harnsäure. Xanthinstoffe aus Harnsäure. Von Ernst Echv. Suiidwik. (Der Redaktion zugegangen am 28. Juni 1897.) Die nahen Beziehungen, welche zwischen den Xanthinstoifen einerseits und der Harnsäure andererseits bestehen, und welche durch die Untersuchungen von Kos sei, Fischer und mehreren anderen Forschern der letzten Zeit deutlich bestätigt und klargelegt worden sind, müssen die Vermuthung erregen, dass einige Xanthinkörper in Harnsäure übergeführt werden könnten, oder eher umgekehrt: die Harnsäure könne in gewisse Xanthinstoffe übergeführt werden. Schon Strecker hat wie bekannt angegeben, dass es ihm gelungen sei, durch Einwirkung von Natriumamalgam in saurer Lösung die Harnsäure in Hypoxanthin überzuführen. Ich habe mehrmals Strecker's Versuche nachgemacht, aber stets mit negativem Erfolge. Auch Andere sind, soweit ich mich erinnere, zum gleichen Resultate gelangt. Während der letzten Jahre habe ich, soweit meine amtlichen Geschäfte es gestatteten, wieder die Versuche aufgenommen, und zwar habe ich dabei auf die durch Einwirkung von Alkali auf Chloroform entstandene Ameisensäure, bezw. Wasserstoff in statu nascendi gerechnet. Ich erhitzte darum in Druckflasche auf dem Wasserbade Harnsäure mit überschüssiger Alkalilösung und Chloroform. Einige Mal bekam ich in dieser Weise Stoffe, die den Xanthinstoffen sehr ähnlich waren, aber nur durch Zufall. -- Gewöhnlich trat, neben humusartigen Produkten, ein Körper auf, dessen Silberverbindung 83 http://www.deepdyve.com/assets/images/DeepDyve-Logo-lg.png hoppe-seyler's zeitschrift für physiologische chemie de Gruyter

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Publisher
de Gruyter
Copyright
Copyright © 1897 by the
ISSN
0018-4888
eISSN
1437-4315
DOI
10.1515/bchm2.1897.23.4-5.476
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Abstract

Xanthinstoffe aus Harnsäure. Von Ernst Echv. Suiidwik. (Der Redaktion zugegangen am 28. Juni 1897.) Die nahen Beziehungen, welche zwischen den Xanthinstoifen einerseits und der Harnsäure andererseits bestehen, und welche durch die Untersuchungen von Kos sei, Fischer und mehreren anderen Forschern der letzten Zeit deutlich bestätigt und klargelegt worden sind, müssen die Vermuthung erregen, dass einige Xanthinkörper in Harnsäure übergeführt werden könnten, oder eher umgekehrt: die Harnsäure könne in gewisse Xanthinstoffe übergeführt werden. Schon Strecker hat wie bekannt angegeben, dass es ihm gelungen sei, durch Einwirkung von Natriumamalgam in saurer Lösung die Harnsäure in Hypoxanthin überzuführen. Ich habe mehrmals Strecker's Versuche nachgemacht, aber stets mit negativem Erfolge. Auch Andere sind, soweit ich mich erinnere, zum gleichen Resultate gelangt. Während der letzten Jahre habe ich, soweit meine amtlichen Geschäfte es gestatteten, wieder die Versuche aufgenommen, und zwar habe ich dabei auf die durch Einwirkung von Alkali auf Chloroform entstandene Ameisensäure, bezw. Wasserstoff in statu nascendi gerechnet. Ich erhitzte darum in Druckflasche auf dem Wasserbade Harnsäure mit überschüssiger Alkalilösung und Chloroform. Einige Mal bekam ich in dieser Weise Stoffe, die den Xanthinstoffen sehr ähnlich waren, aber nur durch Zufall. -- Gewöhnlich trat, neben humusartigen Produkten, ein Körper auf, dessen Silberverbindung 83

Journal

hoppe-seyler's zeitschrift für physiologische chemiede Gruyter

Published: Jan 1, 1897

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