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Vorbemerkung DOI 10.1515/pbb-2013-0001 pbb 2013; 135(1): 1 Wissenschaftliche Zeitschriften sind weder Erbhöfe noch Lebenszeit-Unternehmen, doch sie sind auf Kontinuität angelegt. So traten vor einigen Jahren die Linguistinnen Ulrike Demske und Damaris Nübling in das Herausgeber-Gremium der >Beiträge< ein. 2012 gab Klaus Grubmüller seine Aufgaben an Susanne Köbele ab, und so möchte ich nach mehr als einem Jahrzehnt als Herausgeber mich mit diesem Heft verabschieden und die Herausgeberschaft in die Hände von Jens Haustein legen. Ich bin sehr dankbar, dass Jens Haustein zur Übernahme dieser Aufgabe bereit war. Auch die zentrale Redaktion soll von München nach Jena übergehen. Inzwischen sind die >Beiträge< ein >referiertes< Organ. War es vorher schon selbstverständlich, Beiträge, die außerhalb der engeren Kompetenz der Herausgeber lagen, an Fachleute zur Begutachtung zu geben, so werden jetzt eingereichte Beiträge anonym Mitgliedern des Beirats vorgelegt. Solche Qualitätssicherung ist gerade im Zeitalter der elektronischen Medien, die erlauben, dass jeder alles ins Netz stellt, von großer Bedeutung. Nicht nur die Herausgeber, sondern auch manche treuen Leser mag verstört haben, dass die >Beiträge< mitten im Jahrgang das Layout wechselten und jetzt doch wieder teilweise zur alten Form zurückkehren. Manchmal ist eben, wie Lampedusa sagt, Tradition nur um den Preis des Fortschritts zu erhalten. Was jene betrifft, bleiben die >Beiträge< bei der alten, ihren beiden Begründern selbstverständlichen, inzwischen etwas außer Gebrauch gekommenen Verbindung von Sprach- und Literaturwissenschaft. Verbunden sind beide durch das philologische und das historische Interesse der Zeitschrift. Gewiss haben sich in den letzten Jahren eine szientistisch operierende Linguistik und eine kulturalistisch erweiterte Literaturwissenschaft oft weit voneinander entfernt. Dies zu beklagen hieße, hinter die notwendige Ausdifferenzierung moderner Wissenschaften zurückzufallen. Doch gibt es Bereiche, in denen beider Zusammenwirken unabdingbar ist. Solche Bereiche sind Domänen der >Beiträge<. Sie öffnen sich den rezenten sprachund literaturwissenschaftlichen Grundsatzdebatten, doch erörtern sie sie am historischen Befund. Die Akzente werden im einen oder anderen Fall anders gesetzt sein, aber insgesamt beansprucht die Zeitschrift, damit das Feld der historischen Textwissenschaften ­ mit dem Schwerpunkt in der Germania ­ als Ganzes zu vertreten: keine philologische Detailuntersuchung ohne übergreifende historische und theoretische Perspektive und keine allgemeine historische oder theoretische Erörterung ohne philologische Basis! Mir scheint darin der unverzichtbare Beitrag der germanistischen Mediävistik zu den Geisteswissenschaften zu liegen. In diesem Sinne wünsche ich den >Beiträgen< weiter viel Erfolg. Jan-Dirk Müller http://www.deepdyve.com/assets/images/DeepDyve-Logo-lg.png Beiträge zur Geschichte der deutschen Sprache und Literatur de Gruyter

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Publisher
de Gruyter
Copyright
Copyright © 2013 by the
ISSN
0005-8076
eISSN
1865-9373
DOI
10.1515/pbb-2013-0001
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Abstract

DOI 10.1515/pbb-2013-0001 pbb 2013; 135(1): 1 Wissenschaftliche Zeitschriften sind weder Erbhöfe noch Lebenszeit-Unternehmen, doch sie sind auf Kontinuität angelegt. So traten vor einigen Jahren die Linguistinnen Ulrike Demske und Damaris Nübling in das Herausgeber-Gremium der >Beiträge< ein. 2012 gab Klaus Grubmüller seine Aufgaben an Susanne Köbele ab, und so möchte ich nach mehr als einem Jahrzehnt als Herausgeber mich mit diesem Heft verabschieden und die Herausgeberschaft in die Hände von Jens Haustein legen. Ich bin sehr dankbar, dass Jens Haustein zur Übernahme dieser Aufgabe bereit war. Auch die zentrale Redaktion soll von München nach Jena übergehen. Inzwischen sind die >Beiträge< ein >referiertes< Organ. War es vorher schon selbstverständlich, Beiträge, die außerhalb der engeren Kompetenz der Herausgeber lagen, an Fachleute zur Begutachtung zu geben, so werden jetzt eingereichte Beiträge anonym Mitgliedern des Beirats vorgelegt. Solche Qualitätssicherung ist gerade im Zeitalter der elektronischen Medien, die erlauben, dass jeder alles ins Netz stellt, von großer Bedeutung. Nicht nur die Herausgeber, sondern auch manche treuen Leser mag verstört haben, dass die >Beiträge< mitten im Jahrgang das Layout wechselten und jetzt doch wieder teilweise zur alten Form zurückkehren. Manchmal ist eben, wie Lampedusa sagt, Tradition nur um den Preis des Fortschritts zu erhalten. Was jene betrifft, bleiben die >Beiträge< bei der alten, ihren beiden Begründern selbstverständlichen, inzwischen etwas außer Gebrauch gekommenen Verbindung von Sprach- und Literaturwissenschaft. Verbunden sind beide durch das philologische und das historische Interesse der Zeitschrift. Gewiss haben sich in den letzten Jahren eine szientistisch operierende Linguistik und eine kulturalistisch erweiterte Literaturwissenschaft oft weit voneinander entfernt. Dies zu beklagen hieße, hinter die notwendige Ausdifferenzierung moderner Wissenschaften zurückzufallen. Doch gibt es Bereiche, in denen beider Zusammenwirken unabdingbar ist. Solche Bereiche sind Domänen der >Beiträge<. Sie öffnen sich den rezenten sprachund literaturwissenschaftlichen Grundsatzdebatten, doch erörtern sie sie am historischen Befund. Die Akzente werden im einen oder anderen Fall anders gesetzt sein, aber insgesamt beansprucht die Zeitschrift, damit das Feld der historischen Textwissenschaften ­ mit dem Schwerpunkt in der Germania ­ als Ganzes zu vertreten: keine philologische Detailuntersuchung ohne übergreifende historische und theoretische Perspektive und keine allgemeine historische oder theoretische Erörterung ohne philologische Basis! Mir scheint darin der unverzichtbare Beitrag der germanistischen Mediävistik zu den Geisteswissenschaften zu liegen. In diesem Sinne wünsche ich den >Beiträgen< weiter viel Erfolg. Jan-Dirk Müller

Journal

Beiträge zur Geschichte der deutschen Sprache und Literaturde Gruyter

Published: Apr 1, 2013

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