VICTORINISCH-ZISTERZIENSISCHE ZAHLENALLEGORESE. Bemerkungen zu Theorie und Praxis der mittelalterlichen Zahlendeutung

VICTORINISCH-ZISTERZIENSISCHE ZAHLENALLEGORESE. Bemerkungen zu Theorie und Praxis der... VICTORINISCH-ZISTERZIENSISCHE ZAHLENALLEGORESE Bemerkungen zu Theorie und Praxis der mittelalterlichen Zahlendeutung Die folgenden Beobachtungen und Überlegungen sind angeregt durch Heinz Meyers Buch: Die Zahlenallegorese im Mittelalter. Methode und Gebrauch, München 1975 (Münsterische MittelalterSchriften 25). Meyers einleitender Forschungsbericht gibt nach Bemerkungen zum unterschiedlichen Zahlverständnis von Mittelalter und Neuzeit einen knappen Überblick über wichtige Publikationen zur Zahlenallegorese aus Kultur-, Philosophie- und Mathematikgeschichte sowie aus Bibel Wissenschaft, Kunst-, Musik- und Literaturgeschichte. Der Forschungsbericht wird mit einem sehr beherzigenswerten Katalog von Forderungen beschlossen, die literaturwissenschaftliche Forschung zu erfüllen habe, wo es um die Aufdeckung literarischer Zahlenkompositionen geht. Zum Gegenstand der Zahlenallegorese erklärt Meyer, daß er für Kunst- und Literaturwissenschaft nicht als naiv imitierbares mittelalterliches Deutungsmodell aufgefaßt werden müsse und dürfe, sondern daß er Vergleichsmaterial bereitstelle, mit dem die Forschung unter Wahrung historisch-kritischer Grundsätze arbeiten könne. Solches Material findet sich auf vier Ebenen: auf der einer zahlenphilosophischen ordo-Ästhetik des Mittelalters, in den Bereichen von Methode und Gebrauch der Zahlenallegorese und bei mittelalterlichen Autoren, wtJicilü ütu'ubr ijeuumg ues Auibaus von Arciiitekturdenkmalern und literarischen Texten den allegorischen Sinn der Zahlen berücksichtigen. Meyers eigene Arbeit will unter diesen Bereichen besonders Methode und Gebrauch der Zahlenallegorese behandeln, die übrigen Themen kreise sollen nur gestreift werden. Die Ausführungen zur http://www.deepdyve.com/assets/images/DeepDyve-Logo-lg.png Beiträge zur Geschichte der deutschen Sprache und Literatur (PBB) de Gruyter

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Publisher
de Gruyter
Copyright
Niemeyer
ISSN
0005-8076
eISSN
1865-9373
DOI
10.1515/bgsl.1976.1976.98.331
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Abstract

VICTORINISCH-ZISTERZIENSISCHE ZAHLENALLEGORESE Bemerkungen zu Theorie und Praxis der mittelalterlichen Zahlendeutung Die folgenden Beobachtungen und Überlegungen sind angeregt durch Heinz Meyers Buch: Die Zahlenallegorese im Mittelalter. Methode und Gebrauch, München 1975 (Münsterische MittelalterSchriften 25). Meyers einleitender Forschungsbericht gibt nach Bemerkungen zum unterschiedlichen Zahlverständnis von Mittelalter und Neuzeit einen knappen Überblick über wichtige Publikationen zur Zahlenallegorese aus Kultur-, Philosophie- und Mathematikgeschichte sowie aus Bibel Wissenschaft, Kunst-, Musik- und Literaturgeschichte. Der Forschungsbericht wird mit einem sehr beherzigenswerten Katalog von Forderungen beschlossen, die literaturwissenschaftliche Forschung zu erfüllen habe, wo es um die Aufdeckung literarischer Zahlenkompositionen geht. Zum Gegenstand der Zahlenallegorese erklärt Meyer, daß er für Kunst- und Literaturwissenschaft nicht als naiv imitierbares mittelalterliches Deutungsmodell aufgefaßt werden müsse und dürfe, sondern daß er Vergleichsmaterial bereitstelle, mit dem die Forschung unter Wahrung historisch-kritischer Grundsätze arbeiten könne. Solches Material findet sich auf vier Ebenen: auf der einer zahlenphilosophischen ordo-Ästhetik des Mittelalters, in den Bereichen von Methode und Gebrauch der Zahlenallegorese und bei mittelalterlichen Autoren, wtJicilü ütu'ubr ijeuumg ues Auibaus von Arciiitekturdenkmalern und literarischen Texten den allegorischen Sinn der Zahlen berücksichtigen. Meyers eigene Arbeit will unter diesen Bereichen besonders Methode und Gebrauch der Zahlenallegorese behandeln, die übrigen Themen kreise sollen nur gestreift werden. Die Ausführungen zur

Journal

Beiträge zur Geschichte der deutschen Sprache und Literatur (PBB)de Gruyter

Published: Jan 1, 1976

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